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ADHS früh erkennen: Symptome und Anzeichen

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ADHS-Symptome  

Wie Eltern ADHS frühzeitig erkennen

08.11.2012, 09:18 Uhr | dpa, t-online.de

ADHS früh erkennen: Symptome und Anzeichen. Schon im Vorschulalter lassen sich Symptome für ADHS erkennen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Schon im Vorschulalter lassen sich Symptome für ADHS erkennen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Schon im Vorschulalter können Studien zufolge erste Anzeichen für das Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom (ADHS) bemerkbar sein. "Eltern sollten bei ihrem Kleinkind das Verhalten aufmerksam beobachten", rät deshalb Klaus Skrodzki von der Arbeitsgemeinschaft ADHS der Kinder- und Jugendärzte. "Es ist wichtig, ADHS früh zu erkennen, um Misserfolge im Bildungsweg so weit wie möglich zu vermeiden oder zumindest zu verringern." Lesen Sie, worauf Eltern speziell achten sollten.

ADHS-Anzeichen: Wann Eltern aufhorchen sollten

Häufiges aggressives Auftreten gegenüber Spielkameraden, Ruhelosigkeit und Furchtlosigkeit, die zu riskantem Handeln führt - all das können unter anderem Vorboten für die Verhaltensstörung ADHS sein. Aber auch schnelles Anfreunden mit völlig fremden Menschen sowie Abneigung gegen Aktivitäten, die mehr als eine oder zwei Minuten Aufmerksamkeit erfordern, seien mögliche Anzeichen.

Die Kernsymptome für ADHS

Unterschieden werden die drei Kernsymptome Unaufmerksamkeit, Hyperaktivität und Impulsivität, die unterschiedlich stark ausgeprägt sein können. Hier finden Sie die wesentlichen Anzeichen für ADHS auf einen Blick:

  • Unaufmerksamkeit: Das Kind ist leicht ablenkbar, es fängt alles an, bringt nichts zu Ende, hat Schwierigkeiten, Anweisungen zu befolgen, macht viele Flüchtigkeitsfehler bei Schularbeiten. Es kann Hausaufgaben nicht in angemessener Zeit erledigen, hat Probleme beim Organisieren von Aufgaben und Aktivitäten, hat wenig Ausdauer bei Arbeit und Spiel, ist oft vergesslich und verliert häufig Sachen, die für Aufgaben und Aktivitäten benötigt werden.

  • Hyperaktivität: Das Kind ist sehr zappelig und immer in Bewegung. Es kann nicht still sitzen und verlässt auch in der Schule häufig seinen Platz. Es redet übermäßig viel und fällt dabei zusätzlich durch seine übertriebene Lautstärke auf.

  • Impulsivität: Das Verhalten des Kindes ist oft unvorhersehbar, es fasst einen Entschluss und führt ihn sofort aus, ohne an die Folgen zu denken. Das Kind gibt in der Klasse eine unüberlegte Antwort, bevor die Frage vollständig gestellt wurde, es platzt oft in die Spiele anderer Kinder hinein und mischt sich störend in Erwachsenengespräche ein. Es hat ein extremes Bestreben, belohnt zu werden, und braucht viel Beachtung. Charakteristisch ist außerdem das mangelnde Bewusstsein für Gefahren - für sich und andere - und das generelle Problem, das eigene Verhalten zu steuern. Das äußert sich häufig in einer situationsunangepassten Selbstdarstellung.

Die Symptome können auf ADHS hinweisen, müssen es aber nicht. Es müssen auch nicht alle Symptome vorhanden sein, damit die Krankheit diagnostiziert wird. Viele ADHS-Patienten haben nur drei der genannten Verhaltensmerkmale, diese aber in sehr starker Ausprägung, andere weisen viele Symptome auf, jedoch weniger dominant.

Abweichende Gehirnentwicklung bei ADHS-Patienten

Studien zufolge weisen Kinder mit ADHS eine von der Norm abweichende Gehirnentwicklung auf. Das bedeutet, dass ADHS auf biologischen beziehungsweise genetischen Ursachen beruht, die ein Mensch lebenslang in sich trägt. So besitzen Kinder mit ADHS einen kleineren Nucleus caudate als Gleichaltrige. Der Nucleus caudate ist eine Struktur im Gehirn, die unter anderem mit für die Kontrolle von Bewegung, Sprache und für das Lernen verantwortlich ist.

Mit Erziehungsmaßnahmen ist es nicht getan

"Oft besteht die Gefahr, dass Eltern annehmen, sie könnten diese Unruhe und Aggressivität allein mit Erziehung beeinflussen", sagt Skrodzki. "Sie sprechen dann unter Umständen aus Scham über ihr vermeintliches Versagen als Eltern nicht mit ihrem Kinder- und Jugendarzt darüber und verhindern so eine frühzeitige Therapie."

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