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Elterngeld 2013: Änderungen, Elterngeld beantragen

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Elterngeld 2013  

Elterngeld 2013: Das sollten Eltern wissen

11.02.2013, 16:07 Uhr | cst, t-online.de, dpa-tmn

Elterngeld 2013: Änderungen, Elterngeld beantragen. Elterngeld gilt als Einkommensersatz. (Quelle: imago/Insadco)

"Herdprämie" oder "Notanker" - viel geschmäht, doch gern genommen: das Betreuungsgeld für Kinder. (Quelle: Insadco/imago)

Das Elterngeld ist aus der Finanzplanung junger Familien längst nicht mehr wegzudenken. Aber wann, wo und wie die staatliche Leistung beantragt werden muss, ist werdenden Eltern oft nicht bekannt. Zudem hat sich zum Januar 2013 die Art der Berechnung geändert. Wir geben Antworten auf die wichtigsten Fragen.

Elterngeld 2013: Wer hat Anspruch?

Das Elterngeld ist eine finanzielle Unterstützung vom Staat. Anspruch hat grundsätzlich jeder, der Nachwuchs bekommt.

Neu in 2013: Das Bruttoeinkommen zählt für das Elterngeld

Seit Januar 2013 wird das Elterngeld neu berechnet. Grundlage der Bemessung ist dann nicht mehr das Nettoeinkommen der letzten zwölf Monate vor der Geburt, sondern die Bruttoeinkünfte dieses Zeitraums. Abzüge für die Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung werden zwar berücksichtigt, aber nicht in ihrer tatsächlichen Höhe, sondern in Form eines Pauschalsatzes.

Weil dieser Pauschalsatz höher ist als die eigentlichen Abgaben, fällt das Elterngeld geringer aus. Eltern werden dadurch rund zehn Euro weniger im Monat zur Verfügung haben. Da auch in der Lohnsteuerkarte eingetragene Freibeträge nicht mehr berücksichtigt werden, können die Einbußen unter Umständen noch höher ausfallen.

Achtung: Steuerklasse frühzeitig wechseln

Viele werdende Eltern wechseln im Verlauf der Schwangerschaft die Steuerklasse, weil sich dadurch positive Auswirkungen auf das Elterngeld ergeben. Hier gilt künftig: Für die Berechnung des Elterngeldes zählt die Steuerklasse, die zwölf Monate vor dem Geburtsmonat überwiegt. Das heißt, ein Wechsel in die für das Elterngeld günstige Steuerklasse III lohnt nur noch, wenn er sieben Monate vor dem Geburtsmonat erfolgt - ein Zeitpunkt, an dem manche Frauen noch gar nicht wissen, dass sie schwanger sind.

Wie hoch ist das Elterngeld 2013?

Der Mindestbetrag beim Elterngeld liegt bei 300 Euro pro Monat. Diesen Betrag erhalten alle, die nach der Geburt ihr Kind selbst betreuen und höchstens 30 Stunden in der Woche arbeiten, etwa auch Studierende, Hausfrauen, Hausmänner und Eltern, die wegen der Betreuung älterer Kinder nicht gearbeitet haben. "Grundsätzlich ist das Elterngeld ein Einkommensersatz", erklärt Frauke Greven von der Spielraum-Projekt Vereinbarkeit GmbH, einem Unternehmen, das zur Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf beitragen möchte. Wer die Erwerbstätigkeit für die Kinderbetreuung unterbricht, erhält 67 Prozent des in den zwölf Kalendermonaten vor dem Monat der Geburt des Kindes durchschnittlich erzielten monatlichen Einkommens, bis zu einem Höchstbetrag von 1800 Euro monatlich.

Wie lange zahlt der Staat Elterngeld?

Das Elterngeld wird für maximal 14 Monate gezahlt. Alleinerziehende bekommen das Geld in der Regel unproblematisch für diesen Zeitraum. Bei Paaren sieht der Gesetzgeber eine Besonderheit vor: Sie bekommen die staatliche Leistung nur dann für 14 Monate, wenn beide Elternteile Elternzeit nehmen. Sprich: Setzt etwa nur die Mutter von ihrem Job aus, zahlt der Staat höchstens für zwölf Monate Elterngeld. Nur wenn auch der Vater für mindestens zwei Monate Elternzeit nimmt, bekommt das Paar die Unterstützung für 14 Monate.

Wo muss das Elterngeld beantragt werden?

Das Elterngeld muss bei der Elterngeldstelle beantragt werden. "Häufig ist die Elterngeldstelle bei den Jugendämtern angesiedelt", sagt Friedrun Bastkowski vom Berliner Verein Kobra, der Frauen bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie berät. Das sei jedoch von Bundesland zu Bundesland verschieden. Es lässt sich jedoch leicht mit einem Anruf bei der Stadt oder auf der entsprechenden Homepage herausfinden. Für den Antrag müssen Eltern ein Formblatt ausfüllen.

Wann muss das Elterngeld beantragt werden?

Das Elterngeld können Mütter und Väter erst beantragen, wenn der Nachwuchs auf der Welt ist. Dann muss der Antrag bei der Elterngeldstelle innerhalb von drei Monaten eingehen. Das Geld wird auch rückwirkend gezahlt.

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