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Bundestagswahl: Familienthemen im Wahlkampf

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Wahlkampf-Themen  

Familienthemen im Wahlkampf: Top oder Flop?

10.08.2009, 11:20 Uhr | mmh; rev; ots, t-online.de, dpa

Kita-Streik, fehlende Hort-Plätze, Lehrermangel, marodes Bildungssystem: Oft genug gibt es negative Schlagzeilen aus den Bereichen, die Eltern und Kinder besonders betreffen. Dabei betonen Politiker aller Parteien immer wieder, wie sehr ihnen die Familien am Herzen liegen. Sind dies nur Wahlkampfversprechen oder wirklich Herzensangelegenheit? Was wünschen sich Eltern wirklich von den Politikern? Teilen Sie uns Ihre Anliegen mit!

Uns interessiert Ihre Meinung: Schreiben Sie der Elternredaktion eine Mail - redaktion_eltern@telekom.de - mit Ihren Wünschen, Forderungen und Anregungen an die Politiker zu allen Themen, nicht nur Familie und Bildung. Wir tragen Ihre Statements zusammen und veröffentlichen sie. Wenn Sie wollen, nennen Sie uns bitte Ihr Alter und das Ihrer Kinder.

Betroffene ohne Stimme

Rund 14 Millionen minderjährige Kinder leben in Deutschland. Sie alle haben keine Stimme, wenn am 27. September der Bundestag gewählt wird, doch auch Kinder interessieren sich für Politik. Aber die meisten Eltern haben ein Wahlrecht und sollten es auch nutzen, um die Politik mit zu gestalten. Immer wieder wird diskutiert, das Wahl-Alter herabzusetzen, auch Kinder oder Jugendliche ein Stimmrecht zu geben oder Eltern pro Kind eine zusätzliche Stimme zuzuteilen. Würden Politiker dann die Rangordnung der Themen anders gestalten?

Bildung als Top-Thema

Ja, denn laut Umfrage würde das Wahlergebnis anders aussehen, wenn nur Menschen mit minderjährigen Kindern wahlberechtigt wären. Sie würden "linker" wählen als die Gesamtbevölkerung. Bildungspolitik ist das Top-Thema für Eltern bei der Bundestagswahl. Bildungs- und Familienfragen spielen für 62 Prozent der Eltern eine ebenso große Rolle bei ihrer Wahlentscheidung wie die Bekämpfung der Wirtschaftskrise. Für 24 Prozent sogar eine noch größere Rolle, das ergab eine Forsa-Umfrage, in der 1000 Mütter und Väter von Kindern unter 18 Jahren befragt wurden. Für eine bundesweite Vereinheitlichung des Bildungssystems sprachen sich 91 Prozent der Eltern aus.

Investitionen in Bildung gefordert

Zwei Drittel bevorzugen Investitionen in Bildungs- und Betreuungsangebote anstelle von direkten Zahlungen an Familien. Fast drei Viertel geben jedoch an, sie hätten von einer Betreuungsoffensive in der Familienpolitik der Bundesregierung noch nichts bemerkt. Dafür spricht auch, dass 43 Prozent sich ein flexibleres Betreuungsangebot wünschen, mit dem sich Familie und Beruf zukünftig besser vereinbaren lassen. Zwei Drittel bevorzugen Investitionen in Bildungs- und Betreuungsangebote anstelle von direkten Zahlungen an Familien. Fast drei Viertel geben jedoch an, sie hätten von einer Betreuungsoffensive in der Familienpolitik der Bundesregierung noch nichts bemerkt. Dafür spricht auch, dass 43 Prozent sich ein flexibleres Betreuungsangebot wünschen, mit dem sich Familie und Beruf zukünftig besser vereinbaren lassen.

Andere Themen wichtig

Doch Eltern sind nicht blind für andere Themen: Globale Wirtschaftskrise und nationale Familienpolitik, das ist den befragten Eltern gleich wichtig, auch Altersvorsorge ist ein großes Thema. Schließlich ist das Familieneinkommen und die Altersvorsorge stark von der wirtschaftlichen Lage abhängig.

Eltern suchen Entlastung in der Krise

In wirtschaftlichen Krisenzeiten die Erziehung von Kindern für viele Eltern eine besonders schwere Aufgabe ist. Die meisten Eltern stellen der Familienpolitik ein schlechtes Zeugnis aus und fordern unterstützende Maßnahmen des Staates, was nun eine weitere repräsentative Umfrage unter Eltern belegt: Die Ergebnisse einer GfK-Umfrage im Auftrag von "Baby und Familie" zeigt, dass Eltern vor allem entlastet werden wollen.

Kostenloser Kindergarten

Neun von Zehn (90,3 Prozent) meinen, zumindest das letzte Kindergartenjahr sollte für alle kostenlos sein. Mehr als acht von zehn befragte Mütter und Väter (84,7 Prozent) erwarten künftig flexiblere Arbeitszeitmodelle, um Beruf und Familie besser miteinander vereinbaren zu können. Drei Viertel der Eltern (75,4 Prozent) haben große Sorge, dass ihre Kinder später keinen Arbeitsplatz finden werden. Sechs von zehn Befragten (57,8 Prozent) stehen unter so großem finanziellem Druck, dass sie sich mehr Kinder einfach nicht leisten können. Mehr als die Hälfte der befragten Eltern (53,5 Prozent) sind daher der Ansicht, es solle zusätzlich ein allgemeiner Solidaritätsbeitrag für Kinder eingeführt werden.

Fazit

Betreuungsoffensive war da was? Babyboom? Investition in die Bildung? Eltern sehen einen großen Handlungsbedarf in Sachen Familienpolitik: Klarere Linien, mehr Unterstützung, bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf, bessere finanzielle Fördermöglichkeiten

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