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Medienerziehung  

Medienerziehung für Eltern: Tipps für Alltag und Notfälle

18.01.2013, 17:00 Uhr | mmh, t-online.de

Das Facebook-Buch als Lotse für Eltern. Auch Eltern brauchen Medienerziehung (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Generation Facebook - wie kompetent sind eigentlich Eltern in Sachen Medien? (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Facebook ist böse - Facebook ist gut: Es ist nicht mehr nur eine Einstellungssache, Facebook ist heute einfach nicht mehr wegzudenken. Aber tatsächlich hat das soziale Netzwerk gute und schlechte Seiten. Kontaktpflege und Informationsaustausch auf der einen, Mobbing und Stalking auf der anderen Seite. Es ist enorm wichtig, den Jugendlichen der Generation Facebook Medienkompetenz zu vermitteln und genauso wichtig ist dies für Eltern und Erzieher.

Medienerziehung für Erzieher ist dringend nötig

"Internet macht blöd" - diese These mussten die Schüler einer zehnten Klasse eines hessischen Gymnasiums diskutieren. Es ist eine so provokante These, dass Jugendliche der Internet-Generation genügend Argumente finden können. Das Beängstigende: Der Text stammt aus dem Jahr 2007. Internetjahre zählen wie Hundejahre siebenfach im Vergleich zur realen Zeit. Der Stand der schulischen Diskussion zur Medienkompetenz gründet sich also auf einen 42 Jahre alten Text. Das macht deutlich wie weit die Lücke zwischen der theoretische Medienkompetenz der Pädagogen und der praktische Mediennutzung der Kinder klafft.

Medienkompetenz aneignen

Doch wie können sich junge und ältere Menschen diese Medienkompetenz aneignen? Kids lernen intuitiv, sie machen einfach. Einige Eltern und Erzieher haben beruflich Umgang mit digitalen Medien, diese Gruppen haben weniger große Hürden zu überwinden. Doch einigen Eltern fehlt dieser Zugang und doch wollen sie ihren Kinder auch in Sachen Medien unterstützen. Ihnen kann das "Facebook-Buch für Eltern" ein Wegweiser sein.

Eltern und Kinder: Begleitender Umgang im Netz

Das Facebook-Buch für Eltern, O`Reilly, 2012 (Quelle: O`Reilly)Das Facebook-Buch für Eltern - ein Ratgeber (Quelle: O`Reilly) Im "Facebook-Buch für Eltern" zeigen Tobias Albers-Heinemann und Björn Friedrich auf, warum ihrer Ansicht nach die Nutzung von Facebook & Co. unbedenklich ist, wenn sie im richtige Maß geschieht, ohne besserwisserische Pauschallösungen zu bieten. Sie zeigen, in welchen Fällen Eltern achtsam sein sollten und geben Notfall-Tipps, was zu tun ist, wenn doch was schief läuft. Schließlich kennt jeder die Schreckensnachrichten von ausufernden Facebook-Partys, horrenden Abmahngebühren oder Online-Sucht. Die Autoren plädieren für einen begleitenden Umgang mit sozialen Netzwerken, damit sich die Kinder selbständig und verantwortungsbewusst in der digitalen Welt bewegen. Dafür nennen die beiden Medienpädagogen hilfreiche Apps und weiterführende Seiten im Netz. Ein klassischer Ratgeber für Eltern, besonders auch für solche, die selbst keine große Internet-Routine haben.

Nur individuelle Regeln sind wichtig

Vorschriften, Limits und Regeln sind wichtig, aber immer individuell anzupassen. Kontrolle könnten schnell zum Vertrauensbruch führen, warnen die Medienpädagogen.

Man muss sich einlassen auf das Buch. Wichtigste Voraussetzung für den Leser, um davon zu profitieren: Akzeptieren Sie, dass Smartphones, Computer und Internet einfach da sind und zur Welt der Kinder und Jugendliche gehören, sie gehen nicht mehr, aber sie werden sich immer wieder verändern und das rasant. Um in der schnelllebigen Internet-Welt nicht abgehängt zu werden, aktualisieren die Autoren ihre Ergebnisse online unter www.facebook-elternbuch.de.

