Startseite
Sie sind hier: Home > Eltern > Familie >

Chile: Entführter Sohn findet Mutter nach 41 Jahren wieder

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Nach der Geburt entführt  

Sohn findet Mutter nach 41 Jahren wieder

27.05.2015, 11:32 Uhr | aro, t-online.de

Chile: Entführter Sohn findet Mutter nach 41 Jahren wieder. Travis Tolliver (hinten) mit seiner Mutter Nelly Reyes sowie seinen vier Brüdern und einer Schwester. (Quelle: Screenshot von gofundme.com)

Travis Tolliver (hinten) mit seiner Mutter Nelly Reyes sowie seinen vier Brüdern und einer Schwester. (Quelle: Screenshot von gofundme.com)

Nelly Reyes erlebte einen bewegenden Moment, als sie ihren Sohn zum ersten Mal sah und in die Arme schließen durfte - allerdings kam für sie dieser Moment erst 41 Jahre nach der Geburt ihres Sohnes Travis Tolliver.

Der heute 61-jährigen Chilenin wurde im Jahr 1973 gesagt, ihr Baby habe wegen eines Herzfehlers keine Überlebenschance, meldet der Nachrichtensender CNN. Reyes glaubte, der kleine Travis sei wenige Stunden nach der Geburt gestorben. Dabei war er aus dem Krankenhaus entführt und danach in den USA adoptiert worden. Er und seine Pflegeeltern gingen all die Jahre davon aus, dass seine biologische Mutter ihn verlassen habe.

Reyes hatte trotz flehentlicher Bitten ihr vermeintlich totes Baby nie sehen dürfen und auch keine Sterbeurkunde erhalten.

Zahlreiche Kindesentführungen in Chile

Als Tolliver 40 wurde, beschloss er, nach seinen leiblichen Eltern zu suchen. Im Internet fand er heraus, dass es in den 1960er bis 1980er Jahren in Chile etliche Fälle von Kindesentführungen gegeben hatte. Er wandte sich an eine Hilfsstelle für die Familiensuche. Vier Wochen, nachdem er seine Daten eingereicht hatte, wurde seine Mutter gefunden.

Tolliver, inzwischen selbst zweifacher Vater, reiste nach Santiago, um seine leibliche Mutter und seine große Familie kennenzulernen. Er hat in Chile vier Brüder und eine Schwester. "Es ist verrückt, ich dachte niemals, dass das passieren könnte", sagte er bei seiner Ankunft auf dem Flughafen in Santiago.

Nach seiner Landung umarmten sich Mutter und Sohn, die verschiedene Sprachen sprechen, innig. "Ich war gewollt. Nicht wie ich all die Jahre gedacht hatte, einfach weggegeben worden", sagte Tolliver bewegt. Reyes verkündete unter Tränen: "Ich werde ihn jeden Tag umarmen. Ich liebe ihn so sehr."

Tolliver möchte nun mit Hilfe der Behörden herausfinden, was damals nach seiner Geburt genau geschah und wie er in die USA gelangte.

Sie finden uns auch auf Facebook - jetzt Fan unserer "Eltern-Welt" werden und mitdiskutieren!

Liebe Leserin, lieber Leser, aktuell können zu diesem Thema keine neuen Kommentare abgegeben werden. Ab 6 Uhr können Sie hier wieder wie gewohnt diskutieren. Wir danken für Ihr Verständnis.
Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Neue Kommentare laden
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Brutale Methode 
Therapie mit langer Nadel nichts für schwache Nerven

Diese Behandlung ist garantiert nichts für zartbesaitete Menschen. Video

Anzeige

Shopping
tchibo.deOTTObonprix.deESPRITC&ACECILzalando.dedouglas.deKlingel.de

Anzeige
shopping-portal