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Zukunftsreport 2030: Schwesig skizziert Vision für Familienpolitik

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"Zukunftsreport 2030"  

So soll die Familie der Zukunft leben und arbeiten

15.09.2016, 18:17 Uhr | AFP

Zukunftsreport 2030: Schwesig skizziert Vision für Familienpolitik. Manuela Schwesig  (Quelle: dpa)

Manuela Schwesig will einen Rechtsanspruch auf Schulkindbetreuung. (Quelle: dpa)

Die Familien in Deutschland sollen künftig partnerschaftlicher organisiert sein als heute. Das ist die Vision des "Zukunftsreports 2030". Familienministerin Manuela Schwesig (SPD) will dafür Arbeitszeiten, Kinderbetreuung und Besteuerung ändern. Doch sie stößt auf Widerstand. 

Nach der Prognose des Zukunftsreports erhöhen Mütter bis 2030 ihre durchschnittliche Erwerbstätigkeit von derzeit 26 auf 31 Wochenstunden. Im Gegenzug verkürzen Väter ihre Arbeitszeit von 41,5 auf 39 Wochenstunden. Der Report wurde vom Beratungsunternehmen Prognos zusammen mit dem Allensbach-Institut erstellt. 

Diese Entwicklung soll mit einem höheren Wirtschaftswachstum einhergehen, da "die Mehrarbeit der Mütter die Reduktion der Arbeitszeit der Väter überkompensieren wird", sagt Prognos-Direktor Andreas Heimer.

Drei Kernpunkte für die Familienpolitik

"Familienpolitik muss zu den Lebenswirklichkeiten der Familien von heute passen" und gute Rahmenbedingungen auch "für die Familien von morgen setzen", sagte Bundesfamilienministerin Schwesig auf dem Zukunftstag. "Die Familienwelt ist bunt und das ist gut so." Auch die Forscher, die an dem Report mitgewirkt haben, mahnen Unterstützung für Familien und Alleinerziehende in wirtschaftlich prekären Lagen an. 

Schwesig nannte drei Kernpunkte, denen Familienpolitik gerecht werden müsse: Zeit für die Eltern, gute Betreuung und Bildung für die Kinder sowie staatliche Leistungen, "die sichern, dass Kinder nicht in Armut aufwachsen". Dazu fordert sie folgende Maßnahmen:

  • Mehr Unterhaltsvorschuss und Kinderzuschlag für Einkommensschwache
  • Hilfe für arme Familien, um finanziell auf eigene Füße zu kommen
  • Kitas mit flexiblen Öffnungszeiten
  • Rechtsanspruch auf Nachmittagsbetreuung für Schulkinder
  • Familienarbeitszeit: beide Elternteile arbeiten Teilzeit und beziehen "Familiengeld"
  • Kinderbonus bei der Steuer

SPD-Ministerin bekommt Gegenwind von der CDU

Bei der Armutsbekämpfung will sich Schwesig zielgenauer als bisher auf einkommensschwache Familien und Alleinerziehende konzentrieren. Nur "zwei Euro mit der Gießkanne" beim Kindergeld reichten nicht aus, sagte sie zu entsprechenden Plänen von Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU).

Damit Eltern mehr Zeit für ihre Kinder haben, hat Schwesig das Modell der Familienarbeitszeit entworfen. Dabei könnten Eltern beide in Teilzeit "nahe an der Vollzeit" arbeiten – etwa im Umfang von 80 Prozent. Diese soll durch ein "Familiengeld" gefördert werden. Dieser Vorschlag stößt allerdings bei der Union auf Widerstand.

Kinderbetreuung noch weiter ausbauen

Außerdem müssten die Angebote der Kinderbetreuung noch weiter ausgebaut werden. Ihre Forderung nach einem Betreuungsanspruch auch für Schulkinder begründete die Familienministerin mit der Betreuungslücke nach dem Wechsel von der Kita in die Schule. Dann stehen berufstätige Eltern oft vor dem Problem, für ihr Schulkind eine Nachmittagsbetreuung zu finden. 

Gleiches gelte in Randzeiten für Eltern mit Schicht- oder Abendarbeit – etwa in Gesundheitswesen, Gastronomie oder Tourismus. Dafür hat Schwesig bereits das Programm Kita Plus aufgelegt. Diese flexiblen Betreuungszeiten "gehören in den Regelbetrieb", sagte Schwesig. 

Steuerrecht stärker auf Familien mit Kindern ausrichten

Damit Alleinerziehende nicht in die Armut rutschen, drängt Schwesig auf die Ausweitung des Unterhaltsvorschusses für Alleinerziehende bis zur Volljährigkeit der Kinder und ohne zeitliche Befristung.

Zudem solle das Steuerrecht stärker auf Familien mit Kindern ausgerichtet werden statt wie bisher auf Verheiratete, etwa durch einen steuerlichen Kinderbonus auch für unverheiratete Paare. Auch Prognos-Direktor Heimer warb für den Abbau von "Erwerbshemmnissen im Steuersystem".

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