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Kinderbetreuung für Job-Moms

22.04.2010, 17:43 Uhr | nak, Simone Blaß, t-online.de

Kinderbetreuung für Job-Moms. Frau im Büro.

Wenn's im Job wieder später wird, muss die Kinderbetreuung organisiert sein. (Bild: Imago)

16:00 Uhr: In einer halben Stunde schließt der Kindergarten und der Weg nach Hause ist mindestens genauso lang. Besonders ärgerlich: die Präsentation hätte längst fertig sein müssen. Was tun, wenn der Chef heute mal wieder auf Überstunden pocht? Berufstätige Eltern stoßen bei Kollegen und Vorgesetzten häufig auf Unverständnis, wenn sie pünktlich um 16 Uhr gehen müssen, da sie noch vor halb fünf ihren Nachwuchs aus der Kita oder dem Hort abholen müssen. Eine Betreuungsperson muss her! Nicht jede Familie hat das Glück, dass Großeltern oder andere Verwandte in der Nähe wohnen. Doch wer kann dann auf die Kinder aufpassen, solange man im Büro ist?

Flexible Öffnungszeiten in der Kita

Wie sieht es überhaupt seitens der Einrichtung aus? Schließt die Kita wirklich um 16:30 Uhr und setzt ein Kind vor die Tür oder sind die Erzieherinnen verpflichtet, es weiter zu betreuen? Manche Kindergärten bieten schon flexible oder verlängerte Öffnungszeiten an. Hier kann man sein Kind außerhalb der Kernöffnungszeiten noch länger betreuen lassen. Ein Kindergarten mit Öffnungszeiten zwischen 7:30 Uhr und 16:30 Uhr bietet zum Beispiel eine Frühbetreuung ab 6:45 Uhr an sowie eine Spätbetreuung bis 18:00 Uhr oder sogar 20:00 Uhr. Diese Zeiten müssen Eltern dann extra buchen. Die Kosten belaufen sich dabei etwa auf 25 Euro pro Wochentag im Monat. Zum Beispiel braucht man eine Abendbetreuung für Montag und Dienstag, diese würde dann 50 Euro monatlich extra kosten.

Abholpersonen benennen

Fehlt der Kita oder dem Hort dieses Angebot, bleibt oft nur die Möglichkeit, einen Babysitter einzuspannen. Zwar können die Erzieherinnen können ein Kind nicht alleine lassen, sondern müssen warten, bis es abgeholt wird. Dennoch sollte dies seitens der Eltern nicht vorkommen. Für diesen Fall gilt in den meisten Einrichtungen die Regelung, zwei bis drei Abholpersonen zu benennen und dies schriftlich mitzuteilen. So ist gewährleistet, dass auch jemand anderes einspringen kann, wenn Mama es mal nicht so früh schafft.

Wie finde ich einen geeigneten Babysitter?

Wenn nicht Großeltern oder befreundete Eltern dies übernehmen können, bleibt noch die Möglichkeit, dass ein Babysitter die Kinderbetreuung übernimmt. Die einfachste und meist effektivste Art und Weise, einen geeigneten Babysitter für sein Kind zu finden, ist es, sich bei anderen Eltern beziehungsweise in der Nachbarschaft umzuhören. Auch Aushänge in Kindergärten, Schulen und Gemeinden bringen, neben zahlreichen Babysitterbörsen im Internet, oft den erwünschten Erfolg. Vielerorts werden von Kirchen, Familienbildungsstätten oder Vereinen wie dem Kinderschutzbund oder dem Deutschen Roten Kreuz Kurse zum Erwerb eines "Babysitterdiploms" angeboten und Absolventen an Eltern weitervermittelt.

Die Premiere

Hat man sich für einen Babysitter entschieden, dann sollte man das erste Mal gemeinsam mit ihm und dem Kind verbringen. So merkt man schnell, ob die beiden sich gut verstehen. Beim zweiten Treffen kann man sie dann immer wieder mal für kurze Zeit alleine lassen, sollte aber in der Nähe bleiben. Wichtig ist, sich vom Kind zu verabschieden, wenn man geht und sich nicht einfach davonzustehlen. Vor allem wenn es noch klein ist, merkt es dadurch, dass es sich auf seine Eltern verlassen kann und sie wiederkommen werden. Der Babysitter sollte die entscheidenden Räume in der Wohnung wie Küche oder Bad kennen und auch wissen, welche Zimmer für ihn eventuell tabu sind. Eine vorbereitete Liste mit allen Notfallnummern und ein Besprechen der geltenden Regeln schaffen Sicherheit auf beiden Seiten.

Regeln sind wichtig

Grundsätzlich gilt, dass der Babysitter die familienüblichen Regeln einzuhalten hat. Essens- und Fernsehgewohnheiten, Bettzeiten und  bestimmte Rituale sollte er genauso gut kennen wie eventuelle Allergien und Abneigungen.  Auch sollte er wissen, welche Gefahrenpunkte im Haushalt lauern und ob möglicherweise entwicklungsbedingte Schwierigkeiten oder auch Ängste auftauchen können und wie er damit umgehen soll. Passt ein Babysitter auf ein Kind auf, während es schläft, kann man ihm erlauben, das Telefon für Privatgespräche zu nutzen, fernzusehen oder auch eine Freundin mitzubringen. Wie weit man in diesem Punkt gehen möchte, muss man selbst entscheiden, sollte es aber vorher unbedingt zur Sprache bringen, um Missverständnisse zu vermeiden.

Gesetzliche Regelungen

Das Jugendarbeitsschutzgesetz besagt, dass Kinder und Jugendliche nicht arbeiten dürfen. Es gibt aber Ausnahmen: Wenn die Erziehungsberechtigten zustimmen, dürfen Jugendliche bereits ab 13 Jahren leichte Tätigkeiten übernehmen. Die Voraussetzungen dafür kann man unter §5 Verbot der Beschäftigung von Kindern nachlesen. Babysitter müssen bei der gesetzlichen Unfallversicherung angemeldet werden. Auch sollte man klären, inwieweit der Babysitter haftpflichtversichert ist, beziehungsweise die eigene Haftpflichtversicherung bei Schäden greift. Missgeschicke wie ein Fleck auf dem weißen Teppich oder eine zu Bruch gegangene teure Schüssel sind schnell passiert. Und auch größere Schäden an Gegenständen und Personen werden so zumindest finanziell abgesichert.

Angemessene Bezahlung

Was die Bezahlung angeht, so gibt es keine gesetzlichen Regelungen. Entscheidend ist hier neben Erfahrung und Ausbildungsstand auch das Alter. Die Beträge variieren in der Regel zwischen drei und zehn Euro pro Stunde, wobei es dabei auch darauf ankommt, welche Aufgaben der Babysitter übernimmt. Die Ausgaben für einen Babysitter können übrigens steuerlich geltend gemacht werden. Man muss sie lediglich nachweisen können.

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