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Mütter arbeiten im Job deutlich weniger als Väter

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Kind und Karriere - schmerzhafter Spagat  

Mütter arbeiten im Job deutlich weniger als Väter

12.05.2015, 15:18 Uhr | dpa

Mütter arbeiten im Job deutlich weniger als Väter. 60 Prozent aller Mütter in Deutschland sind erwerbstätig, die meisten von ihnen in Teilzeit. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

60 Prozent aller Mütter in Deutschland sind erwerbstätig, die meisten von ihnen in Teilzeit. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Der Spagat zwischen Kind und Karriere schmerzt vor allem Frauen und die besonders im Portemonnaie: Berufstätige Mütter arbeiten nach wie vor deutlich weniger als Väter. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts lag die durchschnittliche Arbeitszeit von Frauen mit Kindern im Jahr 2013 bei 27 Stunden pro Woche. Frauen im Alter von 25 bis 49 Jahren, die zu Hause keinen Nachwuchs zu betreuen hatten, waren gut 37 Stunden berufstätig. Erwerbstätige Väter arbeiteten dagegen im Schnitt knapp 42 Stunden und damit sogar eine Stunde länger als Männer ohne Kind.

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) kritisierte, dass Mütter den Spagat zwischen Beruf und Familie hinbekommen müssten - zulasten ihrer wirtschaftlichen Absicherung. Junge Mütter wollten oft mehr und junge Väter weniger arbeiten. "Dafür braucht es ökonomische Sicherheit und auch eine andere Unternehmenskultur hierzulande", sagte die stellvertretende DGB-Vorsitzende Elke Hannack.

Unterschiede gibt es nicht nur zwischen Müttern und Vätern, sondern auch zwischen West und Ost. Nach Angaben der Statistiker arbeiten Mütter in den neuen Ländern im Schnitt 33 Stunden wöchentlich. In Westdeutschland sind es 25 Stunden.

Westdeutsche Frauen haben nachgezogen

Insgesamt erhöhte sich die wöchentliche Arbeitszeit im Vergleich zum Jahr 2003 den Angaben zufolge deutschlandweit leicht. Den größten Anstieg gab es bei westdeutschen Frauen ohne Kind (plus eine Stunde).

Teilzeitarbeit von Frauen gilt als ein Grund für die im Schnitt unverändert große Lohnkluft zwischen Frauen und Männern in Deutschland. Nach jüngst veröffentlichten Berechnungen des Statistischen Bundesamts verdienten Frauen 2014 etwa ein Fünftel (22 Prozent) weniger als Männer. Mit 15,83 Euro pro Stunde lag ihr Bruttoverdienst um fast fünf Euro unter dem von Männern (20,20 Euro).

Immer noch eine deutliche Lohnkluft

Das Bundesamt führte als Hauptgründe für die unterschiedliche Entlohnung an, Frauen seien eher in schlechter bezahlten Berufen tätig, nähmen häufiger Teilzeitjobs an und arbeiteten im Schnitt auf niedrigeren Führungsstufen. Allerdings verdienen Frauen der Behörde zufolge auch bei ähnlicher Qualifikation und ähnlicher Tätigkeit im Schnitt sieben Prozent pro Stunde weniger als männliche Kollegen.

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