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Ein gutes Familienvideo lebt vom Spaß beim Dreh

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Ein gutes Familienvideo lebt vom Spaß beim Dreh

02.08.2011, 12:43 Uhr | Simone Blaß

Ein gutes Familienvideo lebt vom Spaß beim Dreh. Die schönsten Momente mit der Familie festhalten ist einfacher als man denkt. (Foto: imago) (Quelle: imago)

Die schönsten Momente mit der Familie festhalten ist einfacher als man denkt. (Foto: imago) (Quelle: imago)

Wer kennt sie nicht, diese Unmengen von Filmmaterial, die man ungenutzt und ungeschnitten zu Hause irgendwo auf der Kamera, auf alten Kassetten oder der Festplatte hat. Und die sich wahrscheinlich niemals wieder jemand ansehen wird. Leider. Dabei ist ein gut gemachtes Familienvideo eine wunderbare Erinnerungshilfe und ein Riesenspaß für die ganze Familie. Vor allem Jahre später. So schwer, wie es auf den ersten Blick aussieht, ist es gar nicht.

 Jeder kann Video!

"Der größte Fehler ist, an sich selbst zu hohe Ansprüche zu stellen. Eltern sind meist Dreh-Amateure und keine Profis. Was kann schon schief gehen?! Nicht was, sondern dass gedreht wird, bringt die schönsten Videos." Konstanze Werner ist ein Profi. Sie leitete TV-Magazine, betreute Video-Journalismus-Projekte, lehrte an der Uni Mainz zum Thema "Fernsehen" und brachte gemeinsam mit ihrem Mann das Buch "Jeder kann Video!" heraus. Sie kennt sich aus mit den typischen Anfängerfehlern. Doch wenn man folgende Tipps beachtet, dann gelingen die Familienvideos, das man sich immer wieder gerne ansieht:

  • für Abwechslung sorgen
  • nicht am Material sparen
  • auf gute Ausleuchtung achten, vor allem am Abend oder in dunklerer Jahreszeit
  • ab und zu mal die Perspektive wechseln, also mit Gegenschüssen oder Schwenks arbeiten
  • auf zu schnelle Schwenks und Zooms verzichten
  • und immer wieder mal halbnah und nah rangehen

Das Entscheidende aber ist, die drehbereite Kamera immer griffbereit zu haben, um schnell reagieren zu können, wenn sich Situationen ergeben, die man gerne aufnehmen möchte. Auch die Nachbereitung des Filmmaterials, der Schnitt, ist nicht unwichtig. Wer sich damit nicht auseinandersetzen möchte, kann aber mit ein bisschen Überlegung trotzdem ein schönes und sehenswertes Video drehen.

Kinder sind wunderbare Drehpartner

Man kann ein kleines Drehbuch erstellen, muss es aber nicht. "Kinder halten sich selten an Drehbücher und das ist auch gut so. Dennoch macht es für Eltern immer Sinn, sich vorab bewusst zu machen, mit welchem Ziel sie drehen", erklärt Konstanze Werner. "Leicht zu verwirklichen sind Drehs, die sich an einem Zeitrahmen orientieren, etwa: "Ein Tag im Leben unseres Goldschatzes." Das Vorhaben führt dazu, dass die einzelnen Sequenzen nicht zu langatmig werden. Man sollte sich vor allem fragen, womit man den Nachwuchs beschäftigen kann, denn wenn sie abgelenkt sind, dann sind Kinder am besten aufzunehmen. Sie vergessen die Kamera, verhalten sich ganz natürlich und spontan. Und wenn es ihnen wieder einfällt und sie unbedingt auch mal filmen wollen: Ruhig machen lassen! Die modernen Kameras sind ziemlich robust und so manches Mal ergeben sich Aufnahmen, die dem späteren Film erst die richtige Würze geben.

"Bitte wechseln Sie die Batterien"

Es gibt Momente, da greift man einfach zur Kamera und hält drauf. Und genau das sind die Momente, in denen überdurchschnittlich oft folgender Satz auf dem Display erscheint: "Bitte wechseln Sie die Batterien". Ungünstig, wenn beim spontanen Dreh der Akku gerade leer oder die Festplatte/SD voll ist. Deshalb sollte man immer beachten: Nach dem Dreh ist vor dem Dreh. Also nach Abschluss eines Drehtages alles aufräumen: Material überspielen, gegebenenfalls Kamera-Datenträger löschen, Akku aufladen."

Am besten ist es, man sichert das Drehmaterial gleich doppelt. Schon manch einer hat sich grün und blau geärgert, weil Aufnahmen der ersten Schritte ins Leben unwiederbringlich verschwunden sind. Ganz wichtig ist die selbsterklärende auffindbare Archivierung. Also nicht alles ins gleiche Verzeichnis überspielen, sondern sich stattdessen ein System überlegen, das gut durchschaubar ist und das gleich von Anfang an sinnvoll sortiert.

Außerdem sollte man darauf achten, dass das Material immer auf dem Stand der Technik bleibt. Altes Material, wie VHS-Kassetten, für die man nicht mal mehr ein Abspielgerät besitzt, kann man mit den entsprechenden Geräten entweder selbst überspielen oder vom Fachmann überspielen lassen.

Ein gutes Mikrofon ist viel wert

Es muss nicht gleich die teuerste Ausrüstung sein, um ein gutes Video zu drehen. Das geht sogar mit dem Handy. Was sich aber lohnt, wenn man öfter kleine Familienfilmchen macht, ist ein anständiges Mikro. Ein sogenanntes Richt-Mikrofon, ist allerdings meist nur zu teureren Kameras zu haben. Doch bei vielen reicht das eingebaute Mikro, wenn man sonst für Ruhe sorgt. "Bei den lieben Kleinen kommt es ja auch auf die süßen Sätze an. Häufig vergisst man beim Dreh, wie wichtig der Ton ist", erklärt die Fachfrau. "Also alle Störgeräusche vermeiden und Waschmaschine, Spülmaschine, Staubsauger sowie Radio ausschalten."

Um die Kinder zum Plaudern zu bringen, muss man die richtigen Fragen stellen. Am besten offene Fragen, also solche, die nicht so einfach mit "ja" oder "nein" beantwortet werden können, sondern mit "was", "warum" oder "wie" beginnen.

Mit sich selbst nicht so streng sein

Das Wichtigste an einem Familienvideo ist der Spaß daran. Das eigene Video muss keineswegs perfekt sein. Stattdessen gilt das Motto: Alles kann, nichts muss sein. Vieles ergibt sich von alleine. Auch wenn man seine filmerischen Ansprüche ruhig höher schrauben darf: Die Zuschauer, also man selbst, der Partner, die Kinder oder Oma und Opa sind in der Regel wohlwollend. Denn letztendlich geht es ja nur darum, bestimmte Momente für die Ewigkeit festzuhalten.

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