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Rendite  

Geld und Versicherungen unter dem Weihnachtsbaum

08.10.2009, 14:12 Uhr | bv, dpa, dpa-tmn, t-online.de

Geld und Versicherungen unter dem Weihnachtsbaum. Geld lässt sich in verschiedenen Formen verschenken (Foto: imago)

Geld lässt sich in verschiedenen Formen verschenken (Foto: imago)

Wer seinen Kindern, Enkeln oder dem Patenkind zu Weihnachten Geld schenken möchte, um beispielsweise die Ausbildung oder das Studium zu unterstützen, hat neben dem Bündel Scheine noch andere Möglichkeiten, die im Laufe der Zeit unterschiedliche Renditen abwerfen. Deshalb sollte die Form der Anlage sorgfältig gewählt werden.

Risikovorsorge schmälert Sparanteil

Ausbildungsversicherungen stehen laut dem Bund der Versicherten (BdV) in Henstedt-Ulzburg bei Hamburg ganz oben auf der Liste der vermeintlich sinnvollen Geschenke. "Das lohnt sich aber gar nicht", sagt Thorsten Rudnik. "Das sind nichts anderes als Kapitallebensversicherungen", und von diesen rate der BdV grundsätzlich ab, weil der Risikoanteil vom eingezahlten Sparbetrag abgeht. Und das behindere das angestrebte Sparen.

Schlechte Rendite

Die "schöne Bescherung" gebe es dann bei Fälligkeit - in Form einer schlechten Rendite. "Wenn die Omi die Versicherung für den Enkel abschließt, beträgt der Risikoanteil aufgrund ihres Alters fast die Hälfte", sagt Rudnik. Unter dem Strich komme beim Sparen dann sehr wenig heraus. Eine Alternative sei, den Enkel selbst als Versicherungsnehmer auszuweisen, aber jemand anderen als Beitragszahler. Eltern, zum Teil auch das Vormundschaftsgericht müssen zustimmen.

Keine Einschränkung beim Verwendungszweck

Der Vorteil ist dann eine etwas höhere Rendite. Der Nachteil ist, dass der Nachwuchs ab der Volljährigkeit mit dem Ersparten machen kann, was er will. Ein Veto à la "Nur für's Studium gedacht" gebe es nicht. "Versicherung und Vermögensaufbau sind - auch unter dem Christbaum - klar zu trennen", folgert daher Elke Weidenbach von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Für die Risikoabsicherung gelte aber etwas anderes: "Sollten Lücken bestehen, spricht nichts gegen eine Police zum Fest."

Kreativität beim Verschenken gefragt

In diesem Fall wird das Verschenken allerdings wenig romantisch geraten müssen: "Da Versicherungen persönlich abzuschließen sind, lassen sie sich nur schwer verschenken", sagt Rudnik. Die Kinder müssen den Vertrag also mitunterzeichnen - das kann dann erst nach dem Fest geschehen. Eltern, Großeltern oder Paten könnten aber einen "Kostenübernahme-Gutschein" unter die Tanne legen.

Kostenübernahme als weitere Möglichkeit

Kann sich zum Beispiel der 18-jährige Enkel, frischgebackener Dachdecker-Geselle, eine Berufsunfähigkeitsversicherung von 80 Euro im Monat nicht leisten, geben Oma und Opa dafür besser einen Zuschuss als Bares für den freien Konsum. Für Berufseinsteiger sei ebenfalls eine Kostenübernahme für die elementare Haftpflichtversicherung sinnvoll, gegebenenfalls auch für einen Hausratschutz. Minderjährige Kinder und Studenten seien dagegen meist über die Eltern mitversichert - hier biete sich also allenfalls eine Übernahme der Kfz-Versicherung an.

Vorsicht bei BAföG

Wenn die Existenz gesichert ist, spreche auch nichts gegen die Geldanlage zu Weihnachten. Der Einzelfall sollte hier das Produkt bestimmen. Denn zum Beispiel könnten BAföG-Empfänger sogar ihre Ansprüche verlieren, wenn Oma ein dickes Sparbuch auf den Namen des Enkels angelegt hat. Und Eltern könnten in besonderen Fällen den Kindergeld-Anspruch verlieren, erläutert Stefanie Kühn, unabhängige Finanzplanerin aus Grafing bei München.

Wer sich traut, kann auch Aktien verschenken

"Nicht nur auf die Rendite schauen", rät Christian Lipicki vom Bundesverband deutscher Banken in Berlin. Aktien seien eine "wunderbare Sache" zum Verschenken - allerdings setzen die meisten derzeit lieber auf Sicherheit. Und wenn das Geld an einem Stichtag verfügbar sein muss, empfehle er eher festverzinsliche Wertpapiere.

Nichts Handfestes zum Einpacken

"Aktien für jemand anderes zu kaufen, geht nicht. Man muss über das Depot der Kinder gehen oder aber das Depot übertragen", sagt Kühn - und damit ist dann auch die Verfügungsgewalt übertragen. Außerdem gebe es nichts Handfestes zum Einpacken, da Wertpapiere heute virtuell in das Depot wandern: "Da muss man kreativ werden und zum Beispiel einen Spielzeug-Porsche schenken, als Bild für die Aktien des gleichnamigen Konzerns."

Gold glänzt

Strahlende Kinderaugen erzielen Eltern laut Kühn mit dem Geschenk von Gold: "Münzen kommen in einer Schatulle. Die kann man herausnehmen und die glänzen." Außerdem gelte das Edelmetall als krisensicher und ist auch als Mini-Barren zu haben. Günstiger ist eine Feinunze oder weniger, zum Beispiel als Krügerrand, eine weltweit anerkannte und gehandelte Münze.

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