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Vaterbild  

Finanzielle Sicherheit ist wichtig für Kinderwunsch bei Männern

28.10.2008, 14:46 Uhr | sca, dpa

Kinderwunsch: Männern ist finanzielle Sicherheit wichtig. Finanzielle Sicherheit ist Voraussetzung für den Kinderwunsch von Männer.

Finanzielle Sicherheit ist Voraussetzung für den Kinderwunsch von Männer. (Foto: dpa)

Das traditionelle Bild vom Vater als Ernährer der Familie bleibt laut einer neuen Studie in den Köpfen verankert. Zwar sagten neun von zehn (92,7 Prozent) befragten jungen Männern Ja zu Kindern, ergab die am Dienstag in Berlin vorgestellte Untersuchung des Deutschen Jugendinstituts München im Auftrag der Bertelsmann Stiftung. Aber für 57,2 Prozent soll das erste Kind erst dann kommen, wenn sie in der Lage sind, ihre Familie zu ernähren.
95,5 Prozent sehen es als Aufgabe des Vaters, der Familie ein Heim zu bieten. Insgesamt wurden 1803 Männer und männliche Jugendliche zwischen 15 und 42 Jahren, darunter auch junge Väter, befragt.

Das optimale Alter zum Vater werden

Als richtigen Zeitpunkt, zum ersten Mal Vater zu werden, beurteilten nur 2,1 Prozent bereits das Studium oder die Ausbildung. Das optimale Alter für die erste Vaterschaft beginnt nach Ansicht von mehr als der Hälfte der Befragten mit 25 Jahren, der Durchschnitt liegt bei 27,8 Jahren. Tatsächlich würden Männer heute später, nämlich im Schnitt erst mit etwa 29 Jahren zum ersten Mal Vater, teilte die Stiftung mit.

Zeit für das Kind nehmen

Neu sei, dass sich fast alle Befragten Zeit für das Kind nehmen wollen. Etwa 80 Prozent der Männer wollten ihr Kind auch betreuen und beaufsichtigen. Mehr als 40 Prozent wollen den Beruf in der Zeit nach der Geburt des Kindes zurückstellen. Dennoch hätten es fast 40 Prozent der Männer als "sehr unangenehm" oder gar als "eine Katastrophe" empfunden, wenn sie zum Zeitpunkt der Befragung Vater geworden wären. Denn fast zwei Drittel (62,5 Prozent) äußerten sich überzeugt, ihre finanzielle Lage werde sich verschlechtern. Immerhin 55,3 Prozent der befragten Männer gaben an, durch die Vaterschaft an Lebensfreude zu gewinnen.

Wenig Unterstützung vom Arbeitgeber

90,9 Prozent der Befragten wünschten sich vom Arbeitgeber die Möglichkeit, mehr Zeit mit der Familie zu verbringen. Aber nur drei Prozent der berufstätigen Väter gaben an, ausreichend Unterstützung zur Kinderbetreuung zu finden.

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