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Kardinal Joachim Meisner tritt neue Debatte um Kind und Karriere los

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Moderne Mütter wollen nicht zurück an den Herd

23.05.2013, 11:39 Uhr | mmh, t-online.de, dpa-AFX

Kardinal Joachim Meisner tritt neue Debatte um Kind und Karriere los. Moderne Mütter 2013: Sie wollen Kind und Karriere.  (Quelle: dpa)

Moderne Mütter 2013: Sie wollen Kind und Karriere. (Quelle: dpa)

Rabenmutter oder Heimchen am Herd? Für moderne Mütter sind das keine Alternativen. Sie wollen beides: Kinder und Karriere. Außerdem einen Partner, der das auch will, mit dem man die Verantwortung gemeinsam schultert. Sie wollen neue Modelle der Arbeit und der Kinderbetreuung: flexible Kitas, Homeoffice, Auszeiten im Job. Das Modell "Frauen zurück an den Herd", das momentan von dem Kölner Erzbischof Kardinal Joachim Meisner ins Spiel gebracht wird, gehört nicht dazu.

Kardinal Meisner tritt neue Debatte um Kind und Karriere los

Kind und Karriere vereinen? Das sieht der Kölner Kardinal Joachim Meisner anders. Er hat Kanzlerin Angela Merkel (CDU) eine falsche Strategie in der Bevölkerungspolitik vorgeworfen. Zugleich verlangte Meisner im Interview der "Stuttgarter Zeitung" andere familienpolitische Signale: Frauen müssten "öffentlich ermutigt werden, zuhause zu bleiben und drei, vier Kinder auf die Welt zu bringen".

Nur auf Zuwanderung zu setzen, "wie es jetzt Frau Merkel tut", sei der falsche Weg, sagt der Erzbischof dem Blatt. "Wir können doch den Portugiesen und den Spaniern nicht die Jugend und damit die Zukunft ihres Landes wegnehmen, nur aus Egoismus."

Kritik an Merkel und an berufstätigen Müttern

Meisner beklagte einen Trend, "die Frauen aus den Familien heraus" zu holen, um ihre Arbeitskraft für die Produktion zu sichern. Die Entwicklung erinnere ihn an sein Leben in der DDR. Meisner: "Ich habe ja die ganze einseitige Tragik mitgemacht in der DDR. Dort hat man den Frauen eingeredet, wer wegen der Familie zuhause bleibe, sei dement." Rabenmütter und Heimchenväter.  (Quelle: Schwarzkop & Schwarzkopf)Rabenmütter und Heimchenväter. (Quelle: Schwarzkop & Schwarzkopf)

Drei oder vier Kinder kriegen - das wollen viele moderne Mütter auch, aber unter anderen Rahmenbedingungen. Wie diese aussehen können, beschreibt beispielsweise das Buch "Rabenmütter und Heimchenväter" von Antje Diller-Wolff.

Zehn Modern Moms im Porträt

Hier erzählen zehn Mütter, wie sie den Spagat zwischen Büro und Kinderzimmer schaffen: Managerinnen, Selbstständige, Wissenschaftlerinnen beschreiben ihr Zerrissensein, ihren oft harten Alltag – und das Glück, sowohl Kinder als auch Berufung leben zu dürfen. 

Bunte Realität der modernen Gesellschaft

In weiteren zehn Kapiteln kommt die andere Seite zu Wort: Väter, die ganz bewusst Elternzeit genommen haben. Ärzte, Lehrer, Manager, die bisher ihren Beruf mit voller Leidenschaft ausgeübt haben, machen einen bewussten Schnitt und sind Vollzeitväter und Hausmänner. Die Porträts bilden die bunte Realität ab und offenbaren sehr persönliche Perspektiven auf ein heftig diskutiertes Thema. 

Das Buch will ein Spiegel der heutigen Gesellschaft sein, es veranschaulicht sowohl das Umdenken bei Vätern als auch die sich nur langsam abzeichnende Akzeptanz von arbeitenden Müttern. Es will Mut machen, weil es zeigt, dass sich Beruf und Familie sehr wohl vereinbaren lassen.

Buchtipp: Antje Diller-Wolff, Rabenmütter und Heimchenväter, Schwarzkopf & Schwarzkopf, 2013, 9,95 Euro

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