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So will Manuela Schwesig die Familien entlasten

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Familienministerin erklärt ihre Pläne  

So will Manuela Schwesig die Familien entlasten

26.09.2014, 12:49 Uhr | t-online.de, AFP

So will Manuela Schwesig die Familien entlasten. Mit Reformen möchte Familienministerin Manuela Schwesig in Deutschland mehr Zeit für die Familie schaffen. (Quelle: dpa)

Mit Reformen möchte Familienministerin Manuela Schwesig in Deutschland mehr Zeit für die Familie schaffen. (Quelle: dpa)

Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) sieht in der Reform des Elterngelds und dem geplanten Kita-Ausbau wesentliche Schritte für eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie. "Wir schlagen heute ein neues Kapitel in der Familienpolitik auf", sagte sie zum Auftakt der Debatte über das sogenannte Elterngeld Plus.

Der Bundestag berät in erster Lesung über Schwesigs Gesetzentwurf. Dieser soll es Eltern ermöglichen, länger Elterngeld zu beziehen, wenn sie Teilzeit arbeiten.

Entlastung in der "Rush Hour des Lebens"

Eine moderne Familienpolitik setze darauf, Vätern und Müttern "Zeit für den Beruf und Zeit für die Familie" zu ermöglichen, ist Schwesig überzeugt. In der "Rush Hour des Lebens" im dritten und vierten Lebensjahrzehnt kämen derzeit auf die Menschen vielfältige Belastungen zu: In dieser Phase fielen das Bemühen um einen Platz im Beruf, Kinderwünsche und die beginnende Pflegebedürftigkeit der Eltern zusammen.

UMFRAGE - ELTERNGELD PLUS
28 Monate Elterngeld für Teilzeit-Arbeitnehmer: Wie finden Sie die Pläne von Familienministerin Schwesig?

"Mein Wunsch ist es, diese Lebensphase zu entzerren", sagte Schwesig mit Blick auf die Pläne zu einer flexibleren Gestaltung von Elterngeld und Elternzeit sowie die geplante Ausweitung des Kita-Ausbaus.

Die Familienministerin macht sich in diesem Zusammenhang für eine Familienarbeitszeit stark. Dabei sollen beide Elternteile ihre Arbeitszeit reduzieren - die 32-Stunden-Woche ist im Gespräch. Eltern sollten laut Schwesig eine Teilzeittätigkeit ausüben können, ohne dass es zu großen Nachteilen führe. "Jetzt bedeutet Teilzeit oft nur den B-Klasse-Job, also schlechtere Bezahlung und weniger Entwicklungsmöglichkeiten", so Schwesig im Interview mit Spiegel Online. "Ich frage: Warum ist es nicht möglich, diese Zeit ein bisschen zu entzerren und trotzdem eine Perspektive zu geben? Das geht nicht durch ein Gesetz allein. Da sind Wirtschaft und Gewerkschaften wichtige Partner."

Elterngeld Plus? Das plant Schwesig

Die Ministerin will zudem durch das sogenannte Elterngeld Plus zu einer früheren Rückkehr in den Beruf animieren: Wer Teilzeit in einem Umfang von mindestens 25 Prozent arbeitet, kann künftig bis zu 28 Monate zusätzlich zum Teilzeiteinkommen Elterngeld erhalten.

Bislang galt auch für Teilzeit-Arbeitnehmer eine maximale Elternzeit von 14 Monaten, viele blieben deshalb lieber ganz zu Hause. Einen Partnerschaftsbonus von vier zusätzlichen Elterngeld-Plus-Monaten bekommen Väter und Mütter, die für die Kinderbetreuung beide gleichzeitig in Teilzeit gehen.

Bisher haben Eltern Anspruch auf Elternzeit bis zum dritten Geburtstag des Kindes. Auch das soll sich ändern. Künftig können Eltern bis zu 24 Monate davon erst später in Anspruch nehmen - bis zum achten Lebensjahr des Kindes.

Bessere Bezahlung für Erzieher gefordert

Im Spiegel-Interview geht Schwesig auch auf den Personalmangel in der Kinderbetreuung ein. Eine Untersuchung der Bertelsmann Stiftung zufolge fehlen Deutschland etwa 120.000 Erzieher. "Ich bin fest davon überzeugt, dass wir den Fachkräftebedarf in diesem Bereich nur stemmen können, wenn es zu einer besseren Bezahlung kommt", erklärt Schwesig und kündigt an: "Wir werden im Haushalt 2015 so viel Geld für Betriebskosten für Kitas ausgeben wie noch nie."

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Ob es auch zu einem deutlichen qualitativen Ausbau der Kitas kommt, ist indes noch offen. Im Herbst gebe es laut Schwesig erste Konferenzen zwischen Bund und Ländern, in denen über gemeinsame Standards zum Beispiel beim Betreuungsschlüssel gesprochen wird. Immer wieder wird kritisiert, dass sich ein Erzieher in Deutschland um zu viele Kinder gleichzeitig kümmern muss.

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