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Fit für den Arbeitsmarkt: Was Mamas alles besser können

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Wiedereinstieg  

Personal erster Klasse

06.07.2010, 11:50 Uhr | Jenni Zwick, t-online.de

Fit für den Arbeitsmarkt: Was Mamas alles besser können. Lächelnde Frau mit Schnuller und Zeitung "Beruf und Karriere"

In vielen Bereichen haben Mütter ihren MitbewerberInnen Einiges voraus. (Bild: Imago)

Sie bringen gute Leistung bis hin zur Selbstausbeutung, sind perfekt im Organisieren und im Zeitmanagement: Job-Moms. Trotzdem bekommen Frauen weniger Gehalt, sind in Führungsetagen eine Seltenheit und gehen bei Beförderung und Projektverantwortung häufig leer aus. Zu groß sind die Vorurteile vieler Personaler - zu klein das Vertrauen in die Kompetenzen der Wiedereinsteigerinnen. Doch es gibt viele qualifizierte Mütter, die ehrgeizig und hoch motiviert sind, Familie und Beruf unter „einen Hut“ zu bekommen. Vielen fehlt weniger die Fähigkeit, sich im Beruf zu behaupten, als der Glaube an das eigene Können. Sie kennen das? Dann überzeugen Sie sich, Ihre Vorgesetzten und potenzielle Arbeitgeber von Ihren Kompetenzen - hier finden Sie die nötigen Argumente. 

„Ich betreibe ein kleines Familienunternehmen“

Selbst hochqualifizierten Frauen gelingt es nur schwer, in ihrem Beruf wieder Fuß zu fassen. Der gesellschaftliche Druck auf Frauen, sich zwischen Kind und Karriere zu entscheiden, ist noch immer groß. Doch gerade in der Familie und im Umgang mit kleinen Kindern erlernt Frau (auch Mann) neue Kompetenzen. Und war Frau vor der Schwangerschaft noch keine Managerin, spätestens nach der Geburt ihres ersten Kindes wird sie dazu! Denn jede Mutter betreibt heute Familienmanagement - das beinhaltet selbstverständlich auch Zeitmanagement. Facility Management gehört bei der kleinsten Zweizimmerwohnung dazu. Im Krisenmanagement müssen sich Mütter meistens täglich beweisen - das Key-Account-Management leitet Frau nebenbei. Und viele Mütter punkten nicht nur mit sozialer und emotionaler Kompetenz: Sie sind außerdem offen für neue Situationen, gehen kreativ an die Problemlösung, können großartig organisieren und übernehmen Verantwortung. Gerade der Wunsch, nicht „nur“ eine gute Mutter zu sein, sondern sich auch im Berufsleben zu behaupten, gibt ihnen die Energie, sich voll für den Job einzusetzen, auch wenn das Kind mal krank ist oder Mami Nachtwache halten musste, weil die "Zahnfee" da war. 

Der Profi macht Mut 

Dieser Meinung ist auch Michael Kirsten, Regional Marketing Manager bei Kelly Services, einer internationalen Arbeitsvermittlungsagentur. Er betont, dass Mütter in der Regel besonders belastbar seien, dass sie Stress-Situationen gut bewältigen könnten, und sie es gewohnt seien, mehrere Aufgaben gleichzeitig zu erledigen - Stichwort "Multitasking". Außerdem seien Soft Skills im Moment in den Unternehmen sehr gefragt - und diese hätten die Frauen mit Kind und Kegel ausgebaut. So habe sich nach seinen Erfahrungen die Anzahl von qualifizierten Bewerberinnen in den letzten Jahren erhöht. „Wir vermitteln jedes Jahr zahlreiche weibliche Mitarbeiter in Stellen mit anspruchsvollen Profilen und dementsprechend langen Arbeitszeiten - den meisten gelingt es sehr gut, Beruf und Familie unter einen Hut zu bringen“, so der Manager. 

Doppelrolle gibt (Selbst)Sicherheit 

Kirsten sieht als Argumente für Personaler, zukünftige Chefs und Vorgesetzte, dass viele berufstätige Mütter besonders souverän aufträten. Das komme den Frauen in Bewerbungsgesprächen aber auch in Verhandlungen mit Kunden oder Kollegen  zugute. Zudem gibt er zu bedenken, dass Frauen mit Familie eine große soziale und finanzielle Verantwortung haben und deshalb - im Gegensatz zu vielen kinderlosen Frauen und Singles - ein stabiles Arbeitsverhältnis anstrebten. Er gibt den Tipp, dass jobsuchende Frauen mit Kindern in Bewerbungsgesprächen auf ihre familiäre Situation hinweisen und deutlich machen sollen, welche Vorteile ihre Mutterrolle für die jeweilige Stelle mit sich bringt. 

Nennen Sie Ihre Stärken

Neben den beruflichen Qualifikationen und Erfahrungen, die Sie vor der Schwangerschaft gesammelt haben, können Sie, wie oben beschrieben, auf Ihr Organisationstalent hinweisen. Auch, dass Sie in stressigen Situationen den Überblick und vor allem die Nerven behalten, ist erwähnenswert. Formulierungen, wie „Ich war nur Hausfrau und Mutter“ sollten Sie vermeiden. Waren Sie ehrenamtlich tätig und sei es „nur“ in Ihrem Stadtviertel, wo Sie zusammen mit anderen einen Spielplatz neu gestaltet haben, können Sie das ruhig erzählen. Das hebt Sie von den anderen BewerberInnen ab und zeigt, dass Sie neben der Tätigkeit als Mutter andere Projekte stemmen können. Haben Sie ein Amt in einer Elterninitiative, ist das ein weiterer Pluspunkt beim Arbeitgeber oder Chef. Die Frage nach der Kinderbetreuung können Sie von sich aus ansprechen. Natürlich interessiert es einen potentiellen Arbeitgeber oder Projektleiter, inwieweit die Betreuung der Kinder gesichert ist. Auch über Ausnahmesituationen, wie Krankheit des Kindes oder Schulferien, sollten Sie sich im Vorfeld Gedanken machen. Verweisen Sie auf die Nachbarin, die Freundin, die Großeltern. Durch ein gut durchdachtes Betreuungskonzept beweisen Sie, dass Sie leistungsfähig sind und alle Eventualitäten bedacht haben. Das zeugt von einem guten Überblick - auch im Job!

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