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Unicef fordert bessere Chancen für Schulabbrecher

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Kinderarmut in Deutschland  

Unicef fordert bessere Chancen für Schulabbrecher

21.01.2014, 16:53 Uhr | dpa

Unicef fordert bessere Chancen für Schulabbrecher. Kinderarmut: Das Kinderhilfswerk Unicef fordert, sozial benachteiligten Kindern in Deutschland mehr Chancen zu bieten - insbesondere frustrierten Jugendlichen. (Quelle: imago)

Das Kinderhilfswerk Unicef fordert, sozial benachteiligten Kindern in Deutschland mehr Chancen zu bieten - insbesondere frustrierten Jugendlichen. (Quelle: imago)

Im wohlhabenden Deutschland wächst jedes fünfte Kind in Armut auf. Aus diesem Grund fordert das Kinderhilfswerk Unicef: "Kein Kind darf zurückbleiben." Die Lebensgefährtin des Bundespräsidenten, Daniela Schadt, ruft als Unicef-Schirmherrin dazu auf, Kindern mehr Chancen zu bieten - insbesondere frustrierten Jugendlichen.

"Wir müssen ihnen auch eine dritte und vierte Chance einräumen. Geradlinige Biografien sind selten", sagte Schadt beim Neujahrsgespräch von Unicef im Berliner Schloss Bellevue. Auch aus Schulabbrechern könne trotz eines Bergs an Frustration mit der passenden Hilfestellung etwas werden. "Jedes Kind kann irgendwas, und das gilt es zu fördern", ergänzte sie.

Unicef fordert: Armutsquote bei Kindern halbieren

In Deutschland wächst nach der jüngsten Studie der Hans-Böckler-Stiftung zu Kinderarmut rund jedes fünfte Kind in einkommensschwachen Familien auf - besonders oft bei Alleinerziehenden. Der Mangel an Geld und damit auch an Teilhabemöglichkeiten kann zu einem schlechteren Start ins Leben führen. Der Anteil von Kindern, die in Armut aufwachsen, müsse in Deutschland in den kommenden vier Jahren halbiert werden, fordert Unicef. Sonst würden viele Kinder alleinerziehender und arbeitsloser Eltern sowie Kinder aus Einwandererfamilien von der sozialen Entwicklung abgehängt.

Benachteiligte Kinder auffangen und motivieren

"Wir müssen mehr tun, als Kindern ein Dach über dem Kopf, etwas zum Essen und eine Playstation zu bieten", betonte Schirmherrin Schadt. "Wir müssen Institutionen wie Kindergärten, Schulen und Angebote in den Gemeinden so gestalten, dass sie die besonderen Erschwernisse und Belastungen vieler Kinder besser auffangen und sie ermutigen können." Dazu gehörten auch kinderfreundlichere Städte und mehr ehrenamtliches Engagement. Es gehe darum, das Zutrauen von Kindern und Jugendlichen in die eigenen Fähigkeiten zu stärken - und ihnen zu helfen, aus eigener Anstrengung etwas aus ihrem Leben zu machen.

Armutsinseln mitten in Deutschland

Hans Bertram, Soziologieprofessor an der Berliner Humboldt-Universität, sieht das Wohl von Kindern und Jugendlichen vor allem in Ballungsräumen wie dem Ruhrgebiet, Hamburg, Bremen und Berlin in Gefahr. Der Anteil an Armut sei dort oft höher als in anderen europäischen Metropolen wie Paris oder Madrid.

Andere europäische Länder seien aber erfolgreicher im Zurückdrängen dieser Entwicklung, weil sie die Kommunen für den Unterhalt von Kitas, Schulen und Horten finanziell erheblich besser ausstatteten, sagte Bertram.

Als arm gilt, wer weniger als 60 Prozent des mittleren Durchschnittseinkommens zur Verfügung hat. In Deutschland sind das bei Singles 980 Euro im Monat (11.757 Euro im Jahr), bei Familien mit einem Elternpaar und zwei Kindern unter 14 Jahren 24.690 Euro im Jahr inklusive staatlicher Sozialleistungen.

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