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Verkehrssicherheit  

So fahren Kinder sicher Fahrrad

19.03.2016, 11:54 Uhr | Jenni Zwick, t-online.de

Verkehrssicherheit: So fahren Kinder sicher Fahrrad. Bevor Kinder mit dem Fahrrad am Straßenverkehr teilnehmen, müssen sie die Verkehrs- und Sicherheitsregeln kennen (Quelle:  Sebastian Kahnert/ZB)

Bevor Kinder mit dem Fahrrad am Straßenverkehr teilnehmen, müssen sie die Verkehrs- und Sicherheitsregeln kennen. (Quelle: Sebastian Kahnert/ZB)

Endlich selbst Fahrrad fahren! Die meisten Kinder sind stolz, wenn sie sich auf ihr eigenes Rad schwingen dürfen. Mit einer guten Verkehrserziehung können auch jüngere Kinder sicher am Straßenverkehr teilnehmen. Was der Gesetzgeber von den Fahranfängern und Eltern fordert und wie man Kinder gut

Der Straßenverkehr ist für Kinder, die gerade Fahrradfahren gelernt haben, sehr anspruchsvoll. Sie müssen nicht nur das Fahrrad beherrschen, sondern auch viele Dinge beachten, die rundherum passieren. Deshalb ist Geduld gefragt. Durch das Fahren von Nebenstrecken, die sich häufig wiederholen, beispielsweise der Weg in den Kindergarten, machen Sie Ihr Kind sicher für größere Straßen mit mehr Verkehrsaufkommen. Anfangs sollten Sie nicht selbst Rad fahren. Nur so sind Sie im Geschehen und können in einer Gefahrensituation eingreifen, ohne erst vom Rad steigen zu müssen. Das Kind sollte natürlich nicht zu weit vorneweg fahren.

In die Perspektive des Kindes hineinversetzen

Beobachten Sie Ihr Kind, lernen Sie seine Gefahrensensibilität kennen. Vergessen Sie dabei nicht, dass die Wahrnehmung Ihres Kindes noch immer anders ist als Ihre: Ein Kind hat ein engeres Blickfeld als ein Erwachsener. Da es nach links und rechts eingeschränkt ist, bemerkt es seitlich nahende Fahrzeuge recht spät. Auch Geräusche können Kinder noch nicht so gut orten wie Erwachsene. So erkennen sie oft nicht rechtzeitig, aus welcher Richtung Motorengeräusche kommen. Kinder können Geschwindigkeiten und Bremswege erst in fortgeschrittenem Grundschulalter einigermaßen richtig abschätzen. Durch Beobachten können Sie einschätzen, was Sie Ihrem Kind zutrauen können und wann es sich einigermaßen sicher im Straßenverkehr bewegen kann.

Folgende Fertigkeiten sollten Kinder trainieren

  • Gefahrensituationen erkennen und voraussehen wissen, wie sie Gefahren vermeiden können und wie sie sich in riskanten Situationen verhalten sollen.

  • Entfernungen und Geschwindigkeiten von Fahrzeugen einschätzen.

  • aufmerksam sein und sich auf die für ihre Sicherheit wichtigen Aspekte des Straßenverkehrs konzentrieren.

  • sich durch die vielfältigen Reize unserer Umwelt nicht ablenken lassen.

  • das Verhalten anderer Verkehrsteilnehmer/innen einschätzen und voraussehen können.

  • ihren Bewegungsapparat ausreichend beherrschen und koordinieren können.

Das sagt das Verkehrsrecht

Kinder bis zum Alter von acht Jahren müssen auf dem Gehweg statt auf der Straße fahren. Auch auf dem Fahrradweg dürfen sie noch nicht fahren, außer, es ist ein Geh- und Fahrradweg in einem. Kinder bis zehn Jahren dürfen auf dem Gehweg fahren, müssen aber noch nicht. Erwachsene dürfen laut Straßenverkehrsordnung (StVO) dort nicht fahren. Sie müssen getrennt von den Kindern fahren - auf der Straße oder auf dem Radweg.

