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Berufsausbildung: Mädchen haben schlechtere Chancen

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Ausbildung  

Mädchen haben schlechtere Chancen

16.02.2009, 10:13 Uhr | sca, dpa

Berufsausbildung: Mädchen haben schlechtere Chancen. Junge Friseurin schneidet einer Frau die Haare.

"Mode", "Büro", "Helferin": Junge Frauen zeigen sich zu wenig flexibel bei der Berufswahl. (Bild: Archiv)

Jugendliche wählen ihren Beruf meist nicht nach Lust und Laune. Der häufig gehörte Vorwurf mangelnder Reife bei der Berufswahl treffe so nicht zu, sagte Joachim Gerd Ulrich vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) bei der Bildungsmesse Didacta in Hannover. Tatsächlich orientierten sich Jugendliche oft nicht nur daran, was sie selbst am liebsten möchten, sondern sie zeigten durchaus Realismus und Kompromissbereitschaft bei der Entscheidung. Einen erheblichen Einfluss auf die Berufswahl hat allerdings die Frage, ob es um Mädchen oder Jungen geht: Der Ausbildungsmarkt teilt sich klar nach Geschlechtervorlieben.

Bereit zur Flexibilität

In den vergangenen Jahren habe das Angebot an Ausbildungsplätzen in der Regel mit dem Bedarf nicht mitgehalten. Schon aus diesem Grund seien Jugendliche zu Flexibilität gezwungen gewesen, sagte Ulrich. Auf den Jugendliche laste in der Regel auch ein hoher Erwartungsdruck, bei der Ausbildungsplatzsuche erfolgreich zu sein. Die Bereitschaft sei deshalb durchaus da, sich im Zweifelsfall für einen anderen als den Traumberuf zu entscheiden. Manchmal erscheine dieser den Jugendlichen dann nicht nur als akzeptabler Kompromiss, sondern geradezu als der Beruf, den sie sich gewünscht hätten.

Hitliste der Ausbildungsberufe

Die Hitliste der Ausbildungsberufe sieht bei Jungen und Mädchen allerdings ganz verschieden aus. "Mädchen bevorzugen fast ausschließlich Dienstleistungsberufe", sagte Ulrich. "Bei Jungen stehen auch einige gewerbliche Berufe weiter oben." Wer die Liste der bei Mädchen häufigsten Beruf durchgeht, finde in der Berufsbezeichnungen Wortbestandteile wie "Helferin", "Büro", "Mode" oder "Labor". Bei den Jungen sei das nicht so, dort tauchen dann eher "Industrie", "Metall", "Bau" oder "Informat" auf.

Schlechtere Chancen

Für die Mädchen sei die Festlegung auf Dienstleistungsberufe ein deutlicher Nachteil: "Sie sind mit Abstand besser in der Schule", sagte Ulrich, "aber sie haben die schlechteren Chancen bei der Ausbildungsplatzsuche." So sind drei Monate nach dem Schulabschluss bereits 58 Prozent der Jungen mit einer Lehrstelle versorgt. Bei den Mädchen sind es nur 42 Prozent. Das habe stark mit der Berufswahl zu tun. Schließlich entscheiden nicht nur die Noten, sondern auch die Konkurrenzsituation: In den von den Mädchen bevorzugten Berufsgruppen gebe es oft sehr viele Bewerberinnen.

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