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Umgang mit Geld noch nicht in allen Familien Thema

06.10.2011, 09:26 Uhr | ots, Presseportal

Umgang mit Geld noch nicht in allen Familien Thema. Wie gut kann Ihr Kind mit Geld umgehen? (Quelle: imago)

Wie gut kann Ihr Kind mit Geld umgehen? (Quelle: imago)

Kinder müssen früh genug lernen, mit Geld umzugehen, damit sie später als Erwachsene ihre Finanzen im Griff behalten. Geld ist zwar in vielen Familien ein wichtiges Thema. Aber bei einigen kommen Gespräche darüber zu kurz oder Kinder bekommen nicht regelmäßig Taschengeld und Hilfe bei der Geldeinteilung. Dies ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage.

Weichenstellung für die finanzielle Zukunft

Geld ist ein wichtiges Thema in der Familie. (Foto: obs/BVR Bundesverband Volksbanken und Raiffeisenbanken)Geld ist ein wichtiges Thema in der Familie. (Foto: obs/BVR Bundesverband Volksbanken und Raiffeisenbanken) Das Meinungsforschungsinstitut TNS Emnid befragte im Auftrag des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) Eltern von Kindern unter 14. Demnach spricht über die Hälfte der Eltern (56 Prozent) täglich oder wöchentlich mit ihren Kindern über Geld. 30 Prozent der Befragten gaben jedoch an, sich selten oder nie mit ihrem Nachwuchs über Geld zu unterhalten. Während über die Hälfte (57 Prozent) der Eltern ihren Kindern regelmäßig Taschengeld zuteilen, geben 40 Prozent der Befragten ihrem Kind nur unregelmäßig oder gar kein Geld.

Die Umfrageergebnisse zeigten, dass die Grundlagen der Gelderziehung noch nicht allen Familien Fuß gefasst hätten, so der BVR. In der Kindheit, insbesondere im Umfeld der Familie, werde die Basis für die spätere Einstellung zum Umgang mit den eigenen Finanzen im Erwachsenenalter gelegt. Daher sei es ratsam, Kinder schon früh an den Umgang mit einem eigenen Budget und die weitsichtige Geldeinteilung heranzuführen.

Kinder sparen viel von ihrem Taschengeld

Auch die richtige Einteilung der eigenen Finanzen will gelernt sein: Dies sehen Eltern der Umfrage zufolge in erster Linie durch die regelmäßige Zuteilung eines festen Taschengeldbetrages gewährleistet (64 Prozent). Gut die Hälfte der Kinder (59 Prozent) verfügt nach Angaben der Eltern über ein eigenes Spar- beziehungsweise Girokonto. Zur Gelderziehung gehört nach Ansicht der Befragten auch, dass man über die Verwendung des Taschengeldes spreche und gemeinsam geplante familiäre Ausgaben in der Familie diskutiere. Befragt nach dem Ausgabeverhalten des Kindes sagen 35 Prozent derjenigen Eltern, die ihrem Nachwuchs regelmäßig Taschengeld zuteilen, das Kind spare den größten Teil des Taschengeldbudgets. Ansonsten werde das Geld gerne für den Kauf von Süßigkeiten oder Büchern und Zeitschriften verwendet; danach folgten Ausgaben für Unternehmungen wie Kino- oder Schwimmbadbesuche und für Make-up und Schmuck.

Eltern sollen Umgang mit Geld vermitteln

Fast drei Viertel (72 Prozent) der Eltern, deren Kind regelmäßig Taschengeld erhält, sagen, das Geld reiche dem Kind aus oder es bleibe sogar etwas übrig. Jedoch räumt gut ein Viertel (27 Prozent) der Eltern ein, der Betrag reiche dem Kind manchmal nicht oder nie aus. Dabei bestätigen die Befragten zu 85 Prozent und damit mehrheitlich, dass es hauptsächlich die Aufgabe des Elternhauses ist, dem Kind eine finanzielle Allgemeinbildung zu vermitteln. In zweiter Linie seien, so das Umfrageergebnis, die Schulen gefordert (13 Prozent). Dies meinen insbesondere junge Eltern und Eltern mit einem Hauptschulabschluss.

Tipps zum Thema Gelderziehung

Einen Überblick über die vielfältigen Initiativen liefert unter anderem das Schulserviceportal der Volksbanken und Raiffeisenbanken, www.jugend-und-finanzen.de. Dort erhalten Eltern Tipps und Informationen zur Gelderziehung ihrer Kinder; für Pädagogen steht Unterrichtsmaterial für verschiedene Schulstufen zum Download bereit.

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