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Wiedereinstieg nach der Babypause

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Mit Power und Plan zurück in den Job

07.04.2010, 18:56 Uhr | mmh, t-online.de

Wiedereinstieg nach der Babypause. Mutter in Business-Outfit mit Tochter.

Der gelungene Wiedereinstieg nach der Babypause beginnt mit dem durchdachten Ausstieg. (Bild: Imago) (Quelle: imago)

Vor dem Wiedereinstieg nach der Babypause steht der Ausstieg. Schon der muss gut vorbereitet sein, damit die Türen der weiteren Karriere nicht zuschlagen. Motivation alleine genügt nicht. Um den Wiedereinstieg in den Beruf erfolgreich zu meistern, müssen Frauen vor allem eines perfekt können: planen und organisieren. Aber das lernen sie während der Elternzeit.

Rückkehr gut vorbereiten

Je konkreter ihre Pläne sind, desto besser. Aber keiner kann Sie festnageln. In dem Gespräch, in dem der Chef vom Babyglück erfährt, können Sie schon mal andeuten, wann Sie sich eine Rückkehr vorstellen können, ob Sie vielleicht auch Urlaubsvertretungen übernehmen wollen. Konkret müssen Sie aber erst nach der Geburt alles regeln.

Die Ausstiegsphase im Job

Kein Chef lässt gute Mitarbeiter gerne ziehen, deshalb sind die Reaktionen auch oft so seltsam gefühllos: während sie an das Babyglück denken, denkt er nur an den entstehenden Personal-Engpass. Keine Mutter muss sich für die Schwangerschaft entschuldigen oder um eine Rückkehr betteln, beides ist ihr gutes Recht. Wer keine besonderen Auflagen wie Nachtdienst zu beachten hat, sollte mindestens bis zur 14. Woche warten, um Kollegen und Chef zu informieren. Betonen Sie Ihren Rückkehr-Willen und erläutern Sie ihre Pläne, damit auch die andere Seite planen kann. Sie sollten auch rechtzeitig um ein Zwischenzeugnis bitten und gelegentlich daran erinnern. Schließlich werden Sie eine ganze Weile weg sein, in der Zeit kann sich vieles ändern, beispielsweise kann auch der Chef wechseln. Halten Sie alle Zusagen schriftlich fest, genau für den Fall.

Szenarien entwickeln

Schlagen Sie dem Chef konkrete Lösungen für die Zeit nach der Babypause vor, beispielsweise den Umfang von Teilzeitarbeit, die Einrichtung eines Home-Office oder die Betreuung von kleineren Projekten.

Betreuungskonzept erstellen

Das Kind ist noch nicht da und man soll schon wieder an den Einstieg und die Betreuung denken? Ja, denn die Wartelisten sind lang! und mit dem Betreuungskonzept steht und fällt die Rückkehr in den Job. Holen Sie Meinungen ein, Fragen Sie nach Erfahrungen, finden Sie heraus, wie ihr Kind betreut werden soll. Vielleicht bezahlt auch der Arbeitgeber einen Zuschuss oder verfügt sogar über Krippenplätze? Auch an den Betreuungsmöglichkeiten werden sich das Teilzeit-Modell und die zukünftigen Arbeitszeiten orientieren.

Übergabe organisieren

Eine perfekt durchgeplante Übergabe Ihres Arbeitsplatzes und eine gute Beziehung zu Kollegen und Vorgesetzten wird Ihnen die Rückkehr ebenfalls erleichtern. Schon in den letzten Wochen sollten Sie Abläufe und Ansprechpartner genauer als sonst dokumentieren, damit selbst bei einer überstürzten Übergabe alles für einen Nachfolger nachvollziehbar wird.

Kontakt halten

Ihr Leben krempelt sich völlig um, im Büro geht es einfach weiter - ohne Sie. jetzt ist wichtig: Signale senden, die sagen: Ich will wieder kommen, ich gehöre noch zum Team. Halten Sie Kontakt, gehen Sie zur Weihnachtsfeier, stellen Sie ihr Baby den Kollegen vor, verabreden Sie sich mit den Kollegen in der Stammkneipe, schicken Sie Geburtstagsgrüße. Je nach Position kann man weiterhin in Entscheidungsprozesse eingebunden bleiben und in E-Mail-Verteilern bleiben.

Auf dem Laufenden bleiben

Nutzen Sie die Zeit, mal aus der Distanz den Job und die bisherige Tätigkeit zu betrachten. Was lässt sich effektiver gestalten? Was wollten Sie schon immer mal vertiefen? Weiterbildungsangebote können Sie auch in der Babypause nutzen, zum Teil sogar als Fernkurs. Nutzen Sie Mitarbeiterzeitschriften, Intranet und E-Mail-Verteiler als Informationsquelle.

Delegieren lernen

Bügeln, putzen, einkaufen, Kind abholen - das muss man nicht alles alleine machen. Beauftragen Sie Profis, Dienstleister oder liebe Helfer aus der Familie. Auch wenn es mit Kosten verbunden ist, dieses Delegieren schafft unbezahlbare Freiräume für die Familie. Und verhindert Stress und schlechtes Gewissen.

Der erste Tag

Während der Babypause haben Sie mit ihrem Personalchef die zukünftige Position, den Einsatz und den Termin für den Wiedereinstieg abgeklärt. es kann wieder losgehen. Vielleicht markiert ein neues Outfit nach dem bequemen Mami-Look auch äußerlich den neuen Abschnitt. Sicherlich ist jede Frau dabei schrecklich aufgeregt. Aber: Sie haben in dieser Phase absolut neue Kompetenzen dazu gewonnen, die Sie jetzt gezielt einsetzen können.

Beruf und Familie im Einklang

Familienfreundliche Arbeitszeiten und Betriebskindergärten sind noch nicht die Regel. Auch, wenn auf diesem Gebiet gerade ein Bewusstseinswandel vor sich geht, gibt es nach wie vor keine Standardlösung für ein optimales Verhältnis zwischen Beruf und Familie. Aber es gibt eine Menge Möglichkeiten, beides so gut wie möglich in Einklang zu bringen. Von flexiblen Arbeitszeitmodellen bis hin zu Telearbeitsplätzen, vom Au-pair bis zur Krippe. Frühzeitige und zielstrebige Planung ist dafür unbedingt nötig. Schauen Sie über den Tellerrand: Wie machen es andere Unternehmen? Manche haben spezielle Mütter-Coachings, denn sie wissen, die Kompetenz von Müttern ist entscheidend und viel zu kostbar, um sie nicht zu nutzen.

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