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Wiedereinstieg: Kindern die Berufstätigkeit erklären

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Wiedereinstieg  

Drama vermeiden: So bringe ich meinem Kind bei, dass ich wieder arbeiten gehe

29.06.2010, 09:47 Uhr | Sabine Caron, t-online.de

Wiedereinstieg: Kindern die Berufstätigkeit erklären. Eine Frau mit Helm hält in jeder Hand einen Schnuller. (Bild: Imago)

Mütter, die wieder arbeiten gehen wollen, sollten ihre Kinder darauf vorbereiten. (Bild: Imago) (Quelle: imago)

Das schlechte Gewissen ist der ständige Begleiter vieler berufstätiger Mütter. Vor allem aber am Anfang, bei der Rückkehr in den Beruf, wenn der Nachwuchs noch sehr klein ist,  die Mütter Vollzeit arbeiten gehen oder ihre Stunden aufstocken wollen, plagen viele Mamas Sorgen. Wie können Sie Ihre Kinder auf die anstehende Berufstätigkeit altersgerecht vorbereiten? Wie kann man seinem Kind erklären, warum man wieder arbeiten geht?

Kinder gut vorbereiten

Nach einer „Kinderphase“ wieder in den Beruf einzusteigen, ist keine Nebensächlichkeit, sondern ein wichtiger Einschnitt, eine neue Phase im Leben aller Familienmitglieder. Deshalb ist es besonders wichtig, dass Sie Ihre Kinder entsprechend darauf vorbereiten. Das bedeutet vor allem, dass Sie Ihren Kindern anstehende Veränderungen erklären. Welche Veränderungen ergeben sich im Tagesablauf? Wie wird die Betreuung während der Abwesenheit der Eltern organisiert? Wer wird Ihre Tochter oder Ihren Sohn jetzt aus dem Kindergarten abholen? Und natürlich sollten Sie genau hinhören, welche Fragen oder Sorgen Ihr Kind mit der anstehenden Berufstätigkeit beschäftigen. Beantworten Sie die Fragen unbedingt ehrlich, aber kindgerecht, vor allem ohne unnötige Details. Das Gleiche gilt natürlich auch, wenn die Stunden aufgestockt werden, in der Regel auf mehr als halbtags, weil sich dann für Kindergarten- und Schulkinder häufig Veränderungen ergeben.

„Warum musst Du arbeiten?“

Eine Frage, die Kinder besonders häufig beschäftigt, ist, warum Ihre Mutter wieder arbeitet. Auch hier ist es wichtig, dass Sie kindgerechte Gründe nennen. Erklären Sie, dass Sie das Geld aus Ihrer Berufstätigkeit brauchen, um die vielen Ausgaben wie Wohnung, Auto und Urlaube finanzieren zu können oder um sich mehr leisten zu können und nennen Sie Beispiele wie Kinobesuche und Kindertheater. Wenn Sie Ihr Kind hin und wieder mit ins Büro bringen, wird Ihre Arbeit verständlicher und greifbarer. So kann sich Ihr Nachwuchs die Räumlichkeiten vorstellen und an Kolleginnen und Kollegen erinnern, mit denen Sie tagtäglich zusammentreffen. Gerade bei Schreibtischberufen, mit denen Kinder in der Regel weniger verbinden als mit Krankenschwestern oder Lehrerinnen kann das eine große Hilfe sein.

Beruf und Familie trennen

Gerade wenn man eine Tätigkeit neu beginnt oder nach einer Elternphase wieder in den Beruf zurückkehrt, nimmt man die Arbeit häufig gedanklich mit nach Hause. Für Ihr Kind aber ist es besonders wichtig, bei Ihrer Rückkehr im Mittelpunkt zu stehen. In seinem Buch „Gestresste Eltern … starke Kinder“ empfiehlt Frank Maibaum „unmittelbar bevor Sie zur Arbeit gehen und insbesondere bei Ihrer Rückkehr, stellen Sie Ihr Kind in den Mittelpunkt Ihres Interesses“. Wenn Sie noch Arbeit mit nach Hause genommen haben, lassen Sie diese zunächst unerwähnt und widmen sich voll Ihrem Kind. Kinder können zwar akzeptieren, dass ihren Eltern die Arbeit wichtig ist, aber nicht dass die Arbeit wichtiger ist als die Kinder. Umgekehrt wird sich Ihr Kind auch für Ihre Arbeit interessieren, wenn es spürt, dass es weiterhin der Mittelpunkt in Ihrem Leben bleibt.

Schlechtes Gewissen ablegen

Für einen erfolgreichen Wiedereinstiegs in den Beruf ist es auch wichtig, dass Sie sich als Mutter vom schlechten Gewissen freimachen. Rücken Sie die Vorteile der Berufstätigkeit in den Vordergrund und bedenken Sie, dass Kinder Mütter brauchen, die ihre eigenen Interessen haben und leben. Das nimmt auch den Druck von den Kindern, immer alles richtig und gut zu machen, wie Regine Schneider in ihrem Buch „Gute Mütter arbeiten“ beweist, in dem sie mit dem Mythos der allgegenwärtigen Mutter aufräumt.

Zweifel anderer Leute begegnen

"Ist ja noch arg früh" oder "Musst du denn arbeiten gehen?" sind so Sprüche, die es vielen Müttern anfänglich schwer machen, das schlechte Gewissen abzulegen. Lassen Sie sich nicht irritieren. So wie Sie anderen Müttern nicht reinreden, wenn diese noch mit dem Wiedereinstieg warten oder sich ganz dagegen entscheiden, brauchen Sie sich nicht zu rechtfertigen. Belassen Sie es bei kurzen Reaktionen wie „Wir haben das jetzt so entschieden und glauben, dass es der richtige Weg für uns ist."

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