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Internet-Nutzung: Auf die Freunde aufpassen - auch online

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Internet-Nutzung  

Auf die eigenen Freunde aufpassen - auch online

21.10.2010, 08:59 Uhr | dpa-tmn

Internet-Nutzung: Auf die Freunde aufpassen - auch online. Jugendlicher surft im Internet auf die Startseite von Facebook. (Bild: dpa)

Auch online auf seine Freunde aufpassen. (Bild: dpa) (Quelle: dpa)

Auf seine Freunde muss man aufpassen, und wenn sie sich unvernünftig verhalten, spricht man mit ihnen darüber. Was im wahren Leben eigentlich eine Selbstverständlichkeit ist, sollte nach Meinung von Experten auch im virtuellen Raum gelten. Jugendliche sollten online in ihren sozialen Netzwerken immer auch ein Auge auf ihre Freunde haben.

Verantwortung verinnerlichen - auch für die Freunde

Jugendliche sollten in sozialen Netzwerken auch ihre Freunde im Blick haben. "Diese Verantwortung müssen sie verinnerlichen", sagt Ulrike Wagner, stellvertretende Direktorin am Münchner Institut für Medienpädagogik. Wer zum Beispiel sieht, dass Freunde freizügige Bilder von sich oder anderen ins Netz stellen, sollte sie gezielt darauf ansprechen.

Einzelne Ratschläge, wie etwa ein Profil nur für Freunde sichtbar zu machen, bringen dagegen oft nur wenig. "Dazu ist die Nutzung der sozialen Netzwerke zu differenziert. Man erreicht damit nur eine sehr kleine Schnittmenge", meint Wagner. Denn je nach Freundeskreis und Netzwerk würden die Angebote sehr unterschiedlich genutzt und Privates preisgegeben.

In einigen Punkten noch immer zu unbedarft

Naiv sind die Jugendlichen laut einer Studie des Instituts nicht. Dazu wurde das Nutzungsverhalten von 63 Jugendlichen zwischen 13 bis 19 Jahren in Einzel- und Gruppeninterviews erfasst. Im Mittelpunkt standen unter anderem Facebook, SchülerVZ und Lokalisten. "Alles was in ihrem direkten Erfahrungsbereich liegt, wollen Jugendliche schützen", fasst Studienleiterin Wagner die Ergebnisse zusammen. Wenn es um Nacktbilder, Handynummern oder religiöse Ansichten gehe, seien die Teenager vorsichtig. "Viele haben da schon konkrete negative Erfahrungen gemacht." Schlechter kennen sich Jugendliche dagegen mit Allgemeinen Geschäftsbedingungen aus oder wie Dritte ihre Daten nutzen.

Von Zeit und Zeit könne es hilfreich sein, seinen eigenen Namen zu googeln. "Das kann aber nicht die Lösung sein, dass ich immer kontrollieren muss, was andere über mich ins Netz stellen", moniert Wagner. Der Schutz der Privatsphäre sei nicht nur Aufgabe einer Person, sondern müsse von mehreren getragen werden.

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