Startseite
Sie sind hier: Home > Eltern > Familie >

Betreuungsgeld: 27.000 Anträge gingen - jeder fünfte wird abgelehnt

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Betreuungsgeld  

Jeder fünfte Antrag auf Betreuungsgeld wird nicht bewilligt

10.09.2013, 17:29 Uhr | dpa, AFP

Betreuungsgeld: 27.000 Anträge gingen - jeder fünfte wird abgelehnt. Jeder fünfte Antrag auf Betreuungsgeld wird abgelehnt. Von Wahlfreiheit in der Kinderbetreuung kann noch nicht die Rede sein. (Quelle: dpa)

Das Betreuungsgeld wird vom Bundesverfassungsgericht geprüft. (Quelle: dpa)

Es sorgte für einen der größten innenpolitischen Konflikte der ablaufenden Legislaturperiode: das Betreuungsgeld. In einer Umfrage heißt es jetzt, dass mehr als 27.000 Eltern die 100-Euro-Hilfe bislang beantragt haben. Allerdings gehen viele Eltern trotzdem leer aus.

Jeder fünfte Antrag wurde abgelehnt

Für mehr als 27.000 einjährige Kinder haben Eltern nach Recherchen der "Süddeutschen Zeitung" bis Ende August beziehungsweise Anfang September das umstrittene Betreuungsgeld beantragt. Dabei beruft sich die "SZ" auf eine eigene Umfrage und Angaben aus 14 Bundesländern. Aus Niedersachsen und Rheinland-Pfalz fehlten Zahlen, weil die Länder keine eigene Statistik führten. Etwa jeder fünfte Antrag wurde demnach nicht bewilligt.

Kristina Schröder sieht sich bestätigt

Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) wertet diese Bilanz als Erfolg: Sie zeige, wie wenig Ahnung die SPD als Betreuungsgeld-Kritiker "von den Wünschen der Familien" habe, zitiert die "Süddeutsche" die Ministerin.

In Hamburg gibt es die meisten negativen Bescheide

In Nordrhein-Westfalen liegt die Ablehnungsquote bei den Betreuungsgeldanträgen laut "Süddeutscher" bei 31 Prozent, in Hamburg bei 43 Prozent. In den zwölf Bundesländern, die dazu exakte Angaben machten, liegt die Zahl der nicht bewilligten Anträge insgesamt bei knapp 5000 oder einer Quote von knapp 20 Prozent. In fast allen Fällen liege die Ablehnung an dem gesetzlichen Stichtag, schreibt die "Süddeutsche" unter Berufung auf die Landesministerien.

Manche Kinder sind zu alt

Viele Mütter und Väter übersehen dem Bericht zufolge offenbar, dass ihre Kinder zu alt sind, um die 100 Euro für die Betreuung zu Hause erhalten zu können. Anspruch auf das Betreuungsgeld besteht nur, wenn das Kind am 1. August 2012 oder später geboren ist. Somit steht die Leistung nicht für alle Kinder im zweiten Lebensjahr bereit. Nach den Vorstellungen Schröders sollte der Stichtag für das Geburtsdatum der Kinder ursprünglich der 1. Januar 2012 sein. Im parlamentarischen Verfahren wurde die Frist jedoch um sieben Monate verschoben. Dies gelte bei manchen Unionsabgeordneten mittlerweile als Fehler, weil es dazu geführt habe, dass Eltern ungleich behandelt würden und das Geld noch nicht für alle Kinder im zweiten Lebensjahr bereitstehe, schreibt die "Süddeutsche Zeitung".

"Viele Eltern fühlen sich betrogen"

Die stellvertretende SPD-Chefin Manuela Schwesig hält deshalb das - für sie grundsätzlich falsche - Gesetz auch für fehlerhaft: "Viele Eltern fühlen sich betrogen. Sie stehen nun ohne Kitaplatz und ohne Betreuungsgeld für ihre Kinder da." Die von der Bundesregierung versprochene freie Wahl zwischen Betreuungsplatz und Betreuungsgeld gebe es nicht, sagte sie der Zeitung.

Betreuungsgeld - umstrittene "Herdprämie"

Das Betreuungsgeld war am 1. August 2013 parallel zum Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz für unter Dreijährige eingeführt worden. Eltern, die für die Betreuung ihres ein- oder zweijährigen Kindes keinen öffentlich geförderten Platz in Anspruch nehmen, hilft der Staat mit 100 Euro, vom 1. August 2014 an mit 150 Euro pro Monat.

Sie finden uns auch auf Facebook - jetzt Fan unserer "Eltern-Welt" werden und mitdiskutieren!

Liebe Leserin, lieber Leser, aktuell können zu diesem Thema keine neuen Kommentare abgegeben werden. Ab 6 Uhr können Sie hier wieder wie gewohnt diskutieren. Wir danken für Ihr Verständnis.
Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Neue Kommentare laden
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
UMFRAGE - BETREUUNGSGELD
Eltern, die ihr Kind unter drei Jahren zuhause betreuen, sollen 150 Euro Betreuungsgeld bekommen. Ist das sinnvoll?
Anzeige
Video des Tages
Brutale Methode 
Therapie mit langer Nadel nichts für schwache Nerven

Diese Behandlung ist garantiert nichts für zartbesaitete Menschen. Video

Anzeige

Shopping
tchibo.deOTTObonprix.deESPRITC&ACECILzalando.dedouglas.deKlingel.de

Anzeige
shopping-portal