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Unicef: Krise trifft auch Kinder in reichen Ländern

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Unicef-Bericht zu Folgen der Finanzkrise  

Krise trifft auch Kinder in reichen Ländern

28.10.2014, 15:17 Uhr | AFP, dpa

Unicef: Krise trifft auch Kinder in reichen Ländern . In den reichen Ländern der Welt hat die Kinderarmut durch die Finanzkrise seit 2008 massiv zugenommen. (Quelle: dpa)

In den reichen Ländern der Welt hat die Kinderarmut durch die Finanzkrise seit 2008 massiv zugenommen. (Quelle: dpa)

Auch Kinder in Industriestaaten leiden massiv unter den Folgen der Finanzkrise. Insgesamt sind 2,6 Millionen Kinder in 41 reichen Ländern seit Beginn der Krise 2008 unter die Armutsgrenze gerutscht, wie aus einem Bericht des UN-Kinderhilfswerks Unicef hervorgeht.

In diesen Staaten leben demzufolge 76,5 Millionen Kinder in Armut. In mehr als der Hälfte der 41 Länder hat die Kinderarmut seit Beginn der Krise zugenommen, in Staaten wie Griechenland oder Island sogar um mehr als 50 Prozent. In 18 Staaten sei die Kinderarmut dagegen zurückgegangen, zum Teil sogar deutlich: Australien, Chile, Finnland, Norwegen, Polen und die Slowakei verzeichnen einen Rückgang um rund 30 Prozent. In Deutschland ging die Kinderarmut zwischen 2008 und 2012 um 1,3 Prozent zurück.

Diese Länder sind besonders stark betroffen

Die besonders stark von der Finanzkrise betroffenen Staaten haben den größten Anstieg von Kinderarmut zu verzeichnen. Das gilt für die südeuropäischen Länder Griechenland, Italien, Spanien und Kroatien, die drei Baltenstaaten Estland, Lettland und Litauen und für die unter der Rezession leidenden Staaten Irland, Island und Luxemburg.

Besonders hart trifft die Krise in den reichen Ländern junge Menschen im Alter von 15 bis 24 Jahren. In mehr als drei Viertel der Staaten hat die Arbeitslosenquote in dieser Altersklasse laut Unicef zugenommen.

LandAnteil Kinderarmut 2008 in ProzentAnteil Kinderarmut 2012 in Prozent
Länder mit dem stärksten Anstieg der Kinderarmut:
Island11,231,6
Griechenland23,040,5
Lettland23,638,2
Irland18,028,6
Spanien28,236,3
USA30,132,2
Länder, in denen die Kinderarmut am deutlichsten gesunken ist:
Chile31,422,8
Polen22,414,5
Australien19,213,0
Deutschland15,215,0

Haushaltseinkommen gehen zurück

In Griechenland, das infolge der Finanzkrise mit internationaler Hilfe vor dem Staatsbankrott gerettet wurde, fiel das mittlere Einkommen von Haushalten mit Kindern bis 2012 auf das Niveau von 1998 zurück. In Irland und Spanien wurde das Einkommen um zehn Jahre zurückgeworfen, ebenso in Luxemburg, einem der reichsten Länder Europas. In Estland, Griechenland und Italien können sich doppelt so viele Haushalte wie vor der Krise nicht mehr alle zwei Tage Fleisch oder Fisch leisten

Unicef zufolge wurden zu Beginn der Finanzkrise in einigen Ländern zunächst negative Auswirkungen für Kinder abgewehrt. Doch die seit 2010 in vielen Ländern eingeleiteten Haushaltskürzungen hätten die Situation verschlechtert, vor allem in der Mittelmeerregion, kritisierte die Organisation.

"Die Unicef-Untersuchung zeigt, dass der Umfang der sozialpolitischen Maßnahmen ein entscheidender Faktor der Armutsvorbeugung war", erklärte O'Malley. "Alle Staaten brauchen starke soziale Netze, um Kinder in guten wie in schlechten Zeiten zu schützen." O'Malley forderte wohlhabende Länder auf, im Kampf gegen Kinderarmut beispielhaft voranzugehen und das "Wohlergehen von Kindern als Priorität" anzusehen.

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