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Verwöhnten Kindern fehlt die soziale Ader

04.07.2016, 17:53 Uhr | dpa

Verwöhnten Kindern fehlt die soziale Ader. Forscher warnen vor der Verwöhnungsfalle. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Forscher warnen vor der Verwöhnungsfalle. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Viel Zuneigung, wenige Konflikte – das sind nicht wie vielleicht erwartet die besten Zutaten für eine gelungene Erziehung. Zu diesem Ergebnis kommen deutsche und finnische Forscher in einer umfangreichen Studie. Denn Jugendliche, die viel Nestwärme von ihren Eltern bekommen, setzen sich weniger für die Gesellschaft ein.

Forscher der Universität Jena und Kollegen der Universitäten Jyväskylä und Helsinki in Finnland haben mehr als 1500 Finnen im Jugend- und Erwachsenenalter befragt. Laut der Analyse engagieren sich die Verwöhnten unter ihnen seltener bürgerschaftlich als andere Altersgenossen – zum Beispiel in sozialen Projekten.

Eine Untersuchung in Sachsen-Anhalt von 2013 habe ähnliche Ergebnisse gezeigt, sagte die Psychologin Maria K. Pavlova von der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Die Ergebnisse aus Finnland ließen sich daher auf Deutschland übertragen. Sie wurden jetzt im "Journal of Youth and Adolescence" veröffentlicht.

Forscher warnen vor der Verwöhnungsfalle

Die Tatsache, dass positives Erziehungsverhalten sich nicht zwangsläufig auf alle Lebensbereiche auswirkt, ist aus Sicht der Forscher überraschend und stellt entsprechende Vorstellungen infrage. Laut Pavlova könne zu viel Nähe und elterliche Unterstützung möglicherweise zu einer Falle werden, weil die Jugendlichen sich dann nicht mehr für die Welt außerhalb ihres eigenen Kreises interessierten. Eine weitere mögliche Erklärung sei, dass Eltern bürgerschaftliches Engagement weder als notwendig für Erfolg auf dem Arbeitsmarkt noch als moralisch verpflichtend sähen und die Verantwortung dafür eher auf den Staat schöben.

Die Möglichkeiten, sich zu engagieren, sind vielfältig. Sie reichen von Einsätzen in Krisenregionen und in sozialen Projekten bis hin zu Demonstrationen und politischen Debatten. "Solche Aktivitäten sind für das Funktionieren einer jeden Demokratie wichtig, selbst wenn es im Inhalt des Engagements von Land zu Land Unterschiede gibt", betonte Pavlova.

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