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Collien Fernandes im WDR: "Arbeitende Mutter kann nichts richtig machen"

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WDR-Doku "Jein"  

"Man kann es als arbeitende Mutter nicht richtig machen"

27.08.2013, 11:39 Uhr | cst, t-online.de

Collien Fernandes im WDR: "Arbeitende Mutter kann nichts richtig machen". WDR-Doku "Jein": Collien Ulmen-Fernandes sagt: "Man kann es als arbeitende Mutter nicht richtig machen"  (Quelle: WDR)

Moderatorin Collien Ulmen-Fernandes sagt: "Man kann es als arbeitende Mutter nicht richtig machen" (Quelle: WDR)

Wie ticken die Nachfolger der "Generation Golf"? Schmeichelhaft sind die Eigenschaften nicht, die den derzeit Zwanzig- bis Dreißigjährigen nachgesagt werden. Menschen, denen scheinbar alle Wege offen stehen und die sich gerade deswegen nicht entscheiden können. Zu unentschlossen sollen sie angeblich sein, unpolitisch, egoistisch, überfordert. Wie aber denken sie über Kinder und Familie? Die WDR-Doku "Jein" ist dieser Frage am Beispiel von drei Fällen nachgegangen. Auch die Moderatorin Collien Ulmen-Fernandes erzählt von ihrem Familienleben.

Auf dem Weg zum Erwachsensein müssen unzählige Entscheidungen getroffen werden. Drei davon fallen besonders schwer, weil sie nicht nur die Gegenwart, sondern auch die Zukunft, womöglich das ganze Leben betreffen. Wen und wie lieben wir? Was wollen wir arbeiten? Wünschen wir uns Kinder?

Mit der Frage nach der Liebe beschäftigen wir uns schon im Kindesalter, mit der nach dem Beruf spätestens in den Zwanzigern. Nur die Frage nach Kindern und Familie wird von vielen immer weiter aufgeschoben. Vielleicht, weil man, wenn man Kinder hat, unwiderruflich erwachsen ist, und diesen Zustand in eine möglichst ferne Zukunft schieben will.

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Wie denkt die kommende Elterngeneration?

Die Zwanzig- bis Dreißigjährigen stehen in der Familienfrage unter besonderer Beobachtung, denn sie sind die nächste potenzielle Elterngeneration und werden sich zwangsläufig damit auseinandersetzen müssen. Seit den in den Siebzigern Geborenen erfolgreich der Stempel "Generation Golf" aufgedrückt wurde, wird auch für die 80er Jahrgänge nach einem verbindenden Element gesucht. Ihre Vertreter sind gut ausgebildet, mit Computer und Internet groß geworden, weltgewandt. Viele Namen hat man ihnen schon zugewiesen: Digital natives, Generation Praktikum, Generation Prekär, Generation Unentschlossen, jetzt gar Generation ohne Eigenschaften.

Lässt sich die Gemeinsamkeit dieser Generation, die so schwer auf einen Nenner zu bringen ist, etwa in der Familien- und Kinderfrage feststellen? Und unterscheidet sie sich wirklich so sehr von früheren Generationen? Auch die Vertreter der Generation Golf haben sich die Familienfrage gestellt und, wenn man die nackte Statistik betrachtet, nicht in der politisch gewünschten Weise beantwortet. Gehen die Kinderzahlen doch insgesamt zurück, sind Frauen bei der Geburt ihres ersten Kindes immer älter (durchschnittlich 29) und immer mehr Menschen leben allein (ihre Anzahl ist in den letzten 20 Jahren um 40 Prozent gestiegen).

Freiheit oder Familie?

Auf der Suche nach Antworten "auf die großen Fragen des Lebens" ist auch der WDR. "Was uns nicht schlafen lässt" lautet der Titel einer Reihe, in deren Fokus diesmal die Frage steht: Freiheit oder Familie? Exemplarisch wird an drei Fällen gezeigt, wie die Zwanzig- bis Dreißigjährigen die Frage nach Kindern und Familie beantworten.

Eine Familie wie aus dem Bilderbuch?

Selina (26) und Julian (31) haben sich schon entschieden: für Familie, für Kinder. Sohn Lasse ist zwei, ein Geschwisterchen unterwegs. An Stillstand oder eingefahrene Muster ist trotzdem nicht zu denken, denn obwohl die Familie in Wuppertal verwurzelt ist, ist ein Umzug und ins 500 Kilometer entfernte Schwerin geplant. Vater Julian hat seinen Vollzeitjob gekündigt und die Doktorarbeit auf Eis gelegt, um auf einem Bauernhof den völligen Neuanfang als Gemüsebauer zu wagen. "Lasse soll eine Kindheit bekommen, in der er mit der Natur aufwächst." Selina ist Vollzeitmama und das soll auch erst mal so bleiben.

Aber das Leben im Paradies hat seine Schattenseiten. Alltag mit Kind fernab vom alten Umfeld kann auch langweilig sein. Freunde, Großeltern, sicherer Job - aufgegeben für selbstgemachte Marmelade und frisches Gemüse vom Feld, war das richtig? Ja, findet Julian. Für Selina werden Freiräume wichtiger: "Ich denke mir dann schon manchmal, ich muss gucken, wie ich mir meine Zeit hole, dass ich auch mal ohne Kinder bin."

Katrin will sich noch nicht festlegen

Katrin (33) ist gerade wieder nach Köln gezogen. Es ist ihr 17. Umzug. Wird sie dieses Mal ankommen? Ausgehen mit Freunden, sich beruflich verwirklichen, das Leben genießen, spontan sein - diese Dinge sind ihr wichtig. Einen Freund hat sie nicht, ihre längste Beziehung hielt drei Jahre. "Mit einem Partner oder einem Kind zu leben oder mit beidem, würde sicherlich bedeuten, meine persönliche Freiheit aufzugeben."

Soll das immer so weitergehen? Ab und zu denkt sie schon, dass es "gemütlich" mit Familie wäre. Eine Änderung ihrer Lebensweise bewirkt dies nicht. Für die Zukunft wünscht sie sich vor allem "Zufriedenheit für mich selber."

Collien Ulmen-Fernandes zwischen Kind und Karriere

Alles frei entscheiden, aber trotz Freunden allein durchs Leben gehen oder ganz auf die Familie setzen? Die Moderatorin Collien Ulmen-Fernandes versucht einen Mittelweg. Seit einem Jahr ist sie Mutter, ihren Beruf will sie nicht aufgeben. Collien kennt das typische Dilemma der arbeitenden Mütter: "Man ist zu Hause, man verbringt viel Zeit mit dem Kind und hat dann ein schlechtes Gewissen. Oder man arbeitet viel und hat auch ein schlechtes Gewissen. Man kann es als arbeitende Mutter nicht richtig machen."

Warten auf Antworten

Wäre das Leben eine Fernsehsendung, könnte man jetzt fragen: Liebe Generation Unentschlossen, wie wirst du dich entscheiden? Familie, Freiheit oder doch ein Weg dazwischen? Die Achtzigergeneration wird sich alle Zeit der Welt lassen und individuell entscheiden, so wie alle anderen vor ihnen auch. Spätestens in ein paar Jahren werden wir die Antwort wissen.

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