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Nachhaltig leben: So machen Familien die Welt ein Stück besser

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Zehn Vorschläge  

So machen Familien unsere Welt ein Stückchen besser

29.12.2014, 10:06 Uhr | Nicola Wilbrand-Donzelli, t-online.de

Nachhaltig leben: So machen Familien die Welt ein Stück besser. Familien haben viele Möglichkeiten, eine kleinen Beitrag zu einer besseren Welt zu leisten. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Familien haben viele Möglichkeiten, eine kleinen Beitrag zu einer besseren Welt zu leisten (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Naturkatastrophen, Klimaerwärmung, Umweltverschmutzung, Hungersnöte, Terroranschläge, Krieg: Kein Tag vergeht ohne alarmierende Nachrichten. Doch auch wenn die großen Probleme auf unserer Erde von der Politik in naher Zukunft nicht gelöst werden, jeder Einzelne kann im Kleinen dazu beitragen, die Welt ein bisschen besser zu machen. Wie Familien im Alltag unkompliziert Gutes tun können, zeigen die folgenden zehn Tipps.

Stromverschwendung, nein danke!

Strom ist nicht nur teuer, ein hoher Verbrauch belastet auch die Umwelt. Der Umstieg auf Ökostrom könnte eine erste Maßnahme sein. Aber auch ein verantwortungsvoller Umgang mit der Energie aus der Steckdose sollte in jeder Familie geübt werden. Doch dazu müssten sich Jung und Alt erst von bequemen Gewohnheiten verabschieden.

Am besten gelingt das, wenn Eltern ihrem Nachwuchs das Stromsparen vorleben: Stromfressende Steckdosenleisten sollten nachts immer ausgeschaltet sein, ebenso wie Fernseher oder Computer mit Schlummer-Modus. Beim Kochen spart man Energie, wenn die Herdplatte auf halber Kraft läuft und die Töpfe nur mit Deckel zum Einsatz kommen. Weitere nützliche Tipps hierzu gibt es zum Beispiel bei den Verbraucherzentralen.

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Regionale Lebensmittel vom Markt

Besonders umweltbewusst und sozial können sich Familien beim Lebensmitteleinkauf verhalten, indem sie im Supermarkt zu Bio- oder fair gehandelten Produkten greifen. Besonders umweltverträglich ist es, wenn man einkauft wie in "guten alten Zeiten", also auf dem Wochenmarkt oder in einem bäuerlichen Hofladen regionale beziehungsweise saisonale Produkte bevorzugt. Der Vorteil: Bei kurzen Transportwegen wird weniger CO2 ausgestoßen.

Nach einem ähnlichen Prinzip sollte man beim Fleischkonsum verfahren: Hier gilt: Lieber seltener etwas teureres Fleisch von heimischen Erzeugern genießen, anstatt Billigfleisch aus Argentinien oder Brasilien, wo für Weideflächen unter Umständen Regenwald gerodet wird und extrem viel Wasser für die Viehhaltung benötigt wird.

Omas Wissen nutzen

Sogar beim Hausputz lässt sich Umweltschutz betreiben. Dabei kann man sich auf die bewährten Hilfsmittel unserer Großmütter besinnen. Um zum Beispiel das Bad, die Küche oder Fenster blitzblank zu polieren, muss man nicht unbedingt auf Reinigungsmittel mit zahllosen chemischen Bestandteilen zurückgreifen. Genauso wirksam ist preiswerter Essig, ein Spritzer Öko-Spülmittel mit Wasser oder verdünnter Putzspiritus.

Flauschig weich muss nicht sein

Auch beim Wäschewaschen ist weniger mehr: Das betrifft zunächst die Waschtemperatur. Denn je niedriger diese ist, desto weniger Energie wird verbraucht, in einer möglichst immer gut gefüllten Maschine. Empfehlenswert ist auch ein sparsamer Umgang mit Waschmitteln: Vor allem der Verzicht auf Weichspüler kann das Abwasser entlasten. Die darin enthaltenen Tenside können nur schlecht in Kläranlagen abgebaut werden.

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Wer das weiß, verschmerzt es leichter, wenn der Lieblingspulli weniger flauschig und das Frotteehandtuch etwas rauer ist. Das begreifen auch Kinder schon.

