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Sexualstrafrecht verschärft: Die Änderungen im Überblick

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Grooming, Mobbing, Posing  

Die Änderungen im Sexualstrafrecht

14.11.2014, 13:05 Uhr | dpa

Sexualstrafrecht verschärft: Die Änderungen im Überblick. Nur ein unschuldiges Kinderfoto? Das verschärfte Sexualstrafrecht  will klare Grenzen ziehen.  (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Nur ein unschuldiges Kinderfoto? Das verschärfte Sexualstrafrecht will klare Grenzen ziehen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Kinder und Jugendliche sollen besser davor bewahrt werden, Opfer von sexuellem Missbrauch oder Pornografie zu werden. Aber auch für Erwachsene soll es mehr Schutz vor bloßstellenden Aufnahmen geben.

Das sind die wichtigsten Änderungen

Cyber-Mobbing: Generell dürfen keine Bildaufnahmen an Dritte weitergegeben werden, die geeignet sind, dem Ansehen des Abgebildeten "erheblich zu schaden". Das gilt nicht nur für Nacktbilder, sondern auch für andere bloßstellende Fotos. Auch unbefugte Aufnahmen, die die Hilflosigkeit eines anderen zur Schau stellen, sind verboten. Für Pressefotos von Unfallorten beispielsweise gilt das nicht.

Nacktfotos: Bei Kindern und Jugendlichen gelten strengere Regelungen. Wer Jungen und Mädchen nackt ablichtet, um die Aufnahmen zu verkaufen oder zu tauschen, macht sich strafbar. Private Bilder fallen nicht darunter. Das heißt, Eltern können zum Beispiel weiterhin ihre nackt am Strand spielenden Kinder fotografieren.

Posing-Bilder: Klargestellt wird auch die Rechtslage bei sogenannten Posing-Bildern: Aufnahmen, die nackte oder halbnackte Kinder in einer "unnatürlich geschlechtsbetonten Haltung" zeigen oder ihre Genitalien in aufreizender Form in den Fokus nehmen. Sie gelten ausdrücklich als Kinderpornografie und sind ebenfalls verboten.

Strafmaß: Wer sich kinderpornografisches Material beschafft, muss künftig mit einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren rechnen - statt bislang mit bis zu zwei Jahren.

Verjährungsfristen: Für schwere Sexualdelikte gilt eine Verjährungsfrist von 20 Jahren. Bislang beginnt diese mit dem 21. Lebensjahr des Opfers - künftig erst mit dem 30. Lebensjahr.

Cyber-Grooming: Umfangreicher geahndet werden sollen Versuche eines Erwachsenen, unter falschen Angaben über das Internet und auf anderen Wegen Kontakt zu Kindern aufzunehmen, um sie etwa zu sexuellen Handlungen zu bewegen.

Schutzbefohlene: Der Straftatbestand des sexuellen Missbrauchs von Schutzbefohlenen wird erweitert. Künftig fallen darunter zum Beispiel auch Fälle, in denen es sich beim Täter um den Vertretungslehrer des Opfers handelt. Diese sind bislang ausgeklammert.

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