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Berufsausbildung: Viele Job-Chancen durch Studium plus Ausbildung

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Doppelabschluss  

Viele Job-Chancen durch Studium plus Ausbildung

15.04.2009, 13:59 Uhr | iri, dpa

Berufsausbildung: Viele Job-Chancen durch Studium plus Ausbildung. Studium und praktische Berufsausbildung ergänzen sich gut.

Studium und praktische Berufsausbildung ergänzen sich gut. (Bild: Archiv)

Lehre oder Studium? Wer nach der Schule vor dieser Frage steht, muss sich nicht unbedingt auf eines davon festlegen. Denn beides lässt sich auch kombinieren. Neben der Lehre im Betrieb auch noch an der Uni zu lernen, ist aber kein Zuckerschlecken- ein Doppelabschluss verlangt Absolventen daher einiges ab. Das Nachsitzen kann sich im Job später aber auszahlen.

Vielfältigere Jobperspektiven

Die Vorteile solcher Kombilösungen liegen auf der Hand: "Bei Absolventen mit einem Doppelabschluss seien die Jobperspektiven breiter gefächert als bei anderen", sagt Andrea Stertz vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) in Bonn. Sie seien in mehr Arbeitsbereichen einsetzbar und auch für höhere Posten qualifiziert.

Leichterer Berufseinstieg durch Rundum-Ausbildung

Eine Berufsausbildung und ein Studium ergänzen sich zudem gut: In der Lehre werden Azubis für die Praxis geschult, und an der Hochschule erhalten sie Einblicke in die Theorie und Forschung. Diese Rundum-Ausbildung erleichtert Stertz zufolge auch den Berufseinstieg für Hochschüler: "Absolventen sind so schneller im Betrieb einsetzbar und müssen keinen Praxisschock nach dem Studium befürchten."

Stetiger Zuwachs von Studenten in dualen Studiengängen

Die Ausbildung im Doppelpack ist im Kommen: So gibt es immer mehr Studenten in dualen Studiengängen, bei denen Theorie-Einheiten an der Hochschule mit Praxisphasen im Betrieb abwechseln. Das vom BIBB geleitete Projekt "Ausbildung Plus" verzeichnete im April 2008 einen Zuwachs um knapp zwei Prozent innerhalb eines Jahres. Auch die Zahl solcher Studiengänge ist in dieser Zeit um rund drei Prozent gestiegen. Stertz zufolge können angehende Studenten zwischen rund 700 Angeboten wählen.

Weniger Ferien, dafür mehr Arbeit

Allerdings sei eine solche Doppelausbildung auch sehr anstrengend, sagt Professor Bernhard Adams von der Fachhochschule Osnabrück, die ein Verbundstudium im Fach Maschinenbau anbietet. "Das ist also auch eine Typfrage, ob das für einen das Richtige ist - vielen wäre das wohl zu stressig." So starteten Teilnehmer in dem Studiengang im ersten Semester zwar wie gewöhnliche Lehrlinge mit der Ausbildung im Betrieb. Freitags müssten sie dann aber eine Extraschicht an der Hochschule einlegen und Informatik pauken, erläutert Adams. Später stünden drei Tage pro Woche im Betrieb und zwei Tage Hochschule auf dem Programm. "Für die Prüfungsvorbereitung muss man viel zu Hause lernen, das ist dann schon eine ziemliche Doppelbelastung." Und statt Semesterferien hätten Verbundstudenten nur soviel Urlaub, wie ihnen als Azubi zusteht.

Bachelor und Ausbildungsabschluss in acht Semestern

Dafür haben Teilnehmer nach acht Semestern einen Abschluss als Industriemechaniker und einen Bachelor in der Tasche. Sie sind damit wesentlich schneller fertig als Gesellen, die etwa nach einer kaufmännischen Lehre noch ein BWL-Studium draufsatteln. "Klassischerweise fangen viele ein FH-Studium erst nach einer abgeschlossenen Ausbildung an. Das hat den Nachteil, dass viele erst mit 27 in den Beruf starten und dann schon relativ alt sind", sagt Adams.

Studiengänge mit vertiefter Praxis

Für fertige Gesellen gibt es aber auch passende duale Studienangebote: Neben Modellen mit einem Doppelabschluss gebe es auch sogenannte Studiengänge mit vertiefter Praxis, erläutert Miriam Weich vom Projekt Hochschule Dual in München, das über entsprechende Angebote in Bayern informiert. Bei solchen Studiengängen wechselten Teilnehmer zwischen Betrieb und Hochschule, machten aber keine komplette Berufsausbildung. Dadurch seien diese Studiengänge etwas kürzer. "Das lohnt sich also zum Beispiel für diejenigen, die nach einer Ausbildung ein Studium beginnen und dabei weiter den Kontakt zur Firma halten wollen. Das hilft schließlich, um die eigenen Übernahmechancen zu erhöhen."

Gehalt schon während des Studiums

Beide Varianten haben außerdem den Vorteil, dass Studenten schon während der Ausbildung Geld verdienen - wie viel das ist, hängt vom Studienmodell und dem Tarif für den Ausbildungsberuf ab. Durchlaufen sie eine vollständige Lehre, erhielten sie zumindest für ihre Zeit im Betrieb ein reguläres Ausbildungsgehalt, erklärt Weich. Bei Studiengängen mit Praxisvertiefung sei das Entgelt je nach Vertrag verschieden.

Ein bis zwei Jahre Vorlaufzeit beim Bewerben einplanen

Um einen dualen Studienplatz zu bekommen, müssen Bewerber sich zuerst bei einem Partnerunternehmen der Hochschule um eine Lehrstelle oder einen Arbeitsvertrag kümmern. Das sollten sie frühzeitig angehen: Ein bis zwei Jahre Vorlauf seien in der Regel nötig, sagt Andrea Stertz vom BIBB. Auch müssten Bewerber sich auf eine harte Auslese einstellen, ergänzt Adams. Oft seien ein Auswahlgespräch und ein Probetag im Betrieb durchzustehen.

Duale Studiengänge vor allem im Wirtschaftsbereich

Die meisten dualen Studiengänge gibt es derzeit für angehende Wirtschaftsfachkräfte: Im April 2008 entfielen auf diesen Bereich 326 von 687 Angeboten, wie das Projekt "Ausbildung Plus" ermittelt hat. Dahinter folgen der Maschinenbau, die Informatik und die Elektrotechnik. Daneben gibt es solche Modelle aber auch im Sozialwesen. Meist sind sie an Fachhochschulen und Berufsakademien zu finden - letztere dürfen mittlerweile einen Abschluss vergeben, der dem Bachelor an einer Hochschule gleichgestellt ist.

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