Startseite
Sie sind hier: Home > Eltern > Familie >

Wirtschaftskrise: In der Krise wird auf Familie gesetzt

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Familienbericht  

In der Krise wird auf Familie gesetzt

15.07.2009, 12:10 Uhr | rev, dpa

Wirtschaftskrise: In der Krise wird auf Familie gesetzt. Besonders Familienväter sind von der Wirtschaftskrise betroffen. (Bild: Archiv) (Quelle: t-online.de)

Besonders Familienväter sind von der Wirtschaftskrise betroffen. (Bild: Archiv) (Quelle: t-online.de)

Die Mehrheit der Berufstätigen in Deutschland merkt von der schweren Wirtschaftskrise unmittelbar noch nichts. Für die meisten Menschen ist die Familie aber mehr und mehr das zweite soziale Netz neben den staatlichen Leistungen. Dies ist das Ergebnis einer Untersuchung zu Einstellungen und Lebensbedingungen von Familien in Deutschland unter dem Eindruck der Krise. Sie wurde am Dienstag in Berlin von der Geschäftsführerin des Allensbach-Instituts, Renate Köcher, und Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU) vorgestellt.

"Auf die Familie ist Verlass"

"Der Wirtschaftspolitik ist es relativ gut gelungen, die Bevölkerung gegen die Krise abzuschotten", sagte Köcher zu ihrer Untersuchung auf der Grundlage von 1800 Befragungen. "Die Grundmelodie in der Gesellschaft ist: Auf die Familie ist in guten und schlechten Zeiten Verlass", sagte von der Leyen.

Männer stärker betroffen als Frauen

37 Prozent der Beschäftigten gaben bei der Umfrage an, dass sie von der Krise betroffen sind. 49 spüren keine Auswirkungen. Männer sind stärker betroffen als Frauen, weil sie öfter in krisenanfälligen Berufen wie Maschinenbau und Autoindustrie arbeiten. Die direkte Krisen-Betroffenheit ist laut Köcher seit April sogar leicht rückläufig. Das Bild könne sich aber rasch ändern, sollten die Betriebe nach der Kurzarbeit-Zeit verstärkt zu Entlassungen greifen.

Finanzielle Unterstützung durch die Familie

Vor dem Hintergrund der Krise wächst die Bedeutung der Familien und damit auch der Familienpolitik. 60 Prozent der Bevölkerung sind überzeugt, dass sie bei lange andauernder Krise auf die finanzielle Unterstützung der Familie setzen können. Und fast drei Viertel der Bevölkerung (74 Prozent) vertrauten auch ansonsten auf die Hilfe der Familie, steckt man einmal in Schwierigkeiten. Bei Eltern mit minderjährigen Kindern sind es sogar 80 Prozent. Ganz oben auf der Forderungsskala an die Familienpolitiker steht eine stärkere Förderung von Familien mit Kindern aus sozial schwachen Verhältnissen, von Alleinerziehenden und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

Zu wenig Zeit für die Familie

Das auf Initiative von der Leyens in dieser Legislaturperiode eingeführte Elterngeld ist inzwischen gesellschaftlich voll akzeptiert. 77 Prozent der Befragten finden es gut. 61 Prozent klagen aber weiter über Zeitmangel für die Familie. Hier muss nach Ansicht von der Leyens auch die Familienpolitik in der nächsten Legislaturperiode ansetzen. Zentral ist für sie das Angebot eines Teilelterngeldes, um den Bezug dieser Lohnersatzleistung bei der Geburt eines Kindes flexibler einsetzen zu können.

Zeitmangel in der Familie

Häufigste Gründe für Zeitmangel

Väter

Mütter

Bevölkerung insgesamt

Berufliche Belastung

36 Prozent

20 Prozent

14 Prozent

Ungünstige Arbeitzeiten

16 Prozent

11 Prozent

7 Prozent

Beruflich viel unterwegs

14 Prozent

3 Prozent

4 Prozent

Lange Wege zur Arbeit

8 Prozent

9 Prozent

4 Prozent

Belastung durch Hausarbeit

1 Prozent

11 Prozent

3 Prozent

Kinder aus der Armut holen

Auch der Kinderzuschlag für Familien mit geringem Einkommen muss laut von der Leyen ausgebaut werden. Mit der bereits erfolgten Erweiterung dieser staatlichen Familienleistung seien 250.000 Kinder aus der Armut geholt worden. Der "Familienmonitor" zu den Lebensbedingungen der Familien in Deutschland wird jedes Jahr erstellt. Erstmals gab es die Untersuchung 2008.

Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Dumme Idee 
Sprung auf Hai zeugt nicht gerade von Intelligenz

Diese Aktion hätte auch gerne in die Hose gehen können. Video

Anzeige

Shopping
Shopping
Auf flachen Sohlen - Schuhe für die kühle Jahreszeit

Angesagte Stiefel, trendige Schnürer, klassische Stiefeletten u.v.m. jetzt entdecken bei BAUR.

tchibo.deOTTObonprix.deESPRITC&ACECILzalando.dedouglas.deKlingel.de

Anzeige
shopping-portal