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Macht Erziehung Frauen risikoscheu?

12.03.2009, 16:21 Uhr | ots

. Sind Frauen risikoscheu erzogen?

Sind Frauen risikoscheu erzogen? (Bild: Imago)

Frauen und Karriere, Vereinbarkeit von Beruf und Familie, diese Themen sind Dauerbrenner. Jetzt haben Wissenschaftler nachgewiesen, dass gesellschaftliche Prägung und Erziehung schuld daran sind, dass Frauen Risiken und Wettbewerb eher scheuen als Männer. Das ist der Grund, warum Frauen für gleiche Arbeit weniger verdienen als Männer.

Mädchenschulen sorgen für mehr Wettbewerbsorientierung

Gesellschaftliche Prägung und Erziehung sind schuld daran, dass Frauen Risiken und Wettbewerb eher scheuen als Männer. Diesen Schluss ziehen Ökonomen der Universität Essex aus dem Vergleich von Experimenten an reinen Mädchenschulen und gemischten Schulen. Die Ergebnisse seien ein Hinweis auf die eigentliche Ursache, warum Frauen am Arbeitsplatz weniger verdienen und weniger oft in Führungspositionen gelangen als Männer, so die Forscher. Veröffentlicht wurde die Studie vom Bonner Institut zur Zukunft der Arbeit (IZA).

Mädchen suchen Sicherheit

Dazu wurde das Verhalten von Schülerinnen von Mädchenschulen mit dem Verhalten von Mädchen und Jungen aus gemischten Klassenverbänden verglichen. In einem ersten Experiment ließen sie die Probanden wählen, ob sie lieber einen garantierten Geldbetrag erhielten oder lieber eine Münze warfen, die den Betrag entweder erhöhte oder erniedrigte. Mädchen aus den gemischten Schulen bevorzugen eindeutig die Sicherheitsvariante, während Altersgenossinnen der reinen Mädchenschulen ebenso auf Risiko spielten wie Jungen.

Jungs wählen das Risiko

Diesem ersten Test folgte ein Wettbewerb, in dem die Probanden je nach Wahl entweder ein fixer Lohn erwartete oder eine Belohnung nur des jeweils Besten einer Vierergruppe. Auch hier entschieden sich Schülerinnen aus Mädchenschulen ähnlich oft wie Jungen für Wettbewerb, während ihre Kolleginnen aus gemischten Schulen dem Leistungsvergleich aus dem Weg gingen, besonders wenn sie mit Jungen in der gleichen Gruppe waren.

"Typisch weiblich" ist im Beruf ein Nachteil

Erzieherische Einflüsse und sozialer Umgang mit Gleichaltrigen verstärken die Entwicklung "typisch weiblicher" Verhaltensweisen, die mitunter im Berufsleben nachteilig sind, schließen die Studienautoren. Diese Ergebnisse sollten jedoch nicht als Plädoyer für reine Mädchenschulen gewertet werden, da positive Effekte eines gemischtgeschlechtlichen Lernumfeldes durchaus überwiegen könnten. Eltern und Lehrer sollten jedoch darauf hinarbeiten, die Herausbildung potenziell schädlicher Geschlechterstereotypen in einem solchen Umfeld zu minimieren.

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