Startseite
Sie sind hier: Home > Eltern > Familie >

Heidi K., Projektmanagerin: "Über ein weiteres Kind möchte ich gar nicht nachdenken"

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Heidi K., Projektmanagerin: "Über ein weiteres Kind möchte ich gar nicht nachdenken"

| Spiegel Online

"Ich habe nach der Geburt meines Sohnes zwei Jahre Elternzeit beantragt, wobei ich im zweiten Jahr wieder 30 Stunden arbeiten wollte, verteilt auf eine Vier-Tage-Woche. Diesen Plan habe ich meinem Arbeitgeber bereits eine Woche nach der Geburt mitgeteilt. Zunächst hegte ich gar keinen Argwohn, hatte mein Vorgesetzter mir doch stets gesagt, Kinder und Teilzeit stellten für die Firma kein Problem dar. Tatsächlich lässt sich das Arbeitspensum im Projektmanagement sehr flexibel an verschiedene Stundenvorgaben anpassen.

Doch derselbe Vorgesetzte legte mir nach sechs Monaten Elternzeit nahe, mir einen neuen Job zu suchen. Begründung: Man wisse nicht, wie oder wo man mich einsetzen solle. Meinen Sohn erwähnte er nicht explizit, doch es ist kaum vorstellbar, dass dieser dabei keine Rolle gespielt hat. Nach dem Gespräch war monatelang kein Verantwortlicher der Firma mehr für mich zu erreichen. Niemand reagierte auf meine Anrufe und E-Mails. Schließlich bot man mir eine Position in Hamburg an. Allerdings hätte dies bedeutet, dass mein Mann seine Selbständigkeit hier in Berlin aufgeben müsste - was mein Arbeitgeber wusste. Und Pendeln kommt mit einem einjährigen Kind natürlich nicht in Frage.

Es ist kein schönes Gefühl, an einen Arbeitsplatz zurückzukehren, an dem man unerwünscht ist. Konsequenz für mich: Ich habe mich bei mehreren anderen Unternehmen beworben. Allerdings machte ich dabei die äußerst ernüchternde Erfahrung, dass niemand eine junge Mutter in Teilzeit möchte. Auch nicht, wenn sie bereit ist, volle vier Tage pro Woche zu arbeiten.

Für mich persönlich ist die Situation sehr unbefriedigend: Mein Arbeitgeber möchte mich offensichtlich loswerden - und ein neuer Job ist nicht in Sicht. Dabei sind wir bestens organisiert: Tagesmutter mit Übernachtungsmöglichkeit, Oma um die Ecke. Über ein weiteres Kind möchten mein Mann und ich zurzeit gar nicht nachdenken. Mit dem Beruf ist es doch schon bei einem Kind so schwer."

Liebe Leserin, lieber Leser, aktuell können zu diesem Thema keine neuen Kommentare abgegeben werden. Ab 6 Uhr können Sie hier wieder wie gewohnt diskutieren. Wir danken für Ihr Verständnis.
Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Straßenlaterne rettet Leben 
Junge Frau hat das Glück ihres Lebens

An einer Kreuzung stoßen zwei Autos zusammen. Ein Peugeot verliert die Kontrolle, rast auf den Bürgersteig zu. Eine Straßenlaterne rettet einer jungen Passantin das Leben. Video


Shopping
tchibo.deOTTObonprix.deESPRITC&ACECILzalando.dedouglas.deKlingel.de

Anzeige
shopping-portal