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Eltern: 70 Prozent finden Welt der Kinder unsicherer als früher

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Paranoide Eltern?  

Erwachsene finden Welt der Kinder unsicherer als früher

27.04.2015, 11:22 Uhr | Matthias Armborst, t-online.de, dpa

Eltern: 70 Prozent finden Welt der Kinder unsicherer als früher. Gefährlich oder nicht? Viele Deutsche würden Kinder heute nicht mehr alleine raus lassen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Gefährlich oder nicht? Viele Deutsche würden Kinder heute nicht mehr alleine raus lassen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Für die deutliche Mehrheit der Bundesbürger leben Kinder heute in einer gefährlicheren Welt als sie selbst in ihrer eigenen Kindheit. Die Welt sei für Kinder unsicherer geworden, sagen 70 Prozent laut einer repräsentativen Befragung des Meinungsforschungsinstituts YouGov. Nur fünf Prozent empfinden die Kinderwelt demnach heute als sicherer.

Knapp die Hälfte der Erwachsenen (45 Prozent) würde einem Grundschulkind heute nicht erlauben, allein im Nahverkehr Bus oder Bahn zu fahren. Zwei Drittel (66 Prozent) würden ein Grundschulkind nicht allein in den Park gehen lassen.

Unsichere Nachbarschaft

Gut ein Drittel (38 Prozent) der Befragten findet die eigene Nachbarschaft so unsicher, dass sie ein Kind dort nicht den Tag über unbeaufsichtigt spielen lassen würden. In ihrer eigenen Kindheit durften dies 80 Prozent.

Dass ein Kind dieses Alters allein zur Schule gehen kann, finden 74 Prozent. Selbst durften dies 88 Prozent der Befragten.

In unserer Foto-Show haben wir ein paar gefährlich schöne Kindheitsmomente von früher gesammelt.

Eltern behüten ihre Kinder zu sehr

Gleichzeitig sind heutige Kinder für 43 Prozent der Befragten überbehütet. Dies finden 46 Prozent der jüngeren Befragten zwischen 18 und 24, aber nur 38 Prozent der Befragten aus der Großelterngeneration ab 55 Jahren. Gut vier von fünf Befragten, die Kinder als überbehütet empfinden, glauben, dass dies nicht um der Kinder, sondern "um der Eltern willen" geschieht (82 Prozent).

In Wirklichkeit ist die Welt sicherer geworden

Die Wahrnehmung spiegelt dabei nicht die wirkliche Gefährlichkeit wider: In den letzten Jahrzehnten sind die Gefahren an sich nicht größer geworden, das stellen Wissenschaftler immer wieder fest. Vieles ist sogar sicherer - man denke nur an Autokindersitze und selbstverständlich gewordene Fahrradhelme. Aber die Wahrnehmung hat sich verändert. Nachrichten und TV-Serien kriminalisieren die Umgebung und schüren Panik, während die tatsächliche Kriminalitätsrate gesunken ist.

UMFRAGE
Sind Sie der Meinung, dass die Welt für Kinder heute unsicherer ist als früher?

Eine Umfrage der Ludwig-Maximilians-Universität München im Auftrag des bayerischen Gesundheitsministeriums hat ergeben, dass sich die so genannten "wahrgenommenen Gefahren" von den tatsächlichen um einiges unterscheiden. Das liegt zum einen daran, dass man sich heute mit Gefahren auseinandersetzen muss, die es vor gut zwanzig Jahren noch gar nicht gab: Cybermobbing, Handystrahlen, Schweinegrippe und verseuchte Lebensmittel sind hier nur einige.

Zum anderen aber schätzen Eltern beispielsweise die Gefahr von Hepatitis für ihre Kinder deutlich höher ein, als die Gefahr von Übergewicht, so die Wissenschaftler. Zu Unrecht - die Gefahren von Übergewicht sind deutlich größer.

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