Startseite
Sie sind hier: Home > Eltern > Familie >

Elternzeit: Jetzt können auch Großeltern Elternzeit beantragen

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Elternzeit  

Elternzeit für Großeltern

18.11.2008, 09:46 Uhr | mmh, dpa

Elternzeit: Jetzt können auch Großeltern Elternzeit beantragen. Elternzeit auch für Großeltern.

Elternzeit auch für Großeltern. (Bild: Archiv)

Auch Großeltern können künftig bei ihrem Arbeitgeber Elternzeit beantragen, wenn sie den Nachwuchs ihres Kindes betreuen wollen. Voraussetzung ist allerdings, dass ein Elternteil minderjährig ist oder als junger Volljähriger noch die Schule besucht oder eine Ausbildung macht. Eine entsprechende Gesetzesänderung verabschiedete der Bundestag jetzt.

Nur wenige haben Anspruch

Elterngeld erhalten die Großeltern nicht. Dies bleibt den Eltern vorbehalten. Bei Minderjährigen dürfte das in der Regel das Mindestelterngeld von 300 Euro sein. Mit der Neuregelung soll vor allem bei sogenannten Teenager-Schwangerschaften geholfen werden. Der Kreis der möglichen Betroffenen ist überschaubar. 2006 bekamen 6163 Minderjährige ein Kind.

Bedingung: Enkel und Großeltern in einem Haushalt

Voraussetzung ist, dass die Großeltern mit dem Enkelkind in einem Haushalt leben. Der Anspruch besteht nur für Zeiten, in denen weder Mutter noch Vater des Kindes Elternzeit beanspruchen. An sie bleibt der Bezug von Elterngeld gebunden. Das Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz war zum 1. Januar 2007 in Kraft getreten. Wegen der großen Nachfrage wurde der Gesamtbedarf für das Elterngeld für das laufende Jahr auf 4,3 Milliarden Euro erhöht. Für das kommende Jahr werden 4,35 Milliarden Euro veranschlagt.

Bezugsdauer kann geändert werden

Der Bundestag beschloss ferner, dass die Bezugsdauer des Elterngeldes einmal ohne Begründung geändert werden kann. Bisher gab es solche Änderungen nur in besonderen Härtefällen wie schwerer Krankheit oder Tod. Zudem wird in der Gesetzesänderung geregelt, dass Mütter und Väter künftig erst ab einer Mindestdauer von jeweils zwei Monaten Elterngeld erhalten sollen. Bislang konnten zum Beispiel Männer berufstätiger Frauen auch nur einen Monat Auszeit nehmen. Der Elterngeldantrag selbst soll zugleich flexibler werden, so dass Eltern sowohl die Bezugsdauer als auch die Aufteilung der Elterngeldmonate unter sich ohne Angabe von Gründen noch einmal verändern können. Bislang war dies nur in besonderen Härtefällen möglich. Jungen Vätern sollen zudem der verpflichtende Wehrdienst oder der ersatzweise geleistete Zivildienst keine finanziellen Nachteile mehr bescheren. Das seit Anfang 2007 bestehende Elterngeld ist eine Lohnersatzleistung in den ersten 14 Monaten nach der Geburt eines Kindes. Die vom Bundestag jetzt beschlossenen Änderungen sollen am 1. Januar 2009 in Kraft treten.

Liebe Leserin, lieber Leser, aktuell können zu diesem Thema keine neuen Kommentare abgegeben werden. Ab 6 Uhr können Sie hier wieder wie gewohnt diskutieren. Wir danken für Ihr Verständnis.
Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Die besten Videos des Jahres 2016 
Passant entlarvt angeblichen Beinamputierten

Misstrauisch werden die vermeintlichen Beinstümpfe befühlt. Video

Anzeige

Shopping
tchibo.deOTTObonprix.deESPRITC&ACECILzalando.dedouglas.deKlingel.de

Anzeige
shopping-portal