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Familie richtig absichern: Kapital- oder Risikolebensversicherung?

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Kapital- oder Risikolebensversicherung?  

Die Familie richtig absichern: Kapital- oder Risikolebensversicherung?

15.06.2010, 11:11 Uhr | dpa, dpa

Familie richtig absichern: Kapital- oder Risikolebensversicherung?. Ein Mann und eine Frau küssen ein Kind.

Sobald Kinder da sind, ist es ratsam eine Risikolebensversicherung abzuschließen. (Bild: Imago) (Quelle: imago)

Viele Sparer sichern ihre Familie finanziell mit einer Kapitallebensversicherung ab. In der Kombination von Sparvorgang und Risikoschutz ist letzterer aber zu gering bemessen, bemängeln Verbraucherschützer. Sie raten, sobald Kinder da sind, zum Abschluss einer Risikolebensversicherung. Für das Alter sparen sollten Anleger besser mit anderen Produkten. Dabei beziffert sich der Todesfallschutz in mancher Kapitallebenspolice auf mehrere Zehntausend Euro - auf den ersten Blick ist er also üppig bemessen. Unter Umständen kann das für die Hinterbliebenenabsicherung reichen. Ein Blick auf die Zahlen gibt den Verbraucherschützern allerdings recht: Meist ist die Summe zu klein, um die Familie nach dem Todesfall langfristig zu versorgen.

Durchschnittliche Versicherungssumme

Nach Angaben des Informationszentrums der deutschen Versicherer in Berlin würden Inhaber einer älteren Kapitallebensversicherung im Todesfall im Schnitt 21.900 Euro erhalten. Das ist die durchschnittliche Versicherungssumme für Bestandsverträge zum Stichtag 31. Dezember 2009. "Durchschnitt" bedeutet: Viele Verträge liegen zum Teil weit darüber, viele aber auch darunter, erläutert Zentrumsleiter Stephan Gelhausen.

Kleine Kinder sind teuer

"Selbst mit einer überdurchschnittlichen Absicherung von etwa 10.000 Euro mehr seien Familien nicht gut geschützt", sagt Thorsten Rudnik vom Bund der Versicherten in Henstedt-Ulzburg bei Hamburg. Mit 30.000 Euro können zwar - beispielweise - eine Mutter und ein Kind eine Weile über die Runden kommen. Das Eigenheim weiter abzahlen und gleichzeitig das Kleinkind betreuen lassen, weil die Mutter wieder arbeiten geht, können sie damit aber nicht lange: "Das ist nicht so viel Geld, wenn Sie kleine Kinder haben."

Geld wird schnell aufgezehrt

Wer zum Beispiel versucht, von den Zinsen dieser Summe zu leben, käme nicht weit. "Wenn Sie 30.000 Euro zu 3 Prozent anlegen, haben sie am Ende des Jahres 900 Euro erwirtschaftet - also keine 100 Euro im Monat", rechnet Rudnik vor. Das Geld wird also schnell aufgezehrt. Der Experte rät deshalb davon ab, mit der Kapitallebensversicherung Hinterbliebene im Ernstfall versorgen zu wollen. "Mit 30.000 Euro können Sie gerade einmal einen Umzug in eine kleinere Wohnung, eine gute Beerdigung und eine Weile die Kindergartengebühr bei Vollzeitbetreuung bezahlen."

Vertrag online abschließen

Er rät Familien mit Kindern deshalb zu einer Todesfallsumme von 200.000 bis 250.000 Euro - und zum Abschluss dieser Summe als Risikolebensversicherung. "Sie sollte im Idealfall eine Laufzeit bis zum Ausbildungsende des Kindes haben - also bis das Kind 23 oder 25 Jahre alt ist", sagt Rudnik. Bei Direktversicherern, bei denen Verbraucher den Vertrag online abschließen, sei dieser Schutz am günstigsten zu haben.

Beratung und Service brauchen Versicherte nicht

Bei der Risikolebensversicherung sei die Auswahl nicht schwer. Der Preis ist laut Rudnik entscheidend: "Es gibt keine gravierenden Unterschiede bei den Bedingungen für den Todesfallschutz." Auch Beratung und Service während der Vertragslaufzeit brauchten Versicherte in der Regel nicht: "Das ist ein Vertrag, den ich einmal abschließe und dann hoffe, dass er bis zum Ende der Laufzeit nicht in Anspruch genommen wird."

Raucher zahlen doppelt so viel

In ihrer jüngsten Marktuntersuchung hat die Stiftung Warentest in Berlin eine Versicherungssumme von 150.000 Euro und 38 Jahre Laufzeit zugrunde gelegt. Günstiger Schutz kostet 27-jährige Nichtraucherinnen etwas mehr als 100 Euro im Jahr, Nichtraucher um die 200 Euro, ergab der Vergleich in der "Finanztest" (Ausgabe 4/2010). Raucher zahlen schnell das Doppelte. Der Abschluss einer höheren Versicherungssumme erhöht auch den Beitrag.

Altersvorsorge und Todesfallschutz

Versicherte haben sich in jüngster Zeit den Ratschlag von Verbraucherschützern offenbar zu Herzen genommen, Altersvorsorge und Todesfallschutz zu trennen. Neue Verträge für Kapitallebensversicherungen, die 2009 abgeschlossen wurden, laufen den Zahlen der Versicherer zufolge nur mit einem Todesfallschutz von durchschnittlich knapp 9700 Euro. Neue Risikolebensversicherungen würden dagegen über durchschnittlich rund 76.900 Euro abgeschlossen.

Besser trennen

"Es gibt gute Gründe, beide Vorgänge zu trennen", sagt Gelhausen. In der Kapitallebensversicherung sind Sparen und Risikoschutz vereint. Ein ausreichender Todesfallschutz ist wichtig - das Sparen aber auch. "Und wenn die Absicherung der Familie im Vordergrund steht, geht das zulasten der Altersvorsorge." Denn Beiträge, die in der Police für das eine aufgewendet werden, schmälern das andere.

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