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Versicherung: Policen-Tipps für werdende Eltern

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So viel Versicherung muss sein

18.05.2010, 10:26 Uhr | dpa

Versicherung: Policen-Tipps für werdende Eltern. Junge Familie auf einer Frühlingswiese.

Ist ein Baby da, müssen Eltern sich auch um Versicherungen kümmern. (Bild: Imago) (Quelle: imago)

Ist ein Baby unterwegs, stehen werdende Eltern vor vielen Fragen. Unklar ist vielen der richtige Risikoschutz. Viele Versicherungsverträge müssen aber nur angepasst werden. Ganz neu brauchen Eltern nur wenige.

Schutz gegen Berufsunfähigkeit und gegen Tod

Das Informationszentrum der deutschen Versicherer in Berlin rät neben der Krankenversicherung für den Nachwuchs zu einer privaten Haftpflichtversicherung, zu einer Hausratpolice, zum Schutz vor Berufsunfähigkeit und zur Risikolebensversicherung. Verträge der ersten Sparten haben Paare meist schon. Sie müssen unter Umständen an die neuen Situation als Familie angepasst werden. Ist das noch nicht geschehen, sollten Paare den Schutz gegen Berufsunfähigkeit und gegen den Tod des Hauptverdieners in Erwägung ziehen.

Unbedingt vergleichen

Wo kann der größte finanzielle Schaden entstehen? Das kann Eltern als Leitfrage dienen, sagt Sylvia Schönke von der Verbraucherzentrale Brandenburg in Potsdam. Sie rät daher zur Risikolebensversicherung, aber eben unbedingt auch zur privaten Haftpflichtversicherung: "Sie zahlt, wenn der Versicherte oder ein Familienmitglied anderen einen Schaden zugefügt hat." Die Preise lägen bis zu 30 Prozent auseinander. "Vergleichen lohnt sich also."

Die Berufsunfähigkeitsversicherung

Sie bewahrt den Versicherten und seine Familie davor, bei schwerer Erkrankung in ein finanzielles Loch zu fallen. Denn mit der Reform der gesetzlichen Rentenversicherung 2001 wurde die gesetzliche Berufsunfähigkeitsrente für alle, die nach dem 1. Januar 1961 geboren sind, faktisch abgeschafft. Sie erhalten lediglich eine Erwerbsminderungsrente. Und auch Arbeitnehmer, die vor 1961 geboren sind, beziehen im Fall der Berufsunfähigkeit spürbar gekürzte gesetzliche Erwerbsminderungsrenten.

Bereits in der Schwangerschaft Policen prüfen

Vor allem bei baldigem Familienzuwachs bekomme eine derartige Absicherung eine neue Dimension, erläutert Schönke. "Bereits in der Schwangerschaft sollten werdende Eltern nachschauen, welche Versicherungen sie haben, wem sie eventuell Änderungen mitteilen müssen und wer durch eine vorhandene Police vielleicht schon abgedeckt ist."

Familien-Policen

Unterschieden werde zwischen Single- und Familienpolicen. Die Single-Versicherung ist oft günstiger. "Auch für nichteheliche Lebensgemeinschaften oder -partnerschaften kommen Familienpolicen infrage", sagt Andrea Heyer von der Verbraucherzentrale Sachsen in Leipzig. Einzelne Versicherer bieten den Single-Tarif auch Alleinerziehenden an. Die Familien-Police gilt auch dann, wenn die Kinder bereits volljährig und noch nicht verheiratet sind - und solange sie sich in einer Schul- oder Berufsausbildung befinden.

Versicherung über Schwangerschaft informieren

Manche bezahlten bei einem teuren Versicherer im Single-Tarif aber sogar mehr als bei einem preisgünstigen im Familientarif. Ist keine neue Police abzuschließen, kann es notwendig sein, das Versicherungsunternehmen für bestehende Policen über eine Schwangerschaft in Kenntnis zu setzen. "Die Schwangerschaft ist für die Krankenversicherung von Bedeutung, da ja durch zusätzliche Untersuchungen Leistungen vom Versicherer erbracht werden", sagt Heyer. "Hier sollte die Mitteilung unverzüglich erfolgen." Wer eine solche Police hat, sollte auch der Reiserücktrittskostenversicherung die Schwangerschaft anzeigen. Das ist aber nicht alles. "Haben Frauen vor Kenntnis der Schwangerschaft gerade einen Antrag auf eine Berufsunfähigkeitsversicherung gestellt und ist die Police noch nicht zugestellt oder der Versicherungsbeginn noch nicht erreicht, muss die Schwangerschaft ebenfalls sofort angezeigt werden", sagt Holger Ludolf, unabhängiger Versicherungsberater aus Kiel und Mitglied im Bundesverband der Versicherungsberater.

Extra-Versicherungen

Weitere Policen können sinnvoll sein. Sie eilen aber nicht so sehr wie die Kontaktaufnahme mit der Krankenversicherung. "Kinderunfall-, Kinderinvaliditäts- oder Rechtsschutzversicherungen sind nicht unbedingt für jeden notwendig", sagt Schönke. Sie seien aus ihrer Sicht "eher für Versicherungsnehmer, die sich diese Extra-Ausgaben leisten können."

Eltern fahren vorsichtiger

Für frisch gebackene Eltern kann es sich lohnen, eine Nachfrage bei der Kfz-Versicherung zu stellen. Möglicherweise vergünstigt der Familienzuwachs die Jahresprämie, wie Sylvia Schönke von der Verbraucherzentrale Brandenburg in Potsdam sagt. Denn Eltern fahren statistisch gesehen vorsichtiger und verursachen weniger Unfälle. Daher seien die Tarife für sie bei manchem Anbieter billiger.

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