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Soziale Unterschiede prägen früh den Kinderalltag

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Soziale Unterschiede  

Soziale Unterschiede prägen früh den Kinderalltag

02.06.2010, 09:27 Uhr | dpa, dpa

Soziale Unterschiede prägen früh den Kinderalltag. Ein Junge mit kaputten Schuhen sitzt an eine Wand gelehnt auf der Straße.

Schon im Grundschulalter prägen soziale Unterschiede den Kinderalltag. (Bild: Imago) (Quelle: imago)

Die allermeisten Kinder in Deutschland sind mit ihrem Leben rundum zufrieden und blicken positiv in die Zukunft. Allerdings prägen soziale Unterschiede einer neuen Studie zufolge schon im Grundschulalter den Kinderalltag: Wer arm ist und kaum Unterstützung erfährt, kann Freizeit und Schullaufbahn weniger gestalten - und nimmt dies auch frühzeitig wahr.

Keine Chancengleichheit

Für die zweite World Vision Kinderstudie, waren 2500 Kinder zwischen sechs und elf Jahren befragt worden. "Kinder aus den gehobenen Schichten können von Anfang an ihre besseren Chancen nutzen", so Studien-Mitautor Professor Klaus Hurrelmann.

Anstieg der Kinderarmut

Der Kinderschutzbund beklagt einen Anstieg der Kinderarmut in Deutschland. "2,5 Millionen Kinder leben derzeit auf Sozialhilfeniveau, das sind rund eine Million mehr als noch vor zehn Jahren", sagte Verbandspräsident Heinz Hilgers zu Beginn einer dreitägigen Mitgliederversammlung in Magdeburg. Wenn nicht gegengesteuert werde, drohe ein Anstieg der Kinderarmut auf vier bis fünf Millionen Betroffene in den kommenden 25 Jahren. Mit einer bundesweiten Kampagne will der Kinderschutzbund auf das Problem aufmerksam machen. Sie soll am 20. September, dem Weltkindertag, gestartet werden.

Symbolische Aktionen

Der Verband will im Rahmen der Kampagne unter anderem Orte, von denen Kinder ärmerer Familien nach seiner Einschätzung ausgeschlossen sind, symbolisch mit einem Aktionsband absperren - etwa Musik- und Ballettschulen, Theater und teure Sportvereine. Geplant sind auch Plakate, Zeitungsanzeigen und eine Postkartenaktion, um Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) auf das Thema hinzuweisen.

Wie die Kinder häufig leiden

"Arme Kinder sind von ihrer Zukunft abgeschnitten", sagte Hilgers. Sie hätten schlechtere Bildungschancen, seien häufiger krank und von gesellschaftlicher Teilhabe ausgeschlossen. Sportverein, Musik- und Nachhilfeunterricht seien oft unerreichbar für sie. Depressionen, erhöhte Nervosität, Schwächen in der Konzentration, Unruhe, Bettnässen, Stottern und Aggressionen gegen sich selbst, sind bekannte medizinische Symptome von Kindern in von Arbeitslosigkeit betroffenen Familien. Hilgers erneuerte die Forderung seiner Organisation nach einer "Kindergrundsicherung" von 502 Euro monatlich.

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