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Sabine L, Beamtin: "Ich hatte immer wieder Probleme mit kinderlosen Chefinnen"

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Sabine L, Beamtin: "Ich hatte immer wieder Probleme mit kinderlosen Chefinnen"

| Spiegel Online

"1993 habe ich meine Beamtenlaufbahn im Bundespresseamt begonnen, zum Ende der Probezeit bin ich das erste Mal schwanger geworden. Ich weiß nicht mehr, wann ich es dem Personalreferat mitgeteilt habe - aber ich bin ganz normal im März 1996 verbeamtet worden. Anschließend habe ich den damals sogenannten Erziehungsurlaub genommen. Im Februar 1997 bin ich im Erziehungsurlaub zur Oberregierungsrätin befördert worden. Als ich wieder schwanger wurde, konnte ich den Erziehungsurlaub problemlos verlängern.

Nach dem Regierungsumzug nach Berlin bin ich mit 75 Prozent wieder eingestiegen. Auch hier gab es keinerlei Probleme, ich konnte sogar selbst festlegen, wie ich die Arbeit aufteilen wollte. Schwierigkeiten machte nur meine direkte Vorgesetzte, die eine Vollzeitmitarbeiterin wollte. Ich habe dann in meinen 75 Prozent genau das Pensum geleistet, das auch eine Vollzeitkraft erledigen würde - aber das fand ich in Ordnung. Die Dinge mussten ja erledigt werden, und es gab kein weiteres Personal. Anfang 2001 wurde ich zur Regierungsdirektorin befördert. Trotz dreieinhalb Jahre Erziehungszeit und trotz 14 Monaten Teilzeitarbeit. Das hat bei einigen Kollegen für Kritik gesorgt, die sich übergangen fühlten.

Nach Kind Nummer drei im Oktober 2001 habe ich keine Elternzeit genommen. Im Gegenteil: Nach wenigen Monaten habe ich auf Vollzeit aufgestockt. Dann wurde ich ins Auswärtige Amt versetzt - und wurde erneut schwanger. Nach der Geburt meines vierten Kindes habe ich kurzfristig ein paar Monate Elternzeit genommen - auch danach war die Wiederaufnahme des Dienstes problemlos möglich. Als ich nach Kanada versetzt wurde, hat mein Dienstherr durchaus auf meine Familiensituation Rücksicht genommen.

Die Personalreferate waren also wohlwollend und haben mich unterstützt, wenn es um Elternzeit und Wiedereinstieg ging. Auf Arbeitsebene hatte ich jedoch immer wieder Probleme - vor allem mit kinderlosen weiblichen Vorgesetzten. Kinderlose Frauen über 50 habe ich als echte Problemgruppe ausgemacht. Inzwischen habe ich einen Telearbeitsplatz und darf 50 Prozent meiner Zeit zu Hause arbeiten. Tatsächlich bin ich viel seltener zu Hause - aber die Flexibilität hilft mir sehr, Terminkonflikte zu vermeiden. Und zum Abendbrot bin ich bei meinen Kindern."

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