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Schulstress blockiert Hilfsbereitschaft von Jugendlichen

28.04.2011, 08:44 Uhr | dpa-tmn, dapd

Schulstress blockiert Hilfsbereitschaft von Jugendlichen. Für soziales Engagement bleibt bei dem heutigen Schulstress nur wenig Zeit. (Foto: imago) (Quelle: imago)

Für soziales Engagement bleibt bei dem heutigen Schulstress nur wenig Zeit. (Foto: imago) (Quelle: imago)

Turbo-Abitur und Turbo-Studiengänge blockieren einer Studie zufolge die Hilfsbereitschaft der Jugendlichen in Deutschland. Nach der Untersuchung der Bertelsmann-Stiftung und des Bundesfamilienministeriums engagieren sich Schüler und Studenten immer weniger in der Gesellschaft.

Von 1999 bis 2009 sank nach ihren Angaben die Bereitschaft, sich im Sport, in der Kirche, in der Schülervertretung oder beim Naturschutz einzubringen, von 37 auf 35 Prozent. Vor allem Jugendliche mit Migrationshintergrund sind selten vertreten: 2009 engagierten sich nur 22 Prozent von ihnen. Insgesamt wurden 2815 Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 14 bis 29 Jahren befragt.

Engagementquote sinkt

Insbesondere Schüler und Studenten haben weniger Zeit für freiwillige Tätigkeiten. Gründe dafür können laut der Stiftung die Einführung von Ganztagsschulen, die kürzere Gymnasialzeit und die Umstellung auf das Bachelor- und Masterstudium sein. Übernahmen noch mehr als die Hälfte, nämlich 51 Prozent der Gymnasiasten, die nach neun Jahren ihr Abitur machen, gesellschaftliche Aufgaben, so sei die Quote bei einem Abitur nach acht Jahren auf 41 Prozent gesunken. Auch die Engagementquote von Ganztagsschülern liege mit 31 Prozent, acht Punkte unter der von Schülern, die mittags Schulschluss haben.

Jugendliche wollten helfen

Dabei sei die Bereitschaft, sich stärker freiwillig zu engagieren, laut Studie zwischen 1999 und 2009 um zehn Prozent gestiegen. 49 Prozent der Jugendlichen gaben an, sich stärker einbringen zu wollen, bei Jugendlichen mit Migrationshintergrund sind es sogar 54 Prozent. Allerdings tun sie sich offensichtlich schwer dabei, die richtigen Anlaufstellen zu finden. Während 31 Prozent der deutschstämmigen Jugendlichen Mitglied in einem Verein sind, liegt die Zahl bei den Migranten nur bei 16 Prozent. Auch der wachsende Druck in Schule und Ausbildung und damit weniger Zeit für außerschulische Aktivitäten würden diesen Wunsch aber ausbremsen.



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