Startseite
Sie sind hier: Home > Eltern > Familie >

"Berliner Mauer" gegen Kinderlärm

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Kinderlärm  

Neue "Berliner Mauer" sorgt für Zoff

26.06.2014, 09:05 Uhr | aro, t-online.de

"Berliner Mauer" gegen Kinderlärm. Höher als die Berliner Mauer: Schutzwall soll Nobelviertel vor Kinderlärm schützen.  (Quelle: dpa)

Die fünf Meter hohe Lärmschutzwand. (Quelle: dpa)

Aufregung in Berlin: Zwischen einem neu gebauten Nobelviertel in Dahlem und dem Gelände einer Kita und einer Skaterbahn wurde quasi über Nacht eine fünf Meter hohe Schutzmauer hochgezogen. Sie soll die Anwohner der Luxuswohnungen im Wohngebiet "Fünf Morgen" vor Kinderlärm schützen. Ein Skandal, finden Kinderschützer. Schließlich sei die Rechtslage klar: Tobende Kinder dürften nicht mit Lärm gleichgesetzt werden.

Der Lärmschutzwall ist höher als die ehemalige Berliner Mauer. Kita-Kinder wirken neben dem fünf Meter hohen Ungetüm wie Zwerge. Anne Pallada, die Leiterin der betroffenen Kita, sagt in der RTL-Sendung "Stern-TV": "Ich bin morgens zur Arbeit gekommen und es standen diese senkrechten Stahlträger da. Der erste Gedanke war: Knast."

Eltern fühlen sich ausgegrenzt

"Das war für uns ein Schlag ins Gesicht - nicht nur wegen der Optik. 'Wir hier, die da drüben', das ist auch eine soziale Abgrenzung für uns", empört sich eine Kita-Mutter. Auch das Deutsche Kinderhilfswerk kommentiert den Berliner Mauerbau. Geschäftsführer Holger Hofmann sagt: "Wir sind entsetzt." Aus Sicht des Deutschen Kinderhilfswerkes liege ein klarer Verstoß gegen die UN-Kinderrechtskonvention vor, die ganz klar die Vorrangstellung des Kindeswohls auch bei Verwaltungsentscheidungen normiere. "Es ist ein Skandal, dass das Wohl von Investoren und Bewohnern von Luxuswohnungen über den Interessen von Kindern und Jugendlichen steht. Deshalb ruft das Deutsche Kinderhilfswerk Herrn Wowereit auf: Tear down this wall!"

UMFRAGE - LäRMSCHUTZWAND
Fühlen Sie sich genervt durch die Geräusche spielender Kinder?

Dabei hat der Bauträger, die Stofanel Investment GmbH, auf ein Klagerecht wegen Kinderlärm freiwillig verzichtet und wollte gar keine Mauer. Die Baubehörde habe jedoch darauf bestanden.

Norbert Schmidt (CDU), Baustadtrat im Bezirk Steglitz-Zehlendorf, wiegelt ab. Man wolle und müsse Lärmschutzklagen der künftigen Anwohner vorgreifen: "Hier muss man von Amts wegen tätig werden und es nicht in das Belieben der Nachbarn stellen, ob sie klagen oder nicht. Hier klagt der eine mal nicht und der andere klagt doch. Dieses Rein und Raus mussten wir unterbinden. Städtebaulich gibt es imponierendere Bauwerke als eine Lärmschutzwand, aber im Bereich dessen, was machbar war, ist das letztlich die Ultima Ratio gewesen."

"Warme und fürsorgliche Atmosphäre"

Da klingt es wie Hohn, was der Investor Stofanel auf seiner Homepage zu dem preisgekrönten Prestigeobjekt schreibt: "Wir sind überzeugt, dass Lebensqualität nicht nur durch eine schöne Umgebung und ausgezeichnete Architektur definiert wird. Lebensqualität umfasst auch ökologische Nachhaltigkeit sowie ein gemeinschaftliches Leben, welches durch den Zusammenhalt der Nachbarn eine warme und fürsorgliche Atmosphäre schafft.“

Sie finden uns auch auf Facebook - jetzt Fan unserer "Eltern-Welt" werden und mitdiskutieren!

Liebe Leserin, lieber Leser, aktuell können zu diesem Thema keine neuen Kommentare abgegeben werden. Ab 6 Uhr können Sie hier wieder wie gewohnt diskutieren. Wir danken für Ihr Verständnis.
Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Neue Kommentare laden
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Rutschpartie des Jahres 
Selbst der Schneepflug scheitert an diesem Hügel

Das Video begeistert schon mehr als 22 Millionen Menschen im Internet. Video

Anzeige

Shopping
Shopping
Multimedia-Sale: Technik- artikel stark reduziert

Jetzt zuschlagen: Fernseher, Notebooks, Beamer, Navis u. v. m. zu Toppreisen. bei OTTO

Shopping
Voll im Trend und garantiert keine kalten Füße mehr

Kuschelige weich und warm gefüttert, Boots für gemütliche Tage zuhause. bei BAUR

tchibo.deOTTObonprix.deESPRITC&ACECILzalando.dedouglas.deKlingel.de

Anzeige
shopping-portal