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Kindergeld gibt es auch für erwachsene Kinder

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Kindergeld  

Unterstützung gibt es auch für erwachsene Kinder

12.03.2015, 14:07 Uhr | dpa-tmn

Kindergeld gibt es auch für erwachsene Kinder. De Anspruch auf Kindergeld endet nicht automatisch mit der Volljährigkeit. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

De Anspruch auf Kindergeld endet nicht automatisch mit der Volljährigkeit. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Windeln, Spielzeug, hippe Kleidung, Klassenfahrten und die Ausbildung: Kinder sind teuer. Der Staat fördert Familien aber mit Kindergeld, das nun erhöht werden soll. Anspruch darauf besteht manchmal auch, wenn die Kinder schon erwachsen sind.

Kindergeld steht in aller Regel nicht den Kindern zu, sondern der Person, in deren Haushalt der Nachwuchs lebt. Selbst für ihre erwachsenen Kinder können Eltern den Zuschuss vom Staat noch erhalten. Drei Fakten rund ums Thema:

Kindergeld gibt es auch für Erwachsene

Grundsätzlich wird das Geld für unter 18-Jährige gezahlt. Darüber hinaus fließt es unter bestimmten Voraussetzungen auch länger: Eltern von arbeitslosen Kindern können es bis zu deren 21. Lebensjahr bekommen. Bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres kann es Kindergeld geben, wenn der Nachwuchs eine erste Ausbildung macht oder studiert. Das gilt auch für ein Kind, das ein freiwilliges soziales oder ökologisches Jahr einlegt.

UMFRAGE
Ist das Kindergeld hoch genug?

Eltern, deren Kinder noch einige Zeit in Ausbildung sind, können sich Hoffnungen auf Nachzahlungen machen. Über Zahlungen bis zum 27. Lebensjahr muss das Bundesverfassungsgericht entscheiden (Az.: 2 BvR 646/14). Eltern sollten Einspruch gegen einen ablehnenden Kindergeldbescheid und gegen die Ablehnung der Kinderfreibeträge im Steuerbescheid einlegen.

Sowieso schon länger gezahlt wird das Kindergeld, wenn der Nachwuchs noch Grundwehr- oder Zivildienst geleistet, sich bis zu drei Jahre zum Wehrdienst freiwillig verpflichtet hat oder als Entwicklungshelfer tätig war. Diese Stationen müssen aber vor Juli 2011 angetreten worden sein.

Kindergeld bekommt nicht jeder zum gleichen Zeitpunkt

Maßgeblich für das Datum ist die letzte Ziffer der Kindergeldnummer. 2015 erhalten Haushalte mit den Endziffern 0 und 1 das Geld am Monatsanfang. Im Laufe des Monats erfolgt die Überweisung für Nummern mit den Endziffern 2 bis 7, die Endziffern 8 und 9 sind am Monatsende dran. Die genauen Daten für jeden Monat finden sich hier. Sie werden jedes Jahr neu festgelegt. Durch Wochenenden und Feiertage sind aber Verschiebungen möglich.

Kindergeld gibt es nicht für alle Kinder

Die Auszahlung entfällt, wenn es eine Kinderzulage aus einer gesetzlichen Unfallversicherung oder einen Zuschuss aus einer gesetzlichen Rentenversicherung gibt. Das gilt auch beim Bezug von Leistungen von zwischen- oder überstaatlichen Einrichtungen, die mit dem Kindergeld vergleichbar sind. Außerdem prüft das Finanzamt bei der Einkommenssteuererklärung, ob sich der Kinderfreibetrag oder die Zahlung von Kindergeld günstiger auswirkt. Sind es die Freibeträge, wird der Anspruch auf Kindergeld der Einkommenssteuer hinzugerechnet, erläutert die Berliner Senatsverwaltung für Finanzen.

Existenzminimum ist steuerfrei

Grundsätzlich hat jeder Bürger das Recht, das Existenzminimum für sich und seine Kinder aus unversteuertem Einkommen bestreiten zu können. Dies wird durch Freibeträge oder Kindergeld gesichert.

Der Bericht über die Höhe des steuerfrei zu stellenden Existenzminimums von Erwachsenen und Kindern ist alle zwei Jahre fällig. Darin untersucht die Regierung, wie sich die Kosten für Essen, Kleidung, Hausrat, Miete und Heizung entwickelt haben. Diese Ausgaben sind vor dem Zugriff des Fiskus geschützt.

Kinderfreibetrag oder Kindergeld?

Verfassungsrechtlich ist allein das Anheben des Kinderfreibetrages vorgeschrieben. Dieser kommt jedoch nur Familien mit höheren Einkommen zugute. Deshalb wird das Kindergeld in der Regel ebenfalls angehoben - entsprechend dem Freibetrag. Zunächst wird monatlich Kindergeld ausgezahlt, nach Ablauf des Jahres wird dann festgestellt, ob der Freibetrag jeweils günstiger ist. Die Differenz wird im Steuerbescheid verrechnet.

Kinderzuschlag

Mit dem Zuschlag für Geringverdiener soll verhindert werden, dass sie zusätzlich zum Einkommen noch Hartz-IV-Leistungen beziehen müssen. Der Zuschlag beträgt pro Kind maximal 140 Euro. Gezahlt wird er, wenn das Einkommen mehr als 900 Euro beträgt (bei Alleinerziehenden 600 Euro), ein bestimmtes Höchsteinkommen aber nicht übersteigt. Dieses Höchsteinkommen muss individuell für jede Familie berechnet werden.

Entlastungsbetrag für Alleinerziehende

Dabei handelt es sich um eine steuerliche Erleichterung, um die schwierige Vereinbarkeit von Beruf und Kindererziehung ein wenig abzufedern. Derzeit können 1308 Euro pro Kalenderjahr von der Summe der Einkünfte abgezogen werden.

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