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Ältere Eltern sind laut Studie zufriedener als jüngere

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Glücksfaktoren  

Ältere Eltern sind zufriedener als jüngere

06.07.2015, 17:35 Uhr | Joachim Mangler, dpa

Ältere Eltern sind laut Studie zufriedener als jüngere. Die Glücksformel zur Familiengründung lautet: Eltern sollten 34 Jahre oder älter sein und nicht mehr als zwei Kinder bekommen. Das sagt zumindest die Statistik. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Die Glücksformel zur Familiengründung lautet: Eltern sollten 34 Jahre oder älter sein und nicht mehr als zwei Kinder bekommen. Das sagt zumindest die Statistik. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Ältere Eltern sind zufriedener als jüngere. Das ergab eine Studie des Max-Planck-Instituts für demografische Forschung in Rostock. Bei Eltern über 34 fanden die Forscher einen deutlichen Anstieg der Zufriedenheit vor und im Jahr der Geburt des Kindes. Dieser Glückszustand blieb auch über dem Ausgangsniveau, als die Kinder 10 bis 18 Jahre alt waren.

Anders bei den Eltern im Alter von 18 bis 22 Jahren: Bei ihnen sinke die Zufriedenheit bereits vor der Geburt des Kindes und steige auch im Jahr der Geburt sowie im Älterwerden der Kinder nicht mehr über das Ausgangs-Level hinaus. Dieser Effekt sei auch bei 23- bis 34-Jährigen zu beobachten, allerdings nicht so ausgeprägt. Die Forscher aus Rostock und der Universität von Western Ontario (Kanada) werteten für ihre Studie Datensätze von rund 7000 Menschen aus.

Auch die Zahl der Kinder ist wichtig für das Glück

Die Studie ergab noch einen zweiten Glücksunterschied in der Anzahl der Kinder pro Familie. Während sich die Zufriedenheit der Eltern beim ersten und zweiten Kind auf ähnlichem Niveau bewegte, habe die Geburt eines dritten Kindes darauf keinen positiven Einfluss mehr. Es scheine sogar eher negative Auswirkungen zu haben, allerdings sei diese Abnahme statistisch nicht signifikant, räumten die Wissenschaftler ein.

UMFRAGE
Bereuen Sie es, Eltern geworden zu sein?

Das größere Glück älterer Eltern und die eher sinkende Zufriedenheit beim dritten Kind entspreche in "erstaunlich exakter Weise" dem Geburtenverhalten der vergangenen Jahre in den Industrienationen: Dem Trend zur späten Familiengründung und dem Rückgang der Drei-, Vier- oder Fünfkinderfamilien. Diese Entwicklung sei bislang mit individuellen Werten oder der Unvereinbarkeit von Beruf und Familie erklärt worden.

Schauen sich Eltern die Glücksfaktoren ab?

Für die Forscher gibt es noch eine andere Erklärung: "Wer bei anderen beobachtet, dass es die Zufriedenheit steigert, wenn die Familiengründung in eine spätere Lebensphase mit größerer sozialer und finanzieller Sicherheit aufgeschoben wird und nicht mehr als zwei Kinder geboren werden, könnte sich ähnlich verhalten." 

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