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Kindergeld-Urteil: Bundesfinanzhof gibt Eltern recht

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Wichtiges Finanzurteil  

Kindergeldanspruch besteht auch bei Auslandsstudium

28.10.2015, 15:32 Uhr | AFP

Kindergeld-Urteil: Bundesfinanzhof gibt Eltern recht. Wichtiges Urteil für Eltern.  (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Der Bundesfinanzhof hat ein wichtiges Urteil zum Kindergeld gefällt. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Im Ausland studieren ist heute fast ein Muss für die spätere Karriere. Der Bundesfinanzhof hat in diesem Zusammenhang ein wichtiges Urteil gefällt. Der Anspruch auf Kindergeld besteht auch bei mehrjährigem Auslandsstudium, allerdings unter einer Bedingung.  

Eltern haben auch dann Anspruch auf Kindergeld, wenn ihre Kinder für mehrere Jahre außerhalb der EU studieren. Voraussetzung ist, dass das Kind einen Wohnsitz im Haushalt der Eltern behält und seine studienfreie Zeit auch größtenteils dort verbringt. Das hat der Bundesfinanzhof (BFH) entschieden (Az.: III R 38/149).

Kinderzimmer gilt als Wohnsitz

In diesem Fall hatte der Sohn eines Deutschen mit chinesischer Herkunft zwei Jahre lang in China studiert und dort in einem Studentenwohnheim gewohnt. Er kam in den Semesterferien für jeweils sechs Wochen nach Deutschland und wohnte dann in seinem Kinderzimmer in der elterlichen Wohnung. Die Familienkasse stellte die Kindergeldzahlungen mit der Begründung ein, der Sohn habe seinen Wohnsitz nach China verlegt.

Dem widersprach nun der BFH: Voraussetzung eines Kindergeldanspruchs sei, dass das Kind einen Wohnsitz im Inland, der EU oder im Europäischen Wirtschaftsraum hat. Der Kindergeldanspruch erlösche auch nicht bei Auslandsaufenthalten, die kürzer als ein Jahr seien.

Persönliche Bindung an das Land 

Im Ausgangsfall sei zudem bedeutsam, dass der Student "mindestens die Hälfte seiner ausbildungsfreien Zeit in Deutschland verbrachte" und seine persönlichen Bindungen einen stärkeren Bezug zum Inland als zum Studienort aufwiesen. Unerheblich sei dagegen, ob Vater oder Sohn "über ausländische Wurzeln verfügten".

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