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Drogen wichtiger als Baby

Michael Krause schildert Fälle und Konstellationen, die er aus seiner Arbeit im Jugend- und Sozialamt der Stadt Frankfurt kennt: Eine junge Mutter, 18, lebte noch bei ihren Eltern, sie hatte bei der Geburt keinen Vater angegeben. Selbst in der Neugeborenenphase, in der ihr Kind sie intensiv gebraucht hätte, verschwand sie tagelang. Hier war das staatliche Wächteramt gefordert, um das Kind in Obhut zu nehmen. Diese Mutter ordnete alles andere, auch ihr Baby, ihrer Drogensucht unter. Sie konnte nicht für das körperliche, seelische, geistige Wohl ihres Kindes sorgen. Ein Richter erklärte ihr die möglichen Hilfen, um wieder für ihr Kind sorgen zu dürfen, für das sie ja durchaus liebevolle Gefühle hatte. Eine Entziehungskur wurde als Pflicht auferlegt und solange wurde ein Vormund bestellt, in der Regel ist das der leibliche Vater oder Großeltern, falls diese Personen geeignet sind oder ein Amtsvorstand. Regelmäßig wurden ihre Fortschritte im Entzug geprüft, als sie stabil war, durfte sie ihr Baby wieder zu sich nehmen.




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