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Ferienzeit = Mamazeit? Mütter im Urlaubsstress

07.04.2011, 16:27 Uhr | Jenni Zwick

Ferienzeit = Mamazeit? Mütter im Urlaubsstress. Familienurlaub kann sehr stressig werden, auch wenn es nicht immer so aussieht. (Foto: imago) (Quelle: imago)

Familienurlaub kann sehr stressig werden, auch wenn es nicht immer so aussieht. (Foto: imago) (Quelle: imago)

Im warmen Wasser des Mittelmeers planschen, die frische Luft der Berge genießen oder einfach auf Balkonien die Seele baumeln lassen - für die meisten Menschen ist die Urlaubszeit die schönste im Jahr. Auch Mütter sehnen sich nach Ruhe und Erholung in den Ferien, doch die Realität sieht für viele anders aus. Denn endlich ist Mama den ganzen Tag verfügbar und kann sich um die Belange ihrer Familie kümmern. Die Kinder möchten spielen, ein Eis, brauchen ein Pflaster, haben Hunger und und und. Und Papa? Der hat Urlaub und darf sich endlich mal ausruhen. Streit ist in vielen Familien gerade in dieser "Erholungszeit" programmiert - wir sagen Ihnen, wie Sie das vermeiden.

Mama "springt“ eher

Wir leben doch in Zeiten der Gleichberechtigung, warum sollte dann nur Mami die Familie versorgen? Die Antwort ist leicht: Sie fühlt sich eher zuständig als Papi. Kräht ein Kind nach Hilfe beim Pipimachen, möchte es auf den Spielplatz oder hat sich gar verletzt, ist die Nervengrenze bei den meisten Müttern eher erreicht als bei Vätern? Liegt Papa gemütlich am Strand oder im Liegestuhl, nimmt er die Wünsche und Bedürfnisse seiner Kinder einfach später wahr als Mama. Zumindest, solange er nicht alleine zuständig ist. Er gibt die Verantwortung einfach ab und das, ohne es böse zu meinen. Mama ist ja da und macht ihren Job sehr gut.

Ratgeber - Urlaub ohne Stress: Warum viele die "Freizeitkrankheit" bekommen

Von den Urlaubsvorbereitungen urlaubsreif

Die Misere beginnt allerdings nicht erst im Urlaub. Schon vor dem Urlaub kommen Mütter an ihre Grenzen. Als Managerin der Familie kümmert sie sich um gültige Reisepässe, Impfungen, Mietwagen, Transfer zum Flughafen, schaut sich Landkarten vom Urlaubsziel an und googelt die besten Strände und Freizeitmöglichkeiten. Rückt der Abreisetag näher, wäscht sie die notwendige Wäsche, kauft Sonnencreme, füllt die Urlaubsapotheke auf, bringt das Haustier unter, räumt die Gartenmöbel weg und packt die Koffer der ganzen Familie. Sie denkt an das Lieblingskuscheltier, Sonnenbrillen, Anti-Spuck-Mittel plus Spucktüten für den Notfall, Globuli, Urlaubstagebücher, Kamera und Gesellschaftsspiele. Und das Alles neben ihren täglichen Pflichten im Haushalt und ihrem Job im Büro.

Mama kann alles besser

In gut organisierten Büros und großen Unternehmen hat man es mittlerweile gelernt: Manager in hohen Positionen müssen Aufgaben abgeben können. Also warum delegiert Mama nicht einfach ein paar Dinge ihrer langen Urlaubsliste? Das könnte sie eigentlich tun, sie sollte es sogar. Doch viele Frauen schaffen sich damit doppelt Arbeit und machen es deshalb lieber gleich selbst. Ein gutes Beispiel hierfür ist das Kofferpacken. In vielen Familien erledigt Mama das Packen - und zwar für die ganze Familie. Ihr Mann braucht für die gleiche Menge ihres einen Koffer gleich zwei und ihre Kinder finden es wichtiger, das Barbieschloss und die Playmobilburg einzupacken, statt Handtücher und T-Shirts. Stolz steht die Familie vor Mama - jeder mit drei Koffern und mindestens zwei Rucksäcken. Der Frachtraum vom Flieger wäre quasi von diesem Gepäck schon voll und auch ins Familienauto würden die Koffer gerade so passen - für die Urlauber wäre kein Platz mehr. Also darf Mama alles wieder auspacken, umpacken und die Hälfte der Kofferinhalte wieder einräumen. Also macht sie es gleich selbst. Genauso wie die To-do- und Packliste schreiben, das Einkaufen, aufs Amt gehen und so weiter.

Was macht Papa?

Papa weiß ja, dass seine Frau den Urlaub besser organisieren kann als er. Warum also anstrengen? Und die Reisepässe abholen kann er auch nicht, er muss ja immer so lange arbeiten. Einkaufen? Da kauft er ja eh immer das falsche. An die Luftmatratze denken? Das tut er, wenn die Familie vor Ort ist. Außerdem ist er ja so müde vom ganzen Stress auf der Arbeit. Da ist es doch wirklich etwas viel verlangt, sich auch noch um diese Dinge zu kümmern. Und die Kinder? Sie könnten ja auch ein paar Dinge von der Urlaubsliste abarbeiten. Aber die sind im Schulstress. Gerade zum Ende des Schuljahrs stehen Prüfungen und Klassentests an. In dieser Zeit kann Frau wirklich nicht verlangen, dass sie sich auch noch um organisatorische Dinge kümmern.

Gleicher (Mama)-Job im Urlaub

Endlich angekommen springen die Kinder direkt ins Wasser und Papa macht einen kleinen Spaziergang zum Kiosk oder an die Bar und genehmigt sich ein kaltes Bier. Die Koffer? Die packt Mama aus. Und so geht es weiter - wohnt die Familie im Ferienhaus, geht Mama einkaufen, abends kocht sie oder bereitet den Grill vor und bringt dann die Kinder ins Bett. Im ungewohnten Umfeld sind ihre Kinder quengeliger als daheim und fordern mehr Aufmerksamkeit. Mama ist ja endlich mal den ganzen Tag für sie da. Sie lebt mit dem ständig schlechten Gewissen, dass sie sich nicht genug mit ihren Kindern beschäftigt, sie hätte ja endlich mal Zeit dafür. Theoretisch. Papa setzt sich einmal am Tag mit den Kindern in den Sand, baut eine Sandburg und freut sich, weil er so ein Superpapa ist. Den Rest der Zeit braucht er auch mal für sich und pokert abends mit den Nachbarpapas auf der Terrasse. Kommt er dann gut gelaunt ins Bett, wundert er sich, warum seine Frau selbst im Urlaub zu müde für Sex ist. Spätestens jetzt kommt es zum richtigen Streit und Frau wünscht sich sehnlichst nach Hause und am besten ins Büro zurück. Hier muss sie schließlich nicht ständig verfügbar und ansprechbar sein und kann sich auch mal eine kleines Päuschen gönnen.

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