Was sind eigentlich Freunde?

Man muss nicht jeden Trend mitmachen, um mitreden zu können. Profil, Chronik, Timeline, Pinnwand - diese Begriffe aus der Welt des Sozialen Netzwerks haben bestimmt alle Eltern schon gehört, genauso wie die Zauberworte "gefällt mir". Die meisten der U-40-Eltern verfügen vermutlich über einen eigenen Facebook-Account, die Ü-40er dagegen seltener. "Ich habe zwar ein Profil angelegt, aber ich finde keine Facebook-Freunde, da meine echten Freunde nicht auf Facebook sind", klagt die 49-jährige Christine. Ihre 17-jährige Tochter überflügelt sie um mehrere hundert Freunde.

Doch was sind Freunde eigentlich? Verabschieden Sie sich von den Vorstellungen aus der Offline-Welt. Den Kids ist der Unterschied meist durchaus bewusst. Sie teilen die Freunde in Klassen und Gruppen ein: Sportverein, Schule, enge Freunde - so heißen die intelligenten Listen. Sprechen Sie das Thema "wahre Freunde" ruhig mal an.

Chatten in allen Lebenslagen

Was früher stundenlanges Quasseln am Telefon war, ist heute das Chatten - und das geht endlos, manchmal ganz schön flapsig und zu jeder Tages- und Nachtzeit. Das hilft besonders bei Fernbeziehungen, ein Segen für all die Jugendlichen, die heute eine Zeit im Ausland verbringen, an einer Schule, als Au-Pair bei einem Praktikum. Dann wird die Timeline mit allen Einträgen und Fotos zum Tagebuch, der Chat zur Nabelschnur - zu Freunden und Eltern.

Manchmal werden sogar ganz ernsthaft Informationen ausgetauscht, Lerngruppen lassen sich digital organisieren, Liebesbeziehungen auch. Tipps kursieren über Shopping, Bücher, Filme, Spiele, Sport, Musik.

Hilfreicher Notfall-Teil

Besonders hilfreich für Eltern ist der "Notfall-Teil". Stichworte sind hier: Löschen des Facebook-Accounts, was tun bei Abmahnungen, Abzocke, Viren, Falsche Freunde, Hass-Gruppen, Cyber-Mobbing. Es passieren schlimme Dinge im Netz, aber Kinder können sich mit Hilfe der Eltern wehren.

Das Netz ist nicht anonym

Bester Tipp für alle Nutzer: Das Internet ist niemals anonym, selbst mit den besten Privatsphäre-Einstellungen. Das bedeutet: Im Internet nur so viel von sich preisgeben, wie man auch in der analogen Welt würde. Das ist der beste Schutz vor Mobbing und Stalking.

  • Geben Sie Ihren Kindern diese Verhaltensregeln gegen Mobbing an die Hand:
  • Nicht mitmachen: Wenn man als Opfer auf Beleidigungen reagiert, kann es nur noch schlimmer werden.
  • Ansprechpartner suchen: Niemand muss Mobbing alleine durchstehen
  • Meldefunktionen nutzen
  • Erst denken, dann posten. Nie wütend oder aufgewühlt posten.
  • Ego-Googeln: Die Suche nach deinem Namen im Netz hält Dich auf dem Laufenden, welche Infos über Dich öffentlich sind.
  • Beispiel sein - und nicht mitmachen. Klingt einfach, ist aber unter Gruppenzwang manchmal gar nicht so leicht.

Die clevere Generation Facebook

Übrigens: Das Brainstorming der Schüler zur Erörterung der These "Internet macht blöd" lief über das Netz, über Facebook natürlich, FB-Gruppe "10FB". Die Facebook-Kids sind nämlich clever. Mit Internet, Facebook & Co verhält es sich wie mit dem Fernsehen, es macht dumme Kinder dümmer und kluge Kinder klüger - auch so eine umstrittene These!

Buchtipp: Das Facebook-Buch für Eltern, Tobias Albers-Heinemann & Björn Friedrich, O`Reilly, 2012

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