24.05.2011, 09:02 Uhr | dapd
Urlaubsfotos im Netz können für Kinder fatale Folgen haben. (Foto: imago) (Quelle: imago)
Bei der Veröffentlichung von Fotos ihrer Kinder im Internet haben viele Eltern keine großen Bedenken. Laut einer Umfrage des Forsa-Instituts haben ein Viertel der Eltern in diesem Jahr vor, Urlaubs- oder Ferienfotos ihrer Kinder online zu verbreiten oder von Freunden einstellen zu lassen. Während sich 54 Prozent von ihnen Sorgen machen, dass auch Unbefugte diese Fotos sehen könnten, machen sich 42 Prozent keine Gedanken, etwa, weil sie die Fotos wieder löschen wollen.
Der Umfrage zufolge planen 17 Prozent der Eltern, die Urlaubsfotos in einem Online-Netzwerk zu veröffentlichen. Fünf Prozent sind damit einverstanden, wenn dies Freunde oder Verwandte tun. Vier Prozent haben sogar eigens für ihr Kind oder ihre Kinder eine Website oder einen Blog eingerichtet, auf dem sie die Fotos verbreiten möchten.
Der Auftraggeber der Umfrage, das auf Reputationsmanagement spezialisierte Unternehmen Ruflotse rät, sich genau zu überlegen, welche Folgen die Veröffentlichung eines Fotos haben könnte. Es könne für die Kinder unangenehm werden, wenn sie von Mitschülern im Internet wiedergefunden werden oder in zehn Jahren erkennen müssten, dass ihre Kindheit öffentlich dokumentiert sei. Wer Fotos in Online-Netzwerken einstellen wolle, sollte, um Missbrauch durch Fremde zu verhindern, auf strenge Privatsphäre-Einstellungen achten und eingeben, dass nur Freunde oder bestimmte Freundes-Gruppen die Fotos sehen können.
Quelle: dapd
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