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Familie: Erwerbstätige Frauen

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Ungeplanter Rollentausch

18.01.2010, 10:32 Uhr | nak, t-online.de

Familie: Erwerbstätige Frauen. Frau steckt fünfzig Euro in Sparschwein.

Immer mehr Frauen steuern den Hauptteil zur Familienkasse bei. (Bild: imago)

Immer mehr Frauen sind die Hauptverdiener der Familie. Schon in knapp jedem fünften Haushalt beziehen sie das Haupteinkommen. Dies geht aus einer Studie des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung hervor. Die Ergebnisse wurden jetzt bei der Bundesfrauenkonferenz des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) "Frauen bestimmt" in Berlin vorgestellt.

Mehr Frauen als Familienernährerinnen

Lange Zeit waren die Männer Alleinverdiener oder trugen zumindest den Hauptteil zum Familieneinkommen bei. In den letzten 15 Jahren hat sich dies jedoch geändert: Die Erwerbstätigkeit und auch das Einkommen der Frauen ist in dieser Zeit rasant gestiegen. Schon in 34 Prozent der Mehrpersonenhaushalte steuert überwiegend eine Frau den Großteil zum Familienunterhalt bei, so Christina Klenner, Referatsleiterin für Frauen- und Geschlechterforschung im WSI. Davon erwirtschaften 16 Prozent als Singles ihren eigenen Lebensunterhalt, 18 Prozent seien Familienernährerinnen.

Klassische Rollenverteilung überwiegt

In 16 Prozent der Erwerbshaushalte steuern beide Partner ungefähr gleich viel zum Familieneinkommen bei. Dennoch kommt der Studie zufolge dem Mann als Familienernährer noch immer die wichtigste Rolle zu. In 48 Prozent der Haushalte herrscht die traditionelle Rollenverteilung vom Mann als Ernährer.

Unfreiwillige Rolle der Frau

Dass die Frau zur Familienernährerin wird, ist nicht zwangsläufig geplant, so das Ergebnis der Studie. Vielmehr zwingen andere Faktoren, wie Arbeitslosigkeit des Partners oder sein geringes Einkommen, Frauen in die unfreiwillige Rolle der Familienernährerin. So werde befürchtet, dass als Auswirkung auf die Wirtschaftskrise die Bedeutung dieser beiden Faktoren noch steigen werde. Auch alleinerziehende Frauen (sechs Prozent) stehen in der Verantwortung, das Familieneinkommen zu erarbeiten.

Arbeiten trotz geringem Einkommen

Doch nicht immer hat die Familienernährerin gute Einkommenschancen. Im Unterschied zu Haushalten mit männlichem Familienernährer sind Haushalte, in denen Frauen den Hauptteil des Haushaltseinkommens erwirtschaften, überdurchschnittlich häufig im unteren Bereich der Einkommensskala zu finden. Die oft benachteiligte Position von Frauen am Arbeitsmarkt und in den Betrieben wird dann, wenn Frauen Familienernährerinnen sind, direkt an ihre (Ehe)Partner und Kinder weitergegeben. Die veränderten Geschlechtermodelle stellen neue Anforderungen an eine moderne Sozial- und Arbeitsmarktpolitik, so Klenner.

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