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Elterngeld, Pflegezeit, Unterhalt: Das ändert sich 2015 für Familien

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Elterngeld Plus, Familienpflegezeit, Unterhalt  

Das ändert sich 2015 für Familien

30.12.2014, 13:06 Uhr | t-online.de, AFP, dpa

Elterngeld, Pflegezeit, Unterhalt: Das ändert sich 2015 für Familien. 2015 gibt es für Familien neue Regelungen bei Elterngeld, Unterhalt und Familienpflegezeit. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

2015 gibt es für Familien neue Regelungen bei Elterngeld, Unterhalt und Familienpflegezeit. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Familie und Beruf sollen besser miteinander vereinbar werden, das hat sich das Bundesfamilienministerium zum Ziel gesetzt. Programme dafür sind das Elterngeld Plus und die Familienpflegezeit. 2015 gibt es noch mehr Änderungen für Familien, unter anderem beim Kindesunterhalt. Wir haben die wichtigsten Punkte zusammengefasst.

Elterngeld Plus

Erwerbstätige Eltern, deren Kinder nach dem 1. Juli 2015 zur Welt kommen, haben die Wahl zwischen dem bisherigen Elterngeld und Elterngeld Plus. Das neue Elterngeld Plus bietet Müttern und Vätern die Möglichkeit, länger Elterngeld zu beziehen, wenn sie nach der Geburt eines Kindes in Teilzeit arbeiten. Das Elterngeld Plus ist nur halb so hoch wie das reguläre Elterngeld, wird dafür 24 Monate gezahlt und damit doppelt so lange wie bisher. So sollen Eltern über einen längeren Zeitraum Familie und Beruf besser miteinander vereinbaren können.

Wenn Mutter und Vater beide jeweils ihre Arbeitszeit auf 25 und 30 Stunden pro Woche reduzieren, gibt es zusätzlich einen Partnerschaftsbonus. Dann wird Elterngeld Plus noch für weitere vier Monate bezahlt.

Außerdem wird die Elternzeit flexibler. Bezieher von Elterngeld Plus können ihre Elternzeit in drei Etappen aufteilen und bis zum vollendeten achten Lebensjahr des Kindes in Anspruch nehmen.

Das "alte Elterngeld" wird nicht abgeschafft, sondern wird neben dieser neuen Variante weiter existieren. Eltern können sich künftig entweder für eine der beiden Varianten entscheiden oder beide kombinieren. 

Kindergeld 2015

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble will mit dem Koalitionspartner SPD eine Erhöhung der Kinderfreibeträge und des Kindergeldes prüfen. Derzeit geplant sind monatlich vier Euro im Jahr 2015 und nochmals zwei Euro ab 2016.

Der Hintergrund ist, dass das Bundeskabinett Mitte Januar über den neuen Existenzminimum-Bericht berät. Dem Entwurf zufolge müsste dann der Kinderfreibetrag von derzeit 7008 Euro pro Kind 2015 um 144 Euro und 2016 um weitere 96 Euro angehoben werden, weil das Existenzminimum nicht besteuert werden darf. Um Familien mit geringeren Einkommen nicht zu benachteiligen, wird ein höherer Freibetrag oft mit einer Anhebung des Kindergeldes verknüpft.

Im Existenzminimumbericht untersucht die Regierung alle zwei Jahre, wie sich die Kosten für Ernährung, Kleidung, Hausrat, Miete und Heizung entwickelt haben. Die Ausgaben für diesen Mindestbedarf sind nach dem Grundgesetz vor Versteuerung geschützt. Der verfassungsrechtliche Anspruch auf ein steuerfreies Existenzminimum auch für Kinder wird durch Freibeträge oder das Kindergeld umgesetzt.

Familienpflegezeit

Am 1. Januar 2015 tritt das Gesetz zur besseren Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf in Kraft. Es soll Arbeitnehmern die häusliche Pflege eines schwer kranken Angehörigen erleichtern. Dazu zählen auch Kinder, Adoptiv- oder Pflegekinder des Ehegatten beziehungsweise Lebenspartners.

Die Familienpflegezeit wird dann von bisher sechs Monaten auf zwei Jahre verlängert. In dieser Phase kann ein Beschäftigter seine Wochenarbeitszeit auf bis zu 15 Stunden reduzieren. Neu ist auch der Anspruch auf ein zinsloses Darlehen, das während monatelanger Pflegezeiten das fehlende Einkommen ausgleichen soll. Außerdem ist in akuten Fällen eine bezahlte Auszeit von zehn Tagen möglich. Als Lohnersatz kann der Beschäftige das so genannte Pflegeunterstützungsgeld bei der Pflegeversicherung des Angehörigen beantragen.

Die Regelung gilt übrigens auch für die Betreuung eines pflegebedürftigen minderjährigen Kindes außer Haus.

Kinderbetreuung in Kitas

Der Kita-Ausbau geht weiter. 2015 sollen weitere Betreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren entstehen. Dafür bekommen die Bundesländer in der laufenden Legislaturperiode eine Milliarde Euro aus dem Bundeshaushalt.

Aber es geht nicht nur um Quantität, sondern auch um Qualität der Kinderbetreuung: Es soll auch Geld in die sprachliche Bildung und Gesundheitsförderung an den Kitas fließen. Zudem haben die Familienminister der Länder beschlossen, gemeinsame Qualitätsstandards für Kindertagesstätten zu erarbeiten, zum Beispiel für die Zahl der Erzieherinnen, Fortbildung und ausgewogenes Essen für die Kita-Kinder.

Düsseldorfer Tabelle

Elternteile, die Unterhalt für Kinder zahlen müssen, werden entlastet. Die Düsseldorfer Tabelle 2015 gewährt Unterhaltspflichtigen mehr Geld für den eigenen Lebensunterhalt: Der Selbstbehalt für Erwerbstätige steigt von 1000 auf 1080 Euro im Monat. Ansonsten bleiben die Unterhaltssätze für Kinder gegenüber dem Vorjahr unverändert.

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