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Verbraucherschützer fordern Verbot von Lebensmittelfarbe

18.11.2008, 14:10 Uhr | ruf, dpa, t-online.de

ADS: Verbraucherschützer fordern Verbot von Lebensmittelfarbe.

Lebensmittelfarbe ist mutmaßlicher Auslöser von Hyperaktivität bei Kindern. (Bild: dpa)

Sechs Lebensmittelfarbstoffe, die im Verdacht stehen, Hyperaktivität bei Kindern auszulösen, sollen nach dem Wunsch von Verbraucherschützern EU-weit verboten werden. Die Europäische Union müsse die Gesundheit "ihrer verletzlichsten Konsumenten" über alle anderen Interessen stellen, forderte die Leiterin der europäischen Verbraucherorganisation BEUC in einer von 41 Interessensgruppen unterstützten Erklärung. Es sei "inakzeptabel", dass Substanzen weiterhin zugelassen seien, die hyperaktives Verhalten bei Kindern mutmaßlich steigerten.

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Forscher weisen Zusammenhang nach

BEUC beruft sich auf eine im September veröffentlichte Studie. Britische Forscher hatten damals nachgewiesen, dass eine Kombination von künstlichen Farbstoffen mit dem Konservierungsmittel Natriumbenzoat zu Hyperaktivität bei Kindern führen kann. Zu den beanstandeten Farbstoffen zählen unter anderem die rote Lebensmittelfarbe Azorubin (E122) und das gelbe Tartrazin (E 102).

Was ist Hyperaktivität?

Die Hyperaktivitätsstörung (ADHS) bezeichnet ein Aufnahmedefizit. Sie ist eine der häufigsten psychischen Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen. Man geht davon aus, dass zirka zwei bis sechs Prozent aller Kinder und Jugendlichen an dem Aufmerksamkeitsdefizit leiden. Charakteristische Symptome sind unter anderem ein gesteigerter Bewegungsdrang, erhöhte Unaufmerksamkeit und ein impulsives Handeln.


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