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Versicherung für Schulkinder - was ist zu beachten?

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Absicherung für Schulkinder - was ist zu beachten?

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Versicherung für Schulkinder - was ist zu beachten?. Kind mit Schulranzen zwischen parkenden Autos auf dem Schulweg.

Falls in der Schule oder auf dem Schulweg etwas passiert: Was ist bei Versicherungen für Schulkinder zu beachten? (Bild: Imago)

Für viele Kinder beginnt mit dem ersten Schuljahr der Ernst des Lebens. Damit den Kleinen nichts zustößt, üben viele Eltern mit den neuen ABC-Schützen schon seit Tagen den Schulweg. Und wenn aber doch was passiert - in der Schule, im Landschulheim oder beim Spielen daheim? Es folgen die wichtigsten Fragen und Antworten im Überblick.

Wie viel Absicherung muss sein?

Erstaunlich wenig, sagt Michael Wortberg von der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz. Den Basisschutz, die gesetzliche Unfallversicherung, spendiert der Staat automatisch und kostenfrei. Darüber hinaus sei die private Haftpflichtversicherung für Eltern ein Muss und eine Kinderinvaliditäts-Versicherung ein überlegenswertes Extra. Das Sammelsurium an teuren Policen, das von einigen Versicherungsberatern gern schon zum Schulstart verkauft werde, sei "rausgeschmissenes Geld", erläutert Wortberg.

Was leistet der Staat?

Die gesetzliche Unfallversicherung sichert schon Babys in der Kinderkrippe ab sowie den Nachwuchs in Kindergarten, Schule und Hort. Ob das Kind beim Sportunterricht vom Barren fällt, auf dem Schulweg vom Rad stürzt oder bei einer Rauferei auf dem Schulhof verletzt wird: Für die Kosten kommen die Unfallversicherungsträger der öffentlichen Hand auf. Versichert sind der Unterricht, die Pausen und Schulveranstaltungen wie Ausflüge, Besichtigungen, Wandertage, Ferienlager. Voraussetzung: Die Veranstaltungen laufen unter der Aufsicht von Lehrern und Erziehern oder durch die Schule beauftragte Eltern. Ebenfalls versichert ist der Weg zur Schule und nach Hause sowie die schulisch organisierte Hausaufgaben- oder Mittagsbetreuung. Am meisten passiert laut Unfallkassen beim Schulsport und in der Pause. Die folgenreichsten Verletzungen passierten aber auf dem Schulweg. Die Unfallkasse übernimmt im Ernstfall sämtliche Kosten für die ambulante oder stationäre Behandlung und Pflege des Verletzten. Bleiben schwere Gesundheitsschäden, bekommt der Versicherte eine Rente. Nicht versichert sind sämtliche Freizeitaktivitäten. Verunglückt ein Kind beim Spielen am Nachmittag, geht das den Staat nichts mehr an. Für solche Fälle kann man sich zusätzlich privat versichern.

Was ist mit der privaten Unfallversicherung?

Sie ist eine Ergänzung zum gesetzlichen Schutz, dessen Leistungen auch in der Höhe begrenzt sind. Die Privatpolice schützt ein Kind auch in der Freizeit, rund um die Uhr, weltweit. Für eine Versicherungssumme von 200.000 Euro müssten Eltern um die 90 Euro Beitrag im Jahr zahlen, wie Bianca Boss vom Bund der Versicherten (BdV) erläutert. Doch auch dieses Plus ist nicht perfekt. Die reine Unfallversicherung zahlt nur bei Invalidität durch einen Unfall, nicht aber nach schwerer Krankheit. "Deshalb nicht notwendig", betont Wortberg.

Ist die Kinderinvaliditäts-Versicherung eine Alternative?

Ja. Für ein Extra-Auffangnetz sei das die erste Wahl, sagt Verbraucherschützer Wortberg. Die Versicherung deckt nicht nur Invalidität durch Unfall ab, sondern auch durch Erkrankung wie etwa Leukämie, Hirnhautentzündung oder Kinderlähmung. Sie zahlt im Ernstfall entweder eine Rente fürs Kind, eine Einmalsumme oder eine Kombination aus beidem. Experten von Stiftung Warentest raten, eine Monatsrente von mindestens 500 Euro abzusichern oder 100.000 Euro Einmalzahlung. Die Prämie liegt bei dieser Summe bei rund elf Euro im Monat.

Wie sieht es mit anderen Policen aus?

Versicherer bieten gern Ausbildungs- und Aussteuerversicherungen an. Dahinter stecken meist kleine Kapitallebensversicherungen oder fondsgebundene Rentenversicherungen, die viele Jahre laufen sollen. Dieser finanzielle Schutz sei vor allem vorteilhaft für den Finanzberater, findet Wortberg. Startet der Nachwuchs später in Studium oder Beruf, sei das Draufsatteln einer Berufsunfähigkeitsversicherung dagegen empfehlenswert.

Wozu ist die private Haftpflicht gut?

Damit bekommen Eltern Schäden ersetzt, die ihre Kinder ab sieben Jahren anrichten. Ab diesem Alter - im Straßenverkehr ab zehn Jahren - gelten Kinder per Gesetz als deliktsfähig und können haftbar gemacht werden. Ratsam: Policen auswählen, die auch zahlen, wenn jüngere, schuldunfähige Kinder etwas anstellen, meint Wortberg.

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