Zurück zur Butterstullen-Dose

Ebenfalls ressourcenschonend lassen sich sogar Pausen- oder Bürosnacks vorbereiten. Denn anstatt den Imbiss in Plastik- oder Alufolie zu wickeln, kann man auf traditionelle Brotboxen zurückgreifen. Insbesondere die mit extrem hohem Energieaufwand hergestellte Alufolie landet nach einmaliger Verwendung eigentlich immer zerknäult im Müll.

Second Hand ist Trend

Obwohl Shopping-Touren insbesondere für Teenager zu den beliebtesten Freizeitbeschäftigungen gehören, macht sich hier gerade eine Bewusstseinsveränderung bemerkbar. Es muss nicht mehr unbedingt der neueste Modefummel sein, sondern darf auch ruhig älteren Datums und gebraucht sein. Second Hand oder Vintage ist Kult. Davon zeugen Online-Initiativen wie der Kleiderkreisel, Kleiderflohmärkte oder Kleider-Tauschpartys beziehungsweise Verleih-Shops und -Aktionen. Das macht nicht nur Spaß und spart eine Menge Geld, sondern ist auch ein Beitrag zu textiler Nachhaltigkeit.

Wegwerfgesellschaft adé

Zur steigenden Wertschätzung von Gebrauchtem gehört auch der Trend, Dinge zu reparieren und zwar am liebsten selbst. Vor allem in großstädtischen Regionen werden in speziell dafür eröffneten Werkstätten Mitmachkurse angeboten, wo fachkundige Tüftler zeigen, wie etwa ein altes Kofferradio oder ein betagtes Fahrrad wieder funktionstüchtig werden. Oder in Handarbeits- und Näh-Cafés können Interessierte in Workshops lernen, wie man Strümpfe stopft, eine Hose kürzt oder gleich ein komplettes Outfit eigenständig kreiert. An solchen umweltschonenden Do-it-yourself-Aktionen haben nicht nur Eltern, sondern auch schon etwas ältere Kinder großen Spaß.

Share-Economy für jeden

Dass Teilen und Abgeben eine wichtige soziale Kompetenz ist und kameradschaftliches Miteinander fördert, wird schon den Allerkleinsten vermittelt. Zu diesen grundlegenden Werten passt auch die aktuelle Sharing-Kultur, die nahezu jeden Lebensbereich umfasst. Das geht vom verbreiteten Car-Sharing in Großstädten, über die gemeinsame Nutzung von Haushaltsgeräten wie einer Waschmaschine oder eines Rasenmähers unter Nachbarn bis hin zur, die im Internet als Sharing-Objekt bei Selbstabholung gesucht und gefunden wird.

Sogar Kinderspielsachen wechseln mittlerweile auf Zeit ihre Besitzer. So werden Anschaffungskosten für teure Objekte auf viele Schultern verteilt, Ressourcen geschont und die geteilten Gegenstände viel intensiver genutzt beziehungsweise bespielt.

Drahtesel statt Pferdestärken

Zu den einfachsten umweltfreundlichen Maßnahmen gehört zweifellos der Verzicht aufs Auto. Das muss nicht für immer sein, aber so oft wie möglich könnte man die Familienkutsche einfach in der Garage lassen und öffentliche Verkehrsmittel oder das Fahrrad benutzen.

Das reduziert nicht nur den CO2-Ausstoß, sondern hat möglicherweise auch den wertvollen pädagogischen Nebeneffekt, dass der stets umsorgte Nachwuchs nicht immer komfortabel von Papa oder Mama von A nach B chauffiert werden muss. Das bringt zudem die nötige Bewegung in den Alltag.

Patenschaften und Lebenshilfen

Die Welt garantiert ein bisschen besser machen können Familien natürlich auch, indem sie sich für andere Erdenbewohner engagieren. Das Spektrum ist groß und kann von einer Patenschaft für ein Kind in einem Entwicklungsland, über die Unterstützung eines Schulprojektes oder einer Brunnenbau-Initiative in Afrika, bis zu einer Patenschaft für einen Tropenbaum im Amazonasgebiet oder eine vom Aussterben bedrohte Tierart reichen.

Aber auch direkt vor der eigenen Haustür kann jeder helfen und sich sozial engagieren - zum Beispiel als Mentor oder Tutor für bedürftige Familien beziehungsweise für Flüchtlinge und Asylanten und deren Kinder. Kontakte werden meist von Wohlfahrtsorganisationen wie Caritas, Diakonie, Arbeiterwohlfahrt oder dem Roten Kreuz vermittelt.

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