Wer ein Kind begleitet, das noch nicht im Straßenverkehr geübt ist, hat die Aufsichtspflicht und muss bei Fehlverhalten schnell reagieren können. Wenn die Eltern also nicht in der Nähe des fahrenden Kindes sind, verletzen sie ihre Aufsichtspflicht. Fahren die Erwachsenen allerdings mit auf dem Gehweg, so verhalten sie sich ordnungswidrig und müssen bei einem Unfall ebenfalls haften.

Der Allgemeine Deutsche Fahrradclub (ADFC) sieht darin eine Gesetzeslücke und empfiehlt, dass Eltern ihre Kinder mit auf der Straße fahren lassen. Allerdings nur, wenn die Kinder in verkehrsberuhigten Bereichen oder Parks die Grundregeln gelernt haben und sicher auf dem Rad sitzen. In diesem Fall sollten die Eltern einige Meter versetzt hinter ihrem Kind herfahren, damit sie das Kind vor dem Autoverkehr, der von hinten kommt, schützen können. Durch die gemeinsame Fahrt auf der Straße hätten die Erwachsenen die Situation im Blick, so der ADFC. Wenn zwei Erwachsene mitradeln, können sie die Kinder in den "Kasten" nehmen: ein Erwachsener voraus, einer hinterher.

Helmpflicht wäre sinnvoll

Viele Experten plädieren für eine Helmpflicht, doch diese besteht in Deutschland bislang nicht. Laut der Bundesanstalt für Straßenwesen (BAST) tragen nur 42 Prozent der Kinder bis zehn Jahren und nur sieben Prozent aller Fahrradfahrer einen Helm. Laut jüngeren Gerichtsurteilen erhalten Kinder bei einem Fahrradunfall mit Kopfverletzungen auch dann vollen Schadensersatz, wenn sie keinen Schutzhelm getragen haben.

Wer haftet bei einem Unfall?

Kinder haften bis zu zehn Jahren nicht für Schäden, die sie bei einem Unfall mit einem Fahrzeug verursachen. Passiert ihnen selbst etwas, erhalten sie auch bei eigenem Verschulden - etwa Missachtung der Vorfahrt - vollen Schadenersatz. Anders ist die Regelung bei parkenden Autos: Fährt ein Kind, das älter als sieben Jahre ist, gegen ein abgestelltes Kraftfahrzeug, so kann es abhängig von seiner individuellen Einsicht für den Schaden selbst verantwortlich sein. Darüber hinaus kommt auch eine Haftung der Eltern in Betracht. Diese müssen sich davon überzeugen, dass sich ihr Kind im Straßenverkehr alleine sicher bewegen kann.

Sicherheit des Fahrrads

Durch ein verkehrssicheres Fahrrad können Sie die Gefahren für Ihr Kind ebenfalls eindämmen. Das fängt bei der passenden Größe des Rades an und hört bei der richtigen Beleuchtung auf. Deshalb sollte Ihr Kind, auch wenn das Fahrrad ein Geschenk ist,  Probe gefahren sein.

Das richtige Maß: Das Kind sollte auf dem Sattel sitzend mit beiden Fußspitzen bequem den Boden erreichen. Wichtig ist - auch für die gute Übersicht im Verkehr – eine aufrechte Haltung. Voraussetzung dafür ist der richtige Abstand und die entsprechende Form des Lenkers: Die Knie dürfen nicht an den Lenker stoßen. Die Sicherheitsgriffe sollten rutschfest sein, genauso wie die Pedale. Das Fahrrad sollte über eine Klingel verfügen und die Vorderbremse sollte leichtgängig sein, so dass auch eine schwache Kinderhand sie drücken kann, während der Daumen am Lenker bleibt.

Außerdem muss das Fahrrad über Licht verfügen: ein nach vorn wirkender, dynamobetriebener Scheinwerfer mit weißem Licht; je zwei gelbe Speichenrückstrahler an Vorder- und Hinterrad. Laut dem ADFC sollten keine Flaschenhalter an das Rad montiert werden, da diese beim Auf- und Absteigen stören können. Der Verband empfiehlt, auf großen Hupen, Propeller oder bunte Signalfähnchen zu verzichten, da diese ablenken und die Fähnchen Passanten im Gesicht treffen könnten.

hätte. Mehr aus eigener Erfahrung: "Ich selbst bin beim Bergauffahren schon einmal gestürzt. Aber das war gar nicht schlimm", erzählt sie. Dank Helm.

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