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Familienpolitik: Bundesregierung stellt Kinder- und Jugendbericht 2014 vor

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Kinder- und Jugendbericht 2013: Jetzt muss Qualität kommen

21.02.2013, 15:37 Uhr | dpa

Familienpolitik: Bundesregierung stellt Kinder- und Jugendbericht 2014 vor. Förderung, Bildung, Erziehung und Betreuung - das sind die zentralen Begriffe des neuen Kinder- und Jugendberichts. (Quelle: dpa)

Förderung, Bildung, Erziehung und Betreuung - das sind die zentralen Begriffe des neuen Kinder- und Jugendberichts. (Quelle: dpa)

In Berlin wurden heute zentrale Ergebnisse des neuen Kinder- und Jugendberichts der Bundesregierung vorgestellt. Schwerpunkte des Berichts sind Empfehlungen zum Abbau sozialer Ungleichheiten sowie Themen aus der Familienpolitik wie Bildung und Schule.

Fast jedes dritte Kind steht auf der Schattenseite des Lebens

Der 14. Kinder- und Jugendbericht bestätigt im Wesentlichen die Kinder- und Jugendpolitik der Bundesregierung. Unter dem Motto "Kinder- und Jugendhilfe in neuer Verantwortung" beschreibt die Kommission im 14. Kinder und Jugendbericht Eckpunkte, wie Eltern in zunehmendem Maß durch öffentliche Angebote bei der Förderung, Bildung, Erziehung und Betreuung ihrer Kinder unterstützt werden können.

Der größte Teil der Kinder und Jugendlichen in Deutschland wächst unter guten Bedingungen und Perspektiven auf. 20 bis 30 Prozent allerdings stehen "auf der Schattenseite des Lebens", haben damit schlechtere Chancen. Experten fordern eine "Qualitätsoffensive".

Mit "qualitativem Ausbau" Bildungspotenziale aktivieren

Dem Ausbau von Kindertagesstätten und Ganztagsschulen muss nach Meinung von Experten jetzt eine stärker inhaltliche Förderung von Kindern und Jugendlichen folgen. Nur mit "qualitativem Ausbau" könnten Bildungspotenziale aktiviert, Benachteiligungen abgebaut und die Start- und Teilhabechancen von Kindern und Jugendlichen verbessert werden. Dies ist das Fazit der von der Bundesregierung eingesetzten Jugendberichtskommission, die 14. Kinder- und Jugendbericht vorstellte.

Die Betreuung von Kindern und Jugendlichen sieht die Kommission "insgesamt auf einem guten Weg". Es gehe aber nun darum, das Aufwachsen "in öffentlicher und privater Verantwortung aktiv zu gestalten", sagte das Kommissionsmitglied Professor Thomas Rauschenbach. Erziehung könne nicht mehr allein nur Privatsache der Eltern sein. Es reiche aber auch nicht, dass Kinder in Ganztagsschulen außerhalb des Unterrichts nur gut aufgehoben seien. "Es macht keinen Sinn, einen abgehängten Bereich der Kinderbetreuung zu haben."

Kritik an digitalen Ungleichheiten

Durchaus kritisch sehen die Experten, dass Kinder immer früher mit Computer, Internet und Handy aufwachsen und sich wie selbstverständlich in sozialen Netzwerken tummeln. Selbst hier gebe es - abhängig vom Bildungsstatus - "digitale Ungleichheiten", erklärte Professor Nadia Kutscher. Soziale Ungleichheit reproduziere sich auch im Bereich des Internets. Drei Viertel der Jugendlichen, die sich in sozialen Netzwerken austauschen, seien Mitglieder bei Facebook.

"Wir haben da eine Monopolstellung eines sozialen Netzwerkes, das datenschutzmäßig hoch problematisch ist." Jugendliche erlebten das aber als alternativlos, weil sie als Nichtmitglied aus den Kommunikationsstrukturen ausgeschlossen seien. Das damit verbundene Problem der "Datenenteignung" werde mangels Kontrolle bisher viel zu wenig gesehen. Kutscher forderte verstärkte Aktivitäten zur Sicherung der persönlichen Daten.

Ausgaben steigen enorm

Die jährlichen Ausgaben für die Kinder- und Jugendhilfe in Deutschland haben sich zwischen 1992 und 2011 mehr als verdoppelt - von 15 auf 30,5 Milliarden Euro. Rund 60 Prozent davon gingen in den Kindergartenbereich, ein Viertel in Erziehungshilfen. Bei einer rückläufigen Zahl von Kindern und Jugendlichen stieg die Zahl dieser Fälle seit den frühen 1990er Jahren von 490.000 auf etwa 780.000.

Eine eigenständige Politik für das Jugendalter soll dazu führen, dass die Investitionen in (früh-)kindliche Bildung nachhaltig gesichert werden. Die Kommission begrüßt deshalb die Initiative von Bundesfamilienministerin Kristina Schröder zur Entwicklung einer eigenständigen Jugendpolitik.

Warnung vor finanzieller Überforderung

Die Autoren des Berichts warnten vor einer finanziellen Überforderung der Kommunen und plädierten für ein stärkeres Engagement des Bundes.

Die Bundesregierung sieht ihre Politik durch die Kommission bestätigt. Junge Menschen müssten in jeder Lebensphase angemessen gefördert werden, jeder Junge und jedes Mädchen solle faire Chancen erhalten, sagte eine Vertreterin des Familienministeriums. Der Staat müsse Familien mit gut zugänglichen Angeboten unterstützen. "Nur mit den Eltern zusammen erreichen wir das Beste für die Kinder